Flora Camping - heute leider ohne Lachse
July 10, 2025 in Norway ⋅ ⛅ 21 °C
Wir haben als Familie einen Wahlspruch: " das ist ein Seyfert Ding, das würdest du nie verstehen". Zeit für eine Planänderung. Eigentlich ist das in fast jedem unserer Urlaube so, nur diesmal gibt es einen entscheidenden Unterschied, diesmal haben wir es selbst gewählt. Ja, wir bleiben nicht in Norwegen, wir fahren nach Schweden, zumindest für ein paar Tage. Einen Abstecher über die Grenze, Abendteuer erleben, Hoffnung auf Fisch zieht uns in die Wälder Schwedens. Und wahrscheinlich auch ein wenig der Wunsch, so viel wie möglich zu erleben. Das sind eben wir. Wir sind ca. 1,5h vor der schwedischen Grenze und für uns alle steht fest, heute kein Wildcampen, heute muss eine warme Dusche her. Die Karte zeigt uns Flora Camping an. Wir rufen den Platzwart an und fragen, ob er noch Platz für unseren 7 m langen Camper hat. Er sagt sofort zu und freut sich auf uns. 40 min später rollen wir auf seinen Hof. Ein außergewöhnlicher Mensch, Aussteiger, Gutmensch empfängt uns. Er, ein ehemaliger Trucker, hat sich hier einen Lebenstraum erfüllt. Er kaufte eine Farm und das Land dazu und betreibt mit Enthusiasmus seinen kleinen Campingplatz. Lea und Kenan finden sofort einen neuen Freund, den sie am liebsten mitnehmen würden. Die einzige traurige Nachricht an diesem Tag ist, dass wir leider keine Angellizens für Lachs für den Fluss kaufen können. Der Fluss ist berühmt für seinen Lachsbestand, doch seit 2024 ist die Population geschrumpft. Deshalb hätten wir nur die Option eine Jahreslizens zu kaufen, die uns aber entschieden zu teuer ist. Also bleibt uns nur die Angler im Fluss zu beobachten. Wir werfen den Grill an und genießen unseren selbst gefangenen kleinen Kabeljau. Schnell waschen wir noch zwei Trommeln Wäsche und dann kommt sie, die Überraschung des Tages. Unser Wohnmobil hat Fußbodenheizung. Da wir meist irgendwo Wildcamping machen und unser Auto zwei Batterien hat, brauchen wir nicht zwingend einen Stromanschluss. Heute gönnen wir ihn uns und als wir vom Duschen zurück kehren, ist das Bobil, wie die Wohnmobil auf norwegisch heißt, mollig warm geheizt. Immer für eine Überraschung gut das große Ungetüm. Wie jeden Abend sichten wir noch das Fotomaterial und verschwinden wir so oft viel zu spät in unsere Betten. Für uns ist es auf jeder Reise immer wieder ein Phänomen wie schnell ein Airbnb, ein Hotel oder eben ein Camper zu einem Zuhause werden, solange man als Familie zusammen ist. Bereits am Morgen erwartet uns strahlender Sonnenschein, der Duft der wilden Lupinen und das leise Rauschen des Flusses. Geboren wurde hier auch das neue Familienspiel. Wenn der Volleyball verloren ging, muss jetzt der Besen herhalten, Besenfangen. Muss man mal probiert haben.Read more














