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  • Day31

    Dunedin

    December 31, 2018 in New Zealand ⋅ ⛅ 15 °C

    Eingerahmt von einer Hügelkette liegt der Stadtkern direkt am Pazifischen Ozean und am Otago Harbour, einem Naturhafen. Dieser heutige Naturhafen entstand durch das zusammenbrechen des Vulkans. Der Kraterrand brach ein und damit konnte das Meerwasser einfließen. Es entstand eine rauche Küste, an der sich Robben, Pinguine und Wasservögel niederließen. Der Pazifik ist an dieser Stelle sehr tief. Durch günstige Strömungen von kalten und warmen Wasser wird viel Plankton und ähnliches aus der Tiefe aufgewirbelt, die idealen Bedingungen für Wale. Dies rief in frühen Jahren Robben und Walfänger zu diesem Ort.

    Erst später als die ersten zwei schottischen Schiffe mit ca. 300 Menschen dort an Land kamen um es zu besiedeln, wurde die Wal- und Robbenjagd eingeschränkt.
    Nachdem sich in Schottland die Free Church of Scotland wegen ihrer streng calvinistischen Haltung von der Church of Scotland abgespalten hatte, gab es einen starken Drang, in einem neuen Land etwas Neues aufzubauen und freiheitlicher leben zu können. 1843 verließ so ein Drittel der Gläubigen die traditionelle Kirche Schottlands. Hinzu kamen schottische Auswanderer, die aus wirtschaftlichen Gründen in der Landwirtschaft und Viehzucht in dem "gelobten Land" einen Neuanfang machen wollten. Landschaftlich muss es wohl eine große Ähnlichkeit mit Schottland haben, und die Schotten waren froh, dort eine neue Heimat gefunden zu haben. Ich finde es sehr lustig, dass sie versucht haben, ihre Siedlungen so aussehen zu lassen, wie in Schottland. Sogar Burgen und Schlösser haben sie dort nachgebaut.

    Soweit etwas zu der Geschichte der Stadt. Vielleicht
    ist es der alte Traum von Freiheit und Frieden, der diese Stadt und diese Menschen dort immer noch so freundlich und offen sein lässt. Selten habe ich mich sofort am ersten Tag in einer fremden Stadt so gut aufgenommen gefühlt. Alle Menschen waren sehr freundlich und offen. Man sprach uns an, stellte Fragen und wünschten uns ein viel Freude. Auch die Einheimischen untereinander gingen sehr herzlich miteinander um. In den Kneipen, Bars und Restaurants mischten sich wie selbstverständlich Fremde und Einheimische an den Tischen. Es wurden viele Gespräche geführt und viel gelacht.

    Auf den Ogtagon, dem zentralen Platz der Stadt, war zu Silvester eine Bühne aufgebaut. Dort spielten verschiedene Bands und viele tanzten dort. Junge, Alte, Einheimische und Gäste. Ohne Scheu tanzten dort alle miteinander. Manchmal entstanden Gruppentänze von Menschen, die sich vorher noch nicht kannten. Ich war fasziniert.
    Wir feierten dort den Jahreswechsel und er wurde zu etwas ganz Besonderem. Ein unvergessliches Erlebnis.
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