Tag 5 - Elefantenfütterung 🐘🌸
15. april, Sydafrika ⋅ ☁️ 17 °C
Isabelle verabschiedete sich früh und machte sich allein auf den Weg zur Wanderung, die sie sich vorgenommen hatte. Ich blieb zurück, räumte auf und brachte unser Zelt vor dem immer wieder einsetzenden Regen in Sicherheit.
Gegen 9 Uhr starten wir und fuhren weiter Richtung Osten.
Unser erster Stopp führte uns dann zu den „Heads“ in Knysna. Es nieselte noch leicht. Wir wählten den kurzen Track zu den beiden Aussichtspunkten. Die beiden massiven Sandsteinfelsen bilden wie ein Tor den Eingang zur Lagune von Knysna. Der Indische Ozean drückt durch eine schmale Öffnung zwischen diesen Felsen in die ruhige Lagune hinein. Das sorgt für starke Strömungen, weshalb die Einfahrt früher als gefährlich galt, vor allem für Schiffe ohne moderne Navigation.
Weiter ging es zum Elefantenfüttern 🐘🌸 Der Knysna Elephant Park ist eine besondere Einrichtung an der Garden Route. Er wurde ursprünglich gegründet, um verwaisten Elefanten ein Zuhause zu geben. Inzwischen ist er eine Mischung aus Schutzprojekt, Bildungsort und touristischer Attraktion.
Wir kauften an der Rezeption zwei Eimer Früchte für die Elefanten und durften zusammen mit anderen Besuchern die Tiere füttern und Fotos machen.
Natürlich handelt es sich dabei durch und durch um eine touristische Attraktion, aber das Erlebnis bleibt unvergessen. Eine Begegnung mit diesen sanften Riesen ist wie Balsam für die Seele.
Weiter ging es zur Plettenberg Bay. Dort gibt es ein Naturschutzgebiet namens Robberg. Wir liefen den Witsand Circuit.
Während des Rundwegs versuchte ich, meine Gedanken zu sortieren: Eine Reise mit einer eigentlich fremden Person, bringt Herausforderungen mit sich. Jeder kommt aus seiner eigenen Welt, aus seiner eigenen täglichen Routine und natürlich braucht es Kompromisse. Gleichzeitig ist es wichtig, dass sich jeder wohlfühlt und auch Raum hat, Dinge einzubringen und anzusprechen. Manche Gespräche sind dabei nicht ganz leicht, gehören aber irgendwie dazu, wenn man so intensiv unterwegs ist.
Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir einen gemeinsamen Weg finden werden und die nächsten Tage zu einem unvergesslichen Erlebnis werden 😁😍
Die Wanderung war jedenfalls erstklassig. Es ging hoch, runter, über Stock und Stein, entlang eines schmalen Pfads und immer mit Blick auf den Atlantik.
Am Ende der Wanderung haben wir noch einige Robben am Fuß der Klippen gesehen.
Zufrieden und etwas geplättet von all den Eindrücken machten wir noch einen letzten Umweg, bevor wir zu unserem heutigen Campspot fuhren. Die R102 machte wieder einen Schlenker. Diesmal wurde sie zu einem kleinen Offroad-Abenteuer.
Die erste Hälfte der R102 ist etwas kurvig, aber völlig entspannt. Ab der Hälfte konnte man sich entscheiden, ob man die diesmal mautpflichtige N2 nimmt oder weiter auf der R102 bleibt und den Grootrivierpass fährt.
Wir entschieden uns für den Grootrivierpass.
Kurz vor dem Pass begegneten uns ein paar Affen auf der Straße. Sie machten keinerlei Anstalten, von der Fahrbahn zu verschwinden, ließen sich nicht stören und machten weiter mit ihrer gegenseitigen Fellpflege. Nach ein paar Kilometern wurde aus der zweispurigen Straße ein dicht zugewachsener Weg. Man erkannte noch den Mittelstreifen und konnte nur erahnen, dass hier früher einmal eine richtige Straße entlangführte. Unser SUV schnurrte problemlos über den Pass. Nachdem wir den Wald verlassen hatten, tauchte ein Schild auf: „Straße gesperrt“, allerdings für den entgegenkommenden Verkehr.
Sind wir jetzt auf einer gesperrten Straße gefahren?
Niemals. Ich gehe eher davon aus, dass damit Gegenverkehr verhindert werden soll. Wäre mir nämlich ein Auto entgegengekommen, hätte ich nicht gewusst, wie wir hätten aneinander vorbeikommen sollen.
Bevor wir in den nächsten Nationalpark fuhren, um dort zu übernachten, haben wir an einem kleinen Kiosk noch ein paar Vorräte aufgefüllt.
Im Tsitsikamma National Park bekamen wir einen Campspot nur wenige Meter von der Küste entfernt. Die Wellen prallten mit unheimlicher Wucht gegen die Steine, das Meer war kaum als blau zu erkennen, überall war Schaum und wilde Bewegung.
Morgen werden wir im Nationalpark bleiben und noch ein paar Wanderungen machen.Læs mere

Das ist so ein schönes Bild von dir,,,😘 [Sylvia]




















