Rund 24 Stunden dauert der Flug nach Neuseeland, über 18000 Flugkilometer werden dabei von Düsseldorf nach Auckland zurückgelegt um das entfernte Land der Maori, Kiwis und Hobbits zu besuchen. Unser Abenteuer beginnt.
  • Day43

    Moeraki Boulders

    January 12 in New Zealand ⋅ ☀️ 23 °C

    Einfach nur schön geheimnisvoll. Auch wenn viele Touristen hier her fahren, um sie zu sehen und zu fotografieren. Diese Kugeln gibt es noch an vielen anderen Stellen in Neuseeland. Einige bis zu einem Durchmesser von 3 m. Aber man findet sie auch an anderen vielen Orten in der Welt. Etwas verwitterte, bis zu 6 m große Kugeln befinden sich um Beispiel bei Rock City im Ottawa County in Kansas.

    Nach Legenden ortsansässiger Māori sind die Boulders Reste von Aalkörben, Flaschenkürbissen und Süßkartoffeln, die von dem Wrack des legendären Kanus Arai-te-uru an die Küste gespült wurden. Nach diesen Legenden sind die Klippen, die sich von Shag Point ins Meer erstrecken, der versteinerte Rest des Bootskörpers und ein nahe gelegener Felsvorsprung der Körper des Kapitäns.
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  • Explore, what other travelers do in:
  • Day39

    Christchurch

    January 8 in New Zealand ⋅ ☀️ 25 °C

    In Christchurch hatten wir drei Übernachtungen geplant. Einmal um uns die Stadt mal etwas länger anzuschauen und zum anderen wollten wir einen geführten Ausflug zum Arthur Pass machen.
    Christchurch hat einiges zu bieten und ist bekannt für sein englisches Flair. Durch das Stadtzentrum schlängelt sich der Fluss Avon, auf dem flache Stechkähne, sogenannte "Punts", dahingleiten. Und so langsam wie der Fluß durch die Parkanlagen fließt, so langsam und gleichmässig scheint auch das Leben in Christchurch dahin zu fließen. Überall gab es Menschen, die unter den riesigen Bäumen ein Buch lasen, mit ihren Kindern spielten oder einfach nur dort saßen und den lieben Gott einen guten Mann sein ließen.
    Mich beeindruckte die Aufgeräumtheit. Obwohl sehr viele Familien und Gruppen junger Menschen ihre Freizeit im weitläufigem Hagley Park verbrachten und einige kistenweise Essen und Trinken mit hatten, lag hier nirgendwo Müll herum. Sie nahmen ihren Müll einfach wieder mit. Wieso geht das hier und bei uns nicht. Es gab dort im Park einen sehr weitläufigen und abwechslungsreichen Spielplatz und ein öffentliches Schwimmbad. Dieses Schwimmbad war frei zugänglich für jedermann. Die Umkleidekabinen standen frei im Park mit Toiletten. Auch hier war alles in bester Ordnung und sauber, besser als so manche Umkleide und Toilette in unseren Schulsporthallen. Und dies ohne das jemand Aufsicht führt. Irgend etwas machen wir falsch.
    Nur über den Botanischen Garten musste ich dann doch etwas lächeln.
    Da haben sie so eine beeindruckende Natur ringsum. Urwälder, Regenwälder, Sumpfgebiete, mediterrane Küstenstreifen, und dann versuchen sie das in Gewächshäuser nachzuahmen. Diese Gewächshäuser sind wirklich nicht gut gelungen und nur ein jämmerlicher Abdruck. Da ist das Dschungelhaus im Kölner Zoo eine Eins gegen. Nunja, ich bin ja nicht wegen dem Botanischen Garten in Christchurch. Urwald und Regenwald Wanderungen hatte ich ja schon zu genüge.

    2010 und 2011 wurden zahlreiche historische Steingebäude der Stadt durch Erdbeben zerstört. Leider sieht man dies noch immer. Der Wiederaufbau geht aber weiter. Das schwierige ist die Rekonstruktion von vielen alten Gebäuden. Christchurch, wie es Bewohner und Touristen vor den Erdbeben kannten und liebten, gibt es nicht mehr. Eine neue City wird entstehen – die Herausforderung ist gigantisch und kostet viel Geld, Kraft, Mut und Geduld. Aber die Neuseeländer sind kreativ.

    Ein Beispiel ihrer Kreativität, Improvisationskunst und den Willen, die Stadt wieder lebenswert zu machen, verkörpert die im Oktober 2011 eingeweihte Fußgängerzone Re:Start Mall. Es ist die ehemalige Einkaufsstraße Cashel Mall, die anfangs zur Red Zone gehörte. Bevor hier neu gebaut werden kann, verwirklichte man eine geniale Idee: Farbige Schiffscontainer, teils aufeinandergestellt, ersetzen zunächst die geplanten Gebäude.

    In den Containern sind neben Geschäften auch Banken, ein Postamt und Cafés untergebracht. Rundherum Blumen und viel Grün, Straßenmusiker und Imbissstände. Shopping und Kaffeetrinken in Schiffscontainern – das ist schon ziemlich einzigartig.

    An der Re:Start Mall öffnete im Februar 2013 das Museum Quake City seine Pforten. Eine sehenswerte Dokumentation der Erdbeben 2010/11 mit Fotos, Videos, Informationstafeln und Ausstellungsobjekten.
    Wir sind nur vorbei geschlendert und ich habe mich über die bunten Schiffscontainer in der Stadt gewundert. Nun weiß ich, was es damit auf sich hat. Zu den High Lights der Stadt kommt man am besten mit der alten Tram. Sie fährt einen Rundkurs und kommt an allem Wesentlichen vorbei. Herbert und ich wollten aber lieber gehen, so sind wir einfach den Schienen nachgelaufen und haben so alles in unserem Tempo anschauen und genießen können.
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  • Day35

    Arthur Pass

    January 4 in New Zealand ⋅ ⛅ 16 °C

    Eine der schönsten Eisenbahnstrecken weltweit, unter den besten 10. So war die Werbung im Internet und viele Gäste bestätigten es bei Tripvisitor. Also buchten wir von Christchurch aus einen Tagesausflug. Zuerst mit der Eisenbahn mit offenen Wagons zum Arthur Pass. Nun, es gab ein paar schöne Momente. Aber es riss mich nicht vom Hocker. Die spektakuläre Schlucht war ein Schlüchtchen, viele Tunnel, wenn die Bergwelt interessant wurde, und die Brücken hatten Geländer, also auch keine Blicke in die Tiefe. Schade.
    Am Arthur Pass wurden wir dann abgeholt mit einem Kleinbus. Der Guide fuhr und erzählte. Dort oben gibt es die Daw Falls. Ein lohnender Spaziergang, ca 20-30 min. Wir fuhren vorbei mit den Worten, „This waterfall is worth to see. It’s fall.....“
    Also, er ist 76 Meter hoch und ziemlich gewaltig. Er zeigte aus dem Bus in die Richtung und ja, man konnte im vorbeifahren ein Blick darauf werfen. In der Ferne war er
    zu erkennen. Unbeirrt fuhr er weiter zu einem tollen Aussichtspunkt. Neugierig kletterten wir aus dem Bus, gingen zum Geländer und schauten in die spektakuläre....
    Nein wir schauten zwar in die Tiefe, aber nur auf eine Autobrücke. Die Neuseeländer sind wohl sehr stolz auf diese Brücke. Ja tatsächlich, man kann aus beiden Richtungen gleichzeitig über die Brücke fahren. Und ja, es hat jede Richtung eine eigene Spur. Tolle Brücke, die muss man einfach gesehen haben. Sie hat wirklich einen Aussichtspunkt verdient. 😉

    Aussichtspunkte anlegen, das können die Neuseeländer. Meistens sind sie schon früh ausgeschildert. „In 3 km auf der linlen Seite schöner Ausblick“ so oder so ähnlich beschriftet stehen die braunen Schilder am Straßenrand. Breite Ausfahrt und Einfahrt, Parkplätze sogar für Wohnmobile.

    Ja echt vorbildlich, nur an den falschen Stellen. Oft sind wir eine super schöne Strecke mit wirklich schönen Aussichten entlang gefahren. Wir riefen im Duett ah und oh, aber leider konnten wir nirgendwo anhalten oder abfahren. Und kam dann endlich eine Aussichtstelle, dann gab es aber nichts zu sehen. Einmal schauten wir auf ein Gestrüpp, oder standen vor einer Kuhweide. Oder wie jetzt, gab es nur eine Autobrücke zu bestaunen.

    Also stiegen wir wieder in den Bus. Nun soll es in einem Restaurant ein typisch neuseeländisches Essen geben auf einer typisch neuseeländischen Hochalm.
    Ich weiß bis heute noch nicht, was das war. Vielleicht typisch neuseeländischer Humor? Es war keine Hochalm, aber ein Hotel mit Restaurant. Hm, so nannte es sich auf jedenfall. Von außen sah es schon so aus, als würde die Bude beim nächsten Windhauch auseinander fliegen. Auf dem Dach saß der hässliche Wicht mit dem Ring von den Hobbits. Jede Menge Tierschädel und kaputte Wagenräder, alte Kutschen und Merlin und .... was für ein durcheinander. Aber das schlimmste kommt noch, der Innenbereich ähnelte einer Rumpelkammer. Nein, nicht einem gepflegten Sammelsurium von Sammlerstücken, sondern wirklich altes, verstaubtes Zeug. Zugegeben, einige Stücke waren interessant. So zum Beispiel die Toilettenschüsseln im Flur. Dort lag auch schmutzige Wäsche herum. Das Essen war lieblos und ziemlich chaotisch auf dem Teller angerichtet. Und ja, wir konnten es essen ohne Durchfall zu bekommen. Aber das war es auch schon. So fuhren wir weiter an tollen Aussichten und Einblicken vorbei und hielten noch ein paar mal an seltsamen Aussichtspunkten.

    Es wurde aber besser. Am Castel Hill war unser nächster Stopp.
    Seinen Namen bekam der Hügel wegen seiner großen Anzahl von unterschiedlich großen in der Gegend verstreut liegenden Felsblöcken aus Kalkstein. Diese erinnern entfernt an eine alte, heruntergekommene Burg. Große Teile der ehemaligen Christchurch Cathedral in Christchurch bestanden aus Kalksteinen des Castle Hills.

    Im Jahr 2002 bezeichnete Tendzin Gyatsho, der 14. Dalai Lama, den Castle Hill als ein "Spirituelles Zentrum des Universums". Der Castle Hill selbst ist eines der wichtigsten Zentren der neuseeländischen Kletterszene. Des Weiteren bieten sich die zahllosen unterschiedlich großen Kalkblöcke äußerst gut zum Bouldern an. Also hier wäre ich gerne etwas länger geblieben.
    In der letzten Zeit verzeichnet das Gebiet zusätzliche Touristenbesuche, da Teile des Films „Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia“ in der Nähe gedreht wurden.
    Es werden hier Reisen angeboten, die nur Drehorte von diversen Filmen besuchen. Überall stolpert man über Herr der Ringe, Hobbits oder Narnia.
    Es ging weiter zu einer Schlucht. Hier erwartete uns ein Abenteuer der nassen Art. Wir fuhren Jetboot. Das besondere, unser Fahrer drehte zwischen den Felsen das Boot um 360 Grad. Ein komisches Gefühl mit einem Affenzahn die Felsen auf sich zu kommen zu sehen. Ich habe versucht Bilder zu machen. Das ist mir aber leider nicht gelungen, an einer etwas ruhigeren Stelle konnte Herbert ein Kurzvideo drehen. Wenn ich mal wieder zu niedrigen Blutdruck habe, schaue ich es mir an. Ich glaube, danach geht es dem Kreislauf wieder gut.
    Ziemlich viel für einen Tag, aber er war noch nicht zu Ende.
    „Come back Jack“
    Wer ist Jack? Jack ist ein Hütehund der darauf abgerichtet wurde, die Schafe zu den Hirten zu treiben. Was aber erstmal richtig schief ging. 😂.Als er auf die Schafe zustürzte liefen sie erst mal alle auseinander und weg. Dann waren alle erst mal verschwunden, Schafe und Hund. Der Hirt rief „ come back Jack“ und nichts geschah.
    Irgendwann aber kam die Herde Schafe angerast, auf den Hirten zu und der Hund hielt sie im Zaun. Sehr beeindruckend. Auch die Schur der Schafe war interessant, eigentlich wollte Herbert es auch mal versuchen. Aber er zweifelte, ob es nicht doch für das Schaf eine Tortur war und lies es zum Wohle des Schafes bleiben.
    Es war ein Ausflug nur mit Startschwierigkeiten. Trotzdem würde ich diesen Ausflug so aber nicht mehr buchen. Auf eigene Faust, wäre für uns besser gewesen.
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  • Day32

    Otago

    January 1 in New Zealand ⋅ ☁️ 20 °C

    Die Otago Peninsula ist vor ca. 13 Millionen Jahren aus einem Vulkan entstanden. Der Vulkan bildete sich aus dem Meer heraus, direkt an der Küste der damals noch flachen Landschaft. Nach und nach brachen die Reste von dem Krater ab und es entstand die teilweise sanfte und schroffe Landschaftsform, wie sie heute ist. Ursprünglich war es eine Insel, allerdings versandete ein Teil und verband sich mit dem "Festland". Heute befindet sich genau an dieser Stelle das Stadtzentrum von Dunedin.

    Wir gingen in einer kleinen Gruppe zu 6 Personen mit einem jungen Maori. Er begrüßte uns stolz in seiner alten Sprache und erzählte uns auch gleich etwas in dieser für uns fremden Sprache über das Stück Land, auf dem wir uns befanden.
    Nun ich verstand gar nichts und schaute ihn etwa ratlos an. Andere lachten etwas verlegen. Er lachte auch und begann nochmal von vorn in Englisch. Er erzählte von den Maori. Man fand Überresten aus Erdöfen in der großen Sandbucht Okia Flat. Dies belegt, dass hier Māori gesiedelt haben. James Cook fuhr ca. 1770 diese Küste entlang. Er berichtete von den vielen Robben und Walen, die dort zu finden seien. Das rief erstmal 🐳 Walfänger zu der Halbinsel. Mit der Landung der ersten schottischen Siedler kam der Wendepunkt. Die Walfangzeit wich der organisierten Besiedlung.
    Bis dahin lebten die Maoris auf dieser Halbinsel. Allerdings nicht friedlich. Mit der Ankunft der Europäer kamen für die Māori auch eingeschleppte Krankheiten und Siechtum, wodurch die ohnehin schon durch Stammesfehden dezimierte Bevölkerung weiter abnahm. Um 1848 herum zählten die Einwohner der Māori-Siedlung Otakau noch etwas über 100 Einwohner. Als Thomas Burns 1848 sie nach seiner Ankunft in ihrer Siedlung Ōtākou besuchte, war er über die Lebensverhältnisse, die dort herrschten erschüttert. Von nun an sollten sich die Lebensbedingungen der maorischen Bevölkerung in diesem Gebiet etwas bessern.

    Aber mit den Schotten kam auch die Landwirtschaft. Damit ergaben sich dramatische Veränderungen für die Tier- und Pflanzenwelt der Otago Peninsula. Wenn auch die Geländestruktur im Wesentlichen unverändert blieb, so wurde doch der Urwald und die Buschlandschaft für die Rinderzucht und Milchwirtschaft gerodet, wo es möglich und wirtschaftlich erschien. Bäume, Büsche und einheimische Pflanzen fielen der Pflanzung exotischer Graslandschaften zum Opfer.
    Nach der Jahrhundertwende (1900) bekam die Otago Peninsula mehr und mehr Besuch von Erholungs- und Freizeitsuchenden. Sie wurde zu einem wichtigen Naherholungsgebiet für Dunedin.
    Um 1914 setzte der Wandel von der Milchwirtschaft zu Schafzucht ein, was mehr Geld einbrachte.
    Und damit kam dann ein Schäfer ins Spiel, der feststellte, dass die Anzahl der Pinguine immer mehr abnahm. Er beobachtete die Tiere in ihrem Verhalten und stellte fest, dass durch die Rodung und die Viehweiden der natürliche Lebensraum für die Gelbaugen Pinguine 🐧 immer mehr eingeschränkt wurde. Er begann, das Verhalten der Tiere noch mehr zu studieren und schuf dann nach und nach neue Pinguin Landschaften. Das ist bis heute so geblieben. So siedelten sich wieder Robben an und sogar der Königs Albatross begann dort zu brüten. Heute ist Otago die einzige Brutstätte von Königs Albatrosse auf einem Festland.

    Die bis zu 60 cm großen Gelbaugen Pinguine wurden als gefährdete Tierart eingestuft und an der Küste der Otago Peninsula besonders geschützt. Besucher können über geführte Touren und in Unterständen versteckt den Tieren sehr nahe kommen ohne sie zu belästigen.

    Mich überraschte, dass diese Tiere nicht auf Felsen leben und nisten, sondern im Wald. Sie brauchen Wald und Busch für ihre Nisthöhlen. Wer hätte das gedacht. Der junge Maori hilft mit, diese Tierart zu erhalten und pflegt kranke oder verletzte Pinguine wieder gesund, bis man sie wieder auswildern kann.

    Randbemerkung: Ein Schotte hat in der Nähe auch ein Schloss gebaut.
    Larnach Castle, erbaut 1871 von dem Bankier und Politiker William Larnach. Es wird gern als das einzige Schloss Neuseelands bezeichnet. 200 Arbeiter waren 3 Jahre damit beschäftigt den Kern des Gebäudes zu errichten. Europäische Handwerker benötigten weitere 12 Jahre für den Innenausbau, bei dem die unterschiedlichsten Materialien aus vielen europäischen Ländern zum Einsatz kamen. Er ruinierte sich und nahm sich auf diesem 🏰 auch das Leben.
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  • Day31

    Dunedin

    December 31, 2018 in New Zealand ⋅ ⛅ 15 °C

    Eingerahmt von einer Hügelkette liegt der Stadtkern direkt am Pazifischen Ozean und am Otago Harbour, einem Naturhafen. Dieser heutige Naturhafen entstand durch das zusammenbrechen des Vulkans. Der Kraterrand brach ein und damit konnte das Meerwasser einfließen. Es entstand eine rauche Küste, an der sich Robben, Pinguine und Wasservögel niederließen. Der Pazifik ist an dieser Stelle sehr tief. Durch günstige Strömungen von kalten und warmen Wasser wird viel Plankton und ähnliches aus der Tiefe aufgewirbelt, die idealen Bedingungen für Wale. Dies rief in frühen Jahren Robben und Walfänger zu diesem Ort.

    Erst später als die ersten zwei schottischen Schiffe mit ca. 300 Menschen dort an Land kamen um es zu besiedeln, wurde die Wal- und Robbenjagd eingeschränkt.
    Nachdem sich in Schottland die Free Church of Scotland wegen ihrer streng calvinistischen Haltung von der Church of Scotland abgespalten hatte, gab es einen starken Drang, in einem neuen Land etwas Neues aufzubauen und freiheitlicher leben zu können. 1843 verließ so ein Drittel der Gläubigen die traditionelle Kirche Schottlands. Hinzu kamen schottische Auswanderer, die aus wirtschaftlichen Gründen in der Landwirtschaft und Viehzucht in dem "gelobten Land" einen Neuanfang machen wollten. Landschaftlich muss es wohl eine große Ähnlichkeit mit Schottland haben, und die Schotten waren froh, dort eine neue Heimat gefunden zu haben. Ich finde es sehr lustig, dass sie versucht haben, ihre Siedlungen so aussehen zu lassen, wie in Schottland. Sogar Burgen und Schlösser haben sie dort nachgebaut.

    Soweit etwas zu der Geschichte der Stadt. Vielleicht
    ist es der alte Traum von Freiheit und Frieden, der diese Stadt und diese Menschen dort immer noch so freundlich und offen sein lässt. Selten habe ich mich sofort am ersten Tag in einer fremden Stadt so gut aufgenommen gefühlt. Alle Menschen waren sehr freundlich und offen. Man sprach uns an, stellte Fragen und wünschten uns ein viel Freude. Auch die Einheimischen untereinander gingen sehr herzlich miteinander um. In den Kneipen, Bars und Restaurants mischten sich wie selbstverständlich Fremde und Einheimische an den Tischen. Es wurden viele Gespräche geführt und viel gelacht.

    Auf den Ogtagon, dem zentralen Platz der Stadt, war zu Silvester eine Bühne aufgebaut. Dort spielten verschiedene Bands und viele tanzten dort. Junge, Alte, Einheimische und Gäste. Ohne Scheu tanzten dort alle miteinander. Manchmal entstanden Gruppentänze von Menschen, die sich vorher noch nicht kannten. Ich war fasziniert.
    Wir feierten dort den Jahreswechsel und er wurde zu etwas ganz Besonderem. Ein unvergessliches Erlebnis.
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  • Day29

    Queenstown

    December 29, 2018 in New Zealand ⋅ ☁️ 24 °C

    Für alle die Adrenalin brauchen um glücklich zu sein, die beste Stadt der Welt. Eigentlich wollte ich dort Skydriven und eine Zipping Tour machen. Mir ist aber die Lust vergangen. Überall lange Schlangen zum Anstehen. Erst um Tickets zu kaufen und dann noch einmal, um zu den Attraktionen zu kommen und dann noch einmal für die eigentliche Attraktion. Ich dachte zuerst, ich bin wieder in China. Es scheint das Phantasialand für Chinesen zu sein. Nach den ganzen Wochen Natur, Ruhe und einsame Wanderungen, war dies einfach zuviel für meine Sinne. Reizüberflutung nennt man dies wohl. Fluchtartig haben wir diese Stadt wieder verlassen. Später haben wir aber gehört, dass Queenstown in den frühen Morgenstunden wohl eine schöne Stadt sein soll. Nun, sie liegt sehr schön in einem Talkessel am Ufer des Lake Wakatipu am Fuße der spektakulären südlichen Alpen. Die Region ist ein berühmtes Abenteuersportzentrum und eignet sich auch als Ausgangspunkt zur Erkundung der Weingüter und historischen Bergbauorte in der Umgebung. Das Freizeitangebot reicht vom Bungeespringen von der Kawarau Gorge Suspension Bridge bis zum Jetbootfahren auf den Flüssen Shotover und Dart. Im Winter ist es dann ein Wintersportgebiet.Read more

  • Day29

    Lieblingsvogel Tui

    December 29, 2018 in New Zealand ⋅ 🌧 18 °C

    Ich versuche schon seit Tagen einen Tui zu fotografieren. Diese Vögel sind der Wahnsinn. Ich könnte mich total über sie kaputt lachen. Wenn du im Wald bist und andauernd ein Handy klingelt, aber außer Dir ist niemand da, dann schau dich nach einem Tui um.
    Das Lied des Tuis ist sehr vielseitig und kann aus ganz verschiedenen Lauten bestehen: Von Flöten, über Schnarren und Knacken kann alles dabei sein. Je nach Region gibt es sogar verschiedene Tui-Dialekte: Ein Northland-Tui klingt anders als ein Wellington-Tui. Ich finde das sehr lustig! Die eindrucksvolle Vielseitigkeit an Lauten und Tönen liegt vielleicht auch daran, dass der Tui ein sehr intelligenter Vogel ist. In der Natur schnappen Tuis andere Vogellieder oder Geräusche aus ihrer Umgebung auf und kopieren sie! Er könnte zum Beispiel das Lied der Amsel nachmachen. Ein Austauschschüler erzählte von einem Tui im Garten seiner Gastfamilie in Auckland. Dieser Vogel konnte zum Beispiel täuschend echt die Auto-Alarmanlage des Nachbarn nachmachen. Auf einem Campingplatz hat mich ein TUI fast verrückt gemacht, weil er das Geräusch vom Auslöser von Kameras nachmachte. Ich suchte lange nach dem Menschen, der ganz in der Nähe Fotos machte. Es war aber nur ein Vogel in der Nähe. Oder nach der ersten Nacht im Urwald, suchte ich nach jemanden, der so nervend pfiff, wie jemand, der jemanden nachpfeift. Erst vorgestern zeigten sich mir drei Tuis. Nah genug, um sie genau zu sehen und zu hören, aber zu weit für meine Handykamera. Sie sangen gemeinsam, nicht ganz, sie sangen gleichzeitig, nur jeder was anderes. 😂. Sie erinnern mich an Chinesen, die ich in einem Park in Peking beobachtete. Es war eine Gruppe Chinesen, die sich dort trafen, um gemeinsam zu singen. Ich wartete gespannt, bis sie sich aufgestellt hatten. Und dann sangen sie gleichzeitig los. Nur jeder etwas anderes. Nicht nur im Text, soweit ich es beurteilen kann, sondern auch in der Melodie. Ich wunderte mich darüber sehr. Später habe ich gehört, dass es darin liegt, dass sich niemand unterordnen will und so jeder eben gerade das singt, was ihm so einfällt. Wenn man in ein chinesisches Kloster oder Gebetshaus geht, ist es genauso. Jeder/Jede singt was anderes. Stellt euch das mal vor, in Deutschland singt ein Chor und jedes Mitglied singt gerade das, was ihm einfällt. Oder im Gottesdienst. 😂😂😂. Zurück zu den Tuis. Ich finde diesen Vogel einfach sehr interessant. Hier erstmal ein Foto aus dem Internet, sobald ich selber ein schönes gemacht habe, wird es ausgetauscht.Read more

  • Day28

    Der Weg ist das Ziel

    December 28, 2018 in New Zealand ⋅ ⛅ 12 °C

    Der Weg ist das Ziel. Wenn das nicht zu unserem Tag paßt, dann weiß ich es nicht. Wir sind heute nicht ganz 300 km gefahren. Und haben beeindruckende Stopps eingelegt. Unser Ziel war Wanaka und wir nahmen den Haast Pass. Er ist identisch mit einem großem Teil der Highway 6.
    Der Haast Pass wurde erst 1965 für den öffentlichen Verkehr freigegeben. Er folgt einem bereits von den Māori genutzten Weg an die Westküste, den diese zum Transport von Jade (Greenstone, Grüner Nephrit) benutzten.
    Er ist nach Julius von Haast benannt, welcher ihn als erster Europäer bezwang. Aber wer denkt, dass man bei einem Pass hoch hinaus muss, der irrt. Wir warteten die ganze Zeit auf enge Serpentinen und tolle Ausblicke aus einer bemerkenswerter Höhe. Doch wir warteten vergeblich. Das einzige was wirklich eng war, waren mal wieder die Brücken. Aber der Pass hat trotzdem einiges zu bieten. Überall gab es Parkplätze, von wo aus man Wanderwege zu Wasserfällen gehen konnte. Auch während der Fahrt sah man überall Wasser von den Bergen stürzen. Die Flüsse hatten eine Farbe, wie ich es nur von Filmen in der Karibik oder der Südsee kenne. Es war von tiefen grün - blau oder Türkis. Dazu die hellen Felswände. Jeder Stopp hat sich gelohnt. So brauchten wir 4 Stunden länger für den Weg, als uns das Navi ansagte.
    In Wanaka angekommen machten wir einfach mal einen Tag Wanderpause. Wir genossen den nächsten Tag, einfach mal zum bummeln, shoppen und für das Strandleben an einem wunderschönen See. Der Wanaka See ist über 40 km lang und bietet fast alles, was es so an Wassersport gibt. Aber es leben so gut wie keine Menschen am See. Nur an einem Ende gibt es eine kleine Stadt, die sich zu einem beliebten Ferien- und Partyort entwickelt hat. Wanaka hat den Ruf, dass kleine Queenstown zu sein.
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  • Day26

    Westland Tai Poutini National Park

    December 26, 2018 in New Zealand ⋅ ☀️ 17 °C

    Nachdem wir gestern am Franz Josef Gletscher waren, sind wir gleich zum Fox Gletscher weiter gefahren. Dort hatten wir auch unseren Campingplatz für zwei Nächte gebucht.
    Wir stellten uns den Wecker auf 6:00 h morgens. Wir wollten zum „Lake Matheson“. So früh wie möglich wollten wir dort hin. Dann ist die Luft am klarsten und die Spiegelung der Berge im See perfekt.
    Um sechs Uhr ging dann auch unser Wecker. Leider spielte das Wetter nicht mit. Die Berge waren voller Wolken und hinter dichtem Nebel versteckt. Spiegelung war also nicht.
    Also sind wir gleich zur Galeay Beach gefahren. Den hatte ich eh auf dem Plan. Die Straße hörte wieder irgendwann einfach auf Straße zu sein. Nach Meinung der Neuseeländer ist das auch eine Straße. Wir würden dies eine Schotterstrecke nennen oder einen Wanderweg. Die Straße hatte sogar einen Namen. Gillesspies Beach Road.
    Nun denn, wir fuhren mal wieder einen Weg ins Ungewisse und hofften, dass uns bloß niemand entgegen kommen würde. Zwei Wohnmobile nebeneinander geht gar nicht. So dachten wir, aber es ging. Spiegel an Spiegel und beide fast im Graben, aber es funktionierte.
    Man sehe und staune. Nach ca. 12 km Schotterpiste kam dann das Schild, Car and Camping Park. Also diese Straße war wirklich zum Befahren gedacht. Wir fuhren also auf dem Parkplatz und waren sofort irritiert. Da liefen viele Menschen bis zur Unkenntlichkeit vermummt herum. Ist es hier so kalt? Wir stiegen aus und fanden es angenehm warm. Aber warum waren diese Leute so dick angezogen und hatten zum Teil auch das Gesicht verdeckt? Die Antwort kam dann sofort. Sie alle hatten hier frei gecampt und sind in der Nacht von Sandflys überfallen worden.
    Wer keine Sandflys kennt, darf sich glücklich schätzen. Sie stechen schlimmer als Mücken und sind kleiner als Sandkörner. Man sollte sich auf keinen Fall kratzen, wenn man gestochen wurde. Sobald man sich kratzt wird es schlimmer und es entstehen heftige Entzündungen und Abszesse.
    Tja, noch während die Camper uns erklärten, was los war, wurden auch wir schon zu Opfern. So schnell wie möglich stürzten wir wieder in unser Wohnmobil und zogen unsere mückenfeste Kleidung an. Aber das Parkplatz Abenteuer war noch nicht zu Ende. Auf einmal würde es richtig lebhaft im Freedom Camp. Einige liefen laut schimpfend herum, andere nahmen es mit Humor und lachten laut. Aber jeder schaute hektisch nach seinen Sachen.
    Die Wasserschläuche waren zerfetzt, die Stoffe der Campingstühle auseinander gerissen, Gummidichtung an den Scheiben und Türen der Auto und Wohnmobile herausgeholt. Tja, diese armen Camper sind nicht nur von Sandfliegen überfallen worden, sondern auch noch von einem Schwarm Keas.
    Denn neben der berüchtigten Sandfly und dem Possum gibt es noch ein drittes Tier, dass sowohl bei Neuseeländern als auch bei Touristen sehr unbeliebt ist: Der Kea. Dabei hätte der Papagei eigentlich gute Chancen, eines der beliebtesten Tiere überhaupt zu sein, ja sogar dem Kiwi seinen Status als Wahrzeichen des Landes streitig zu machen.
    Ich schreibe mal kurz, was ich über den Kea erfahren habe.

    Der Kea ist eine höchst intelligente Papageienart, die in Neuseelands Hochgebirgen auf der Südinsel, wie zum Beispiel dem Arthurs Pass National Park, beheimatet ist. Sie sind überaus elegante Flieger und haben ein wunderschönes glänzend-grünes Gefieder mit roten Federn und Krallen. Sie haben ebenso einen kräftigen Schnabel und scharfe Krallen. Zudem sind sie unglaublich neugierig und zutraulich. Alles was potenziell essbar ist, wird aufs Genaueste untersucht.

    Diese Neugier, manche könnte sie schon Boshaftigkeit nennen, ist es nun, was seit Jahrzehnten zum Konflikt mit den menschlichen Bewohnern und Besuchern Neuseelands führt. Früher wurden Keas vor allem von Farmern gejagt, da sie sich auf lebende Schafe gesetzt und ihnen mit ihren Schnäbeln den Rücken blutig gehackt haben, um an deren Fleisch zu kommen. Die verwundeten Schafe starben dann oft an einer Infektion der Wunden. Damals war sogar eine Prämie auf erlegte Keas ausgesetzt, so sehr wurden sie als Schädlinge wahrgenommen. Mittlerweile gelten Keas als eine gefährdete Art und stehen seit 1986 unter Naturschutz, Es gibt landesweit noch etwa 5.000 der Vögel.

    Das hält die Papageien selbstverständlich nicht davon ab, weitere Untaten zu begehen. Augenzeugen und Videoaufnahmen erzählen, wie einzelne oder auch mehrere Keas Rucksäcke öffnen, um nach Essbarem zu suchen, Brieftaschen und Pässe klauen, Motorradsitze bis zur Unkenntlichkeit zerpflücken oder auch einfach ganze Autos auseinander nehmen. Auf einem der aufgenommenen und ins Netz gestellten Videos sieht man einen Kea, der Leitkegel auf einer Straße verschiebt. Einigen Experten zufolge ein kalkulierter Schritt, um Autos anzuhalten und um Essbares zu betteln. Ein Wanderweg im Arthurs Pass National Park musste sogar zwischenzeitlich geschlossen werden, da ein Kea die vorbeikommenden Wanderer mit Steinen bewarf.
    Zur Zeit läuft ein Versuchsprojekt, um die schlauen Vögel von den Touristen fern zu halten. Man hat Kea Spielplätze mit schwierigen und spaßigen Aufgaben entworfen und auch aufgestellt. Diese sollen die Papageien beschäftigen und von den Touristen ablenken. Mal sehen, ob die schlauen Vögel es nicht durchschauen und dann doch lieber Touristen und Einheimische ärgern.
    Es gibt noch viele Geschichten über diese schlauen Vögeln. Hier ist es aber genug.

    So gingen Herbert und ich mit guten Ratschlägen gerüstet unseren Weg.
    Wir suchten etwas Erholung von den schweißtreibenden Gipfelansteigen der steinigen Bergwelt und planten eine Wanderung entlang der herb-wilden Westküste.
    Wir wollten zum schwarzem Paradiesstrand zu einer Pelzrobbenkolonie. Zuerst noch von Sandfliegen verfolgt gingen wir am Strand entlang bis zu einem ziemlich breiten Fluss. Es war klar, den konnten wir nicht durchqueren, zu tief und die Strömung zu stark. Also gingen wir weiter bis zu einer Holzbrücke. Dummerweise war sie sehr baufällig und gesperrt. Wir berieten uns und entschieden dann gemeinsam, vorsichtig die Brücke zu überqueren. Wir gingen mit großem Abstand und nur auf den äußeren Brettränder auftretend. In der Mitte fehlte ein Stück Brücke, wir mussten etwas klettern. So kamen wir dann wieder in den Urwald. Eigentlich hatte ich genug vom Urwald, aber um zum Paradiesstrand zu kommen, nahm ich es in Kauf. Wir mußten wirklich gut aufpassen, rechts und links war es sehr sumpfig. Wir mußten umgefallene Bäume umklettern oder übersteigen, mehrere Wasserläufe durchschreiten. Es waren Baumriesen, die da lagen. Dieser Weg war schon lange keiner mehr gegangen. Aber es lohnte sich. Der Strand war phänomenal. Durch die kommende Flut, gab es ein Getöse und schöne Bilder. Sogar die Robben waren da. Allerdings im Wasser und nicht am Strand. Herbert und ich setzten uns auf einen hohen Felsen und beobachteten diese lustigen Tiere. Irgendwann mußten wir uns auf dem Rückweg machen, denn wir wollten nicht von der Flut festgesetzt werden.
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  • Day25

    Franz Josef Glacier

    December 25, 2018 in New Zealand ⋅ ☀️ 20 °C

    Wir sind die Strecke von den „Pancake Rocks“ fast durchgefahren. Es gab immer mal wieder kurze Stopps für Fotos von schönen Plätzen, aber diesmal wollten wir früh ankommen. Den Franz Josef wollten wir besuchen bevor wir unser Domizil auf Campingplatz am Fox Gletscher einrichteten. Die Franz Josef Gletscher Basic Town war leider zu. Wegen Weihnachten geschlossen. Also konnten wir uns keinen Guide für eine Gletscherbesteigung buchen.
    Aber vom Parkplatz aus ist die Wanderung zum Fuße des Franz Josef Gletschers ausgeschildert.
    Es geht zuerst durch den Regenwald. Ist es nicht krass, eine Wanderung machen zu können, die dich durch einen Urwald direkt hin zu einem Gletscher führt? Aber vermutlich schenken hier die meisten Touristen dem Regenwald wenig Bedeutung, sind doch alle wegen des Gletschers hierher gefahren.
    Nach einigen hundert Metern Regenwald treten wir hinaus in das helle Licht des Gletschertals. Was für eine grandiose Stimmung! Von den Seiten der Gebirgswände fallen kleine Wasserfälle herunter.
    Je weiter wir nach hinten ins Tal kommen, desto grauer wird es entlang des Weges. Die Gletschertal-Wanderung führt ganz gemächlich über die Gletscher-Moräne, die über und über mit Schuttablagerungen bedeckt ist – stets entlang des gewaltigen Flussbetts des Waiho Rivers.
    Entlang der Gletschertal-Wanderung finden sich immer wieder Markierungen, die anzeigen, bis wohin der Gletscher zu einer bestimmten Zeit gereicht hat. Ich finde es erschreckend, wie sehr sich der Gletscher zurück gezogen hat. Und wie die Abstände mit der Zeit immer länger wurden. Je länger ein Abschnitt, umso mehr ist der Gletscher geschmolzen. Der Gletscher fließt jeden Tag ca.1,50 m vorwärts. Also wer genug Zeit hat, hat gute Chancen, den Gletscher kalben zu sehen und zu hören. Ohne Guide sollte man nicht auf den Gletscher steigen. Vor ein paar Jahren haben dies einige junge Menschen versucht. Dabei sind zwei ums Leben gekommen, als der Gletscher an einer Stelle implodierte. So gerne ich den Gletscher ersteigen wollte, so richtig mit Seilschaft, Spikes und Eispickel, durch eine Eishöhle rutschen und durch Gletscherspalten klettern, aber der Respekt vor dieser Gewalt und dieser lebensfeindlichen Stück Natur, hielt uns davon ab, es ohne fachkundige Begleitung zu versuchen. Schließlich haben wir ja schon auf dem Dachsteingletscher gesehen, gehört und unter den Füßen gespürt, was für Kräfte freigesetzt werden, wenn der Gletscher bricht. Nach dieser eindrucksvollen Wanderung sind wir dann weiter zum Fox Gletscher. Wegen der Feiertage waren auch hier viele Touristen, aber keine Guides anzutreffen. Auch der Info-Shop und das Lebensmittelgeschäft hatten geschlossen. Gut, dass unser Kühlschrank noch gut gefüllt war.
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