Rund 24 Stunden dauert der Flug nach Neuseeland, über 18000 Flugkilometer werden dabei von Düsseldorf nach Auckland zurückgelegt um das entfernte Land der Maori, Kiwis und Hobbits zu besuchen. Unser Abenteuer beginnt.
  • Day43

    Moeraki Boulders

    January 12, 2019 in New Zealand ⋅ ☀️ 23 °C

    Einfach nur schön geheimnisvoll. Auch wenn viele Touristen hier her fahren, um sie zu sehen und zu fotografieren. Diese Kugeln gibt es noch an vielen anderen Stellen in Neuseeland. Einige bis zu einem Durchmesser von 3 m. Aber man findet sie auch an anderen vielen Orten in der Welt. Etwas verwitterte, bis zu 6 m große Kugeln befinden sich um Beispiel bei Rock City im Ottawa County in Kansas.

    Nach Legenden ortsansässiger Māori sind die Boulders Reste von Aalkörben, Flaschenkürbissen und Süßkartoffeln, die von dem Wrack des legendären Kanus Arai-te-uru an die Küste gespült wurden. Nach diesen Legenden sind die Klippen, die sich von Shag Point ins Meer erstrecken, der versteinerte Rest des Bootskörpers und ein nahe gelegener Felsvorsprung der Körper des Kapitäns.
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  • Explore, what other travelers do in:
  • Day42

    Ninety mile Beach

    January 11, 2019 in New Zealand ⋅ ⛅ 0 °C

    Obwohl er nur 55 Meilen lang ist, darf er den Namen 90-Meilen-Strand tragen. Er ist offizieller Highway und Teil des neuseeländischen Fernstraßennetzes. Normalerweise gilt auf den Highways die Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h. Dieser Strand ist der einzige Highway in Neuseeland der mit120 km/ h befahren werden darf. Allerdings wird ein 4-Rad-Antrieb dringend empfohlen. Mietwagen sind in der Regel nicht versichert, denn immer wieder bleiben Autofahrer im Sand stecken. Es ist ein Riesenproblem für die Betroffenen: Hier draußen funktioniert meist das Handy nicht und Abschleppdienste kommen nicht hierher. So versinken immer wieder Autos in den Fluten.
    Der Ninety Mile Beach ist ein Strand der Superlative: Am Längsten, am Windigsten, am Wildesten!
    Ich fand es beeindruckend, wie viele verschiedene Landschaften auf diesem kleinen Fleckchen Erde Platz finden. Steilküsten und Meer, karge Ödnis und neben saftigen Urwäldern, Weiden und Wüsten. In vielen Orten der Ost- und Westküste werden Bustouren ans Kap und an den Strand angeboten. Der Vorteil: Man bekommst wahnsinning viel zu sehen! Unterwegs wird Halt gemacht in abgelegenen Dörfchen, Buchten, und Kauri-Wäldern – Stationen, die man auf einem selbstgeplanten Trip eventuell nicht angesteuert hätte. Die Highlights: Eine Fahrt über den Ninety Mile Beach und Sandboarding auf den Te Paki Dünen! Unser Tourguide versorgte uns mit interessanten Infos zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten. Extras wie Leih-Sandboards und Pausensnacks sind im Preis häufig mit inbegriffen. Eine komplette Tagestour kostet um die 60$, je nach dem, wo und wie früh man bucht.
    Auf der lang gezogenen Halbinsel, dessen Spitze das Cape Reinga bildet, wirkt die Landschaft wild und karg. Dörfer gibt es hier so gut wie keine mehr. Ab und zu kommt man an einsam gelegenen Farmhäusern vorbei. Solarzellen auf dem Dach und Regenwassertanks verraten, dass sich die Menschen sich hier oben auf ein Leben abseits der Zivilisation eingestellt haben. Oft sind es die Maoris die hier leben und oft in Großfamilien. Die Familien sind hier Kinderreich. Unser Fahrer erzählt lachend, dass es wohl daran liegt, dass es hier kein Fernseher und kein Internet gibt. Was sollen sie sonst machen, außer Kinder.
    Die Kinder in dieser einsamen Gegend müssen wie alle Kinder zur Schule gehen. Dazu gibt es dort wo der Beach beginnt, eine Schule. Sie werden mit dem Bus abgeholt und wieder nach Hause gebracht. Aber weil die Farmen nicht unbedingt an der Highway liegen sind manche Kinder lange unterwegs. Viele verlassen ihr Zuhause schon früh am Morgen wenn es noch dunkel ist und kommen erst spät abends auch im Dunkeln nach Hause. Wenn sie Ferien haben oder Schulfrei, müssen sie auf den Farmen mitarbeiten und ihren Familien helfen. Unser Fahrer hat Maori und deutsche Wurzeln und kennt die meisten Familien in dieser Gegend. Wenn nicht gerade Ferien sind und er Tourguide ist, dann ist er Lehrer an dieser Schule.
    Also es scheint so, als ob ein Job nicht reicht. Aber er macht den Guide mit Herzblut und er erzählt und lacht sehr viel.
    Aber nicht überall bietet die Gegend einen schönen Anblick: Großflächig abgeholzte Flächen erinnern an die lange verschwundenen Kauriwälder, die einst fast die gesamte Nordinsel bedeckten. Und immer noch wird Kahlschlag betrieben. Wie große Wunden im Urwald wirken diese riesigen gerodeten Flächen. Ich mußte an meine Einreise denken und das Theater mit meinen Wanderschuhen und an den vielen Wanderschuh Desinfektion Stationen in und an den Urwälder um die riesigen Kauribäume vor Krankheiten zu schützen. Ein Widerspruch zu der Vernichtung ganzer Kauriwälder im großem Stil.
    Ein Highlight sind die wandernden Te-Paki-Sanddünen, von denen man herunter Surfen 🏄‍♀️ kann.
    Unser Fahrer erzählte , dass man mit etwas Glück die hier wild lebenden Pferde sehen kann. In diesem Augenblick zeigten sich ein paar Kühe, die sich wohl verlaufen hatten. Ich mußte lachen, aber die Kühe taten mir schon leid. Hoffentlich finden Sie den Weg wieder zur Herde. Wahrscheinlich sind sie den Te Paki Stream entlang gekommen. Er schlängelt sich an den Dünen vorbei über den Ninety Mile Beach zum Meer. Busse und Autos nutzen das Bachbett als Strandzufahrt, allerdings kann man hier auch toll spazieren gehen. Der Bach führt nur sehr wenig Wasser, sodass man wunderbar barfuß über den weichen Sand zum Strand wandern könnte. Vom Autoparkplatz bis zum Strand sind es zu Fuß etwa 40 Minuten. Naja überhaupt ist das Wandern entlang des Strandes sehr beliebt, viele Menschen laufen ihn über mehrere Tage in seiner ganzen Länge ab und campen abends in den Dünen.
    Am Kap angekommen, kann man auf einem der zwei Parkplätze parken. Ein befestigter Weg schlängelt sich durch die raue Küstenlandschaft bis zum weißen Leuchtturm an der Spitze des Cape Reinga. Einige knorrige Bäume trotzen dem unerbittlichen Seewind, ansonsten wächst hier nicht viel, außer Gräsern und Büschen. Die Küste fällt steil zum Meer hin ab, viele Meter unter und brechen sich die Wellen am felsigen Ufer.

    Wenn man ganz vorne am Leuchtturm stehst, hat man den nördlichsten begehbaren Punkt Neuseelands erreicht. Das gesamte Land liegt jetzt im Rücken und vor uns kommt nichts mehr als Meer.
    In der Verlängerung des Cape Reinga nach Norden vereinigen sich die westlich des Kaps liegende Tasmansee und der nördlich und östlich des Kaps erstreckenden Pazifische Ozean. Durch das zusammenkommen der beiden Meere und der Untiefe vor dem Cape sieht es so aus, als würde das Wasser sieden. Hier gibt es gefährliche Strömungen. Für die Māori treffen Te Tai o Rehua von Westen, das männliche Prinzip verkörpernd, auf Te Moana Nui a Kiwa von Osten, das weibliche Prinzip verkörpernd, am Cape Reinga aufeinander und symbolisieren damit die Entstehung des Lebens.

    In der Mythologie der Māori besitzt Cape Reinga eine besondere Bedeutung. Es wird erzählt, das über das Kap und der Untiefe davor die Seelen der Verstorbenen sich auf die Suche nach der Insel ihrer Urahnen begeben. Und von dort aus, noch einem letzten Blick zurück in Richtung Neuseeland machen um sich auf ihren letzten Weg nach Hawaiki,dem Ort ihrer Ahnen zu machen.

    Um die Bedeutung des Ortes für die Māori den Besuchern des Kaps zu verdeutlichen, wurde am Zugang zum Kap ein Eingangstor errichtet. Sobald ein Besucher den Eingang erreicht, ertönen mystische Klänge, die akustisch die Seelenwanderung verdeutlichen und den Ort für Besucher als einen heiligen Ort erkennbar machen sollen. Auf dem dann folgenden Weg zum Cape Reinga erklären weitere Info-Tafeln etwas zur Mythologie des Ortes und zur umgebenen Natur.

    Das Ende Neuseelands ist ein magischer Ort!
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  • Day39

    Christchurch

    January 8, 2019 in New Zealand ⋅ ☀️ 25 °C

    In Christchurch hatten wir drei Übernachtungen geplant. Einmal um uns die Stadt mal etwas länger anzuschauen und zum anderen wollten wir einen geführten Ausflug zum Arthur Pass machen.
    Christchurch hat einiges zu bieten und ist bekannt für sein englisches Flair. Durch das Stadtzentrum schlängelt sich der Fluss Avon, auf dem flache Stechkähne, sogenannte "Punts", dahingleiten. Und so langsam wie der Fluß durch die Parkanlagen fließt, so langsam und gleichmässig scheint auch das Leben in Christchurch dahin zu fließen. Überall gab es Menschen, die unter den riesigen Bäumen ein Buch lasen, mit ihren Kindern spielten oder einfach nur dort saßen und den lieben Gott einen guten Mann sein ließen.
    Mich beeindruckte die Aufgeräumtheit. Obwohl sehr viele Familien und Gruppen junger Menschen ihre Freizeit im weitläufigem Hagley Park verbrachten und einige kistenweise Essen und Trinken mit hatten, lag hier nirgendwo Müll herum. Sie nahmen ihren Müll einfach wieder mit. Wieso geht das hier und bei uns nicht. Es gab dort im Park einen sehr weitläufigen und abwechslungsreichen Spielplatz und ein öffentliches Schwimmbad. Dieses Schwimmbad war frei zugänglich für jedermann. Die Umkleidekabinen standen frei im Park mit Toiletten. Auch hier war alles in bester Ordnung und sauber, besser als so manche Umkleide und Toilette in unseren Schulsporthallen. Und dies ohne das jemand Aufsicht führt. Irgend etwas machen wir falsch.
    Nur über den Botanischen Garten musste ich dann doch etwas lächeln.
    Da haben sie so eine beeindruckende Natur ringsum. Urwälder, Regenwälder, Sumpfgebiete, mediterrane Küstenstreifen, und dann versuchen sie das in Gewächshäuser nachzuahmen. Diese Gewächshäuser sind wirklich nicht gut gelungen und nur ein jämmerlicher Abdruck. Da ist das Dschungelhaus im Kölner Zoo eine Eins gegen. Nunja, ich bin ja nicht wegen dem Botanischen Garten in Christchurch. Urwald und Regenwald Wanderungen hatte ich ja schon zu genüge.

    2010 und 2011 wurden zahlreiche historische Steingebäude der Stadt durch Erdbeben zerstört. Leider sieht man dies noch immer. Der Wiederaufbau geht aber weiter. Das schwierige ist die Rekonstruktion von vielen alten Gebäuden. Christchurch, wie es Bewohner und Touristen vor den Erdbeben kannten und liebten, gibt es nicht mehr. Eine neue City wird entstehen – die Herausforderung ist gigantisch und kostet viel Geld, Kraft, Mut und Geduld. Aber die Neuseeländer sind kreativ.

    Ein Beispiel ihrer Kreativität, Improvisationskunst und den Willen, die Stadt wieder lebenswert zu machen, verkörpert die im Oktober 2011 eingeweihte Fußgängerzone Re:Start Mall. Es ist die ehemalige Einkaufsstraße Cashel Mall, die anfangs zur Red Zone gehörte. Bevor hier neu gebaut werden kann, verwirklichte man eine geniale Idee: Farbige Schiffscontainer, teils aufeinandergestellt, ersetzen zunächst die geplanten Gebäude.

    In den Containern sind neben Geschäften auch Banken, ein Postamt und Cafés untergebracht. Rundherum Blumen und viel Grün, Straßenmusiker und Imbissstände. Shopping und Kaffeetrinken in Schiffscontainern – das ist schon ziemlich einzigartig.

    An der Re:Start Mall öffnete im Februar 2013 das Museum Quake City seine Pforten. Eine sehenswerte Dokumentation der Erdbeben 2010/11 mit Fotos, Videos, Informationstafeln und Ausstellungsobjekten.
    Wir sind nur vorbei geschlendert und ich habe mich über die bunten Schiffscontainer in der Stadt gewundert. Nun weiß ich, was es damit auf sich hat. Zu den High Lights der Stadt kommt man am besten mit der alten Tram. Sie fährt einen Rundkurs und kommt an allem Wesentlichen vorbei. Herbert und ich wollten aber lieber gehen, so sind wir einfach den Schienen nachgelaufen und haben so alles in unserem Tempo anschauen und genießen können.
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  • Day35

    Arthur Pass

    January 4, 2019 in New Zealand ⋅ ⛅ 16 °C

    Eine der schönsten Eisenbahnstrecken weltweit, unter den besten 10. So war die Werbung im Internet und viele Gäste bestätigten es bei Tripvisitor. Also buchten wir von Christchurch aus einen Tagesausflug. Zuerst mit der Eisenbahn mit offenen Wagons zum Arthur Pass. Nun, es gab ein paar schöne Momente. Aber es riss mich nicht vom Hocker. Die spektakuläre Schlucht war ein Schlüchtchen, viele Tunnel, wenn die Bergwelt interessant wurde, und die Brücken hatten Geländer, also auch keine Blicke in die Tiefe. Schade.
    Am Arthur Pass wurden wir dann abgeholt mit einem Kleinbus. Der Guide fuhr und erzählte. Dort oben gibt es die Daw Falls. Ein lohnender Spaziergang, ca 20-30 min. Wir fuhren vorbei mit den Worten, „This waterfall is worth to see. It’s fall.....“
    Also, er ist 76 Meter hoch und ziemlich gewaltig. Er zeigte aus dem Bus in die Richtung und ja, man konnte im vorbeifahren ein Blick darauf werfen. In der Ferne war er
    zu erkennen. Unbeirrt fuhr er weiter zu einem tollen Aussichtspunkt. Neugierig kletterten wir aus dem Bus, gingen zum Geländer und schauten in die spektakuläre....
    Nein wir schauten zwar in die Tiefe, aber nur auf eine Autobrücke. Die Neuseeländer sind wohl sehr stolz auf diese Brücke. Ja tatsächlich, man kann aus beiden Richtungen gleichzeitig über die Brücke fahren. Und ja, es hat jede Richtung eine eigene Spur. Tolle Brücke, die muss man einfach gesehen haben. Sie hat wirklich einen Aussichtspunkt verdient. 😉

    Aussichtspunkte anlegen, das können die Neuseeländer. Meistens sind sie schon früh ausgeschildert. „In 3 km auf der linlen Seite schöner Ausblick“ so oder so ähnlich beschriftet stehen die braunen Schilder am Straßenrand. Breite Ausfahrt und Einfahrt, Parkplätze sogar für Wohnmobile.

    Ja echt vorbildlich, nur an den falschen Stellen. Oft sind wir eine super schöne Strecke mit wirklich schönen Aussichten entlang gefahren. Wir riefen im Duett ah und oh, aber leider konnten wir nirgendwo anhalten oder abfahren. Und kam dann endlich eine Aussichtstelle, dann gab es aber nichts zu sehen. Einmal schauten wir auf ein Gestrüpp, oder standen vor einer Kuhweide. Oder wie jetzt, gab es nur eine Autobrücke zu bestaunen.

    Also stiegen wir wieder in den Bus. Nun soll es in einem Restaurant ein typisch neuseeländisches Essen geben auf einer typisch neuseeländischen Hochalm.
    Ich weiß bis heute noch nicht, was das war. Vielleicht typisch neuseeländischer Humor? Es war keine Hochalm, aber ein Hotel mit Restaurant. Hm, so nannte es sich auf jedenfall. Von außen sah es schon so aus, als würde die Bude beim nächsten Windhauch auseinander fliegen. Auf dem Dach saß der hässliche Wicht mit dem Ring von den Hobbits. Jede Menge Tierschädel und kaputte Wagenräder, alte Kutschen und Merlin und .... was für ein durcheinander. Aber das schlimmste kommt noch, der Innenbereich ähnelte einer Rumpelkammer. Nein, nicht einem gepflegten Sammelsurium von Sammlerstücken, sondern wirklich altes, verstaubtes Zeug. Zugegeben, einige Stücke waren interessant. So zum Beispiel die Toilettenschüsseln im Flur. Dort lag auch schmutzige Wäsche herum. Das Essen war lieblos und ziemlich chaotisch auf dem Teller angerichtet. Und ja, wir konnten es essen ohne Durchfall zu bekommen. Aber das war es auch schon. So fuhren wir weiter an tollen Aussichten und Einblicken vorbei und hielten noch ein paar mal an seltsamen Aussichtspunkten.

    Es wurde aber besser. Am Castel Hill war unser nächster Stopp.
    Seinen Namen bekam der Hügel wegen seiner großen Anzahl von unterschiedlich großen in der Gegend verstreut liegenden Felsblöcken aus Kalkstein. Diese erinnern entfernt an eine alte, heruntergekommene Burg. Große Teile der ehemaligen Christchurch Cathedral in Christchurch bestanden aus Kalksteinen des Castle Hills.

    Im Jahr 2002 bezeichnete Tendzin Gyatsho, der 14. Dalai Lama, den Castle Hill als ein "Spirituelles Zentrum des Universums". Der Castle Hill selbst ist eines der wichtigsten Zentren der neuseeländischen Kletterszene. Des Weiteren bieten sich die zahllosen unterschiedlich großen Kalkblöcke äußerst gut zum Bouldern an. Also hier wäre ich gerne etwas länger geblieben.
    In der letzten Zeit verzeichnet das Gebiet zusätzliche Touristenbesuche, da Teile des Films „Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia“ in der Nähe gedreht wurden.
    Es werden hier Reisen angeboten, die nur Drehorte von diversen Filmen besuchen. Überall stolpert man über Herr der Ringe, Hobbits oder Narnia.
    Es ging weiter zu einer Schlucht. Hier erwartete uns ein Abenteuer der nassen Art. Wir fuhren Jetboot. Das besondere, unser Fahrer drehte zwischen den Felsen das Boot um 360 Grad. Ein komisches Gefühl mit einem Affenzahn die Felsen auf sich zu kommen zu sehen. Ich habe versucht Bilder zu machen. Das ist mir aber leider nicht gelungen, an einer etwas ruhigeren Stelle konnte Herbert ein Kurzvideo drehen. Wenn ich mal wieder zu niedrigen Blutdruck habe, schaue ich es mir an. Ich glaube, danach geht es dem Kreislauf wieder gut.
    Ziemlich viel für einen Tag, aber er war noch nicht zu Ende.
    „Come back Jack“
    Wer ist Jack? Jack ist ein Hütehund der darauf abgerichtet wurde, die Schafe zu den Hirten zu treiben. Was aber erstmal richtig schief ging. 😂.Als er auf die Schafe zustürzte liefen sie erst mal alle auseinander und weg. Dann waren alle erst mal verschwunden, Schafe und Hund. Der Hirt rief „ come back Jack“ und nichts geschah.
    Irgendwann aber kam die Herde Schafe angerast, auf den Hirten zu und der Hund hielt sie im Zaun. Sehr beeindruckend. Auch die Schur der Schafe war interessant, eigentlich wollte Herbert es auch mal versuchen. Aber er zweifelte, ob es nicht doch für das Schaf eine Tortur war und lies es zum Wohle des Schafes bleiben.
    Es war ein Ausflug nur mit Startschwierigkeiten. Trotzdem würde ich diesen Ausflug so aber nicht mehr buchen. Auf eigene Faust, wäre für uns besser gewesen.
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  • Day32

    Otago

    January 1, 2019 in New Zealand ⋅ ☁️ 20 °C

    Die Otago Peninsula ist vor ca. 13 Millionen Jahren aus einem Vulkan entstanden. Der Vulkan bildete sich aus dem Meer heraus, direkt an der Küste der damals noch flachen Landschaft. Nach und nach brachen die Reste von dem Krater ab und es entstand die teilweise sanfte und schroffe Landschaftsform, wie sie heute ist. Ursprünglich war es eine Insel, allerdings versandete ein Teil und verband sich mit dem "Festland". Heute befindet sich genau an dieser Stelle das Stadtzentrum von Dunedin.

    Wir gingen in einer kleinen Gruppe zu 6 Personen mit einem jungen Maori. Er begrüßte uns stolz in seiner alten Sprache und erzählte uns auch gleich etwas in dieser für uns fremden Sprache über das Stück Land, auf dem wir uns befanden.
    Nun ich verstand gar nichts und schaute ihn etwa ratlos an. Andere lachten etwas verlegen. Er lachte auch und begann nochmal von vorn in Englisch. Er erzählte von den Maori. Man fand Überresten aus Erdöfen in der großen Sandbucht Okia Flat. Dies belegt, dass hier Māori gesiedelt haben. James Cook fuhr ca. 1770 diese Küste entlang. Er berichtete von den vielen Robben und Walen, die dort zu finden seien. Das rief erstmal 🐳 Walfänger zu der Halbinsel. Mit der Landung der ersten schottischen Siedler kam der Wendepunkt. Die Walfangzeit wich der organisierten Besiedlung.
    Bis dahin lebten die Maoris auf dieser Halbinsel. Allerdings nicht friedlich. Mit der Ankunft der Europäer kamen für die Māori auch eingeschleppte Krankheiten und Siechtum, wodurch die ohnehin schon durch Stammesfehden dezimierte Bevölkerung weiter abnahm. Um 1848 herum zählten die Einwohner der Māori-Siedlung Otakau noch etwas über 100 Einwohner. Als Thomas Burns 1848 sie nach seiner Ankunft in ihrer Siedlung Ōtākou besuchte, war er über die Lebensverhältnisse, die dort herrschten erschüttert. Von nun an sollten sich die Lebensbedingungen der maorischen Bevölkerung in diesem Gebiet etwas bessern.

    Aber mit den Schotten kam auch die Landwirtschaft. Damit ergaben sich dramatische Veränderungen für die Tier- und Pflanzenwelt der Otago Peninsula. Wenn auch die Geländestruktur im Wesentlichen unverändert blieb, so wurde doch der Urwald und die Buschlandschaft für die Rinderzucht und Milchwirtschaft gerodet, wo es möglich und wirtschaftlich erschien. Bäume, Büsche und einheimische Pflanzen fielen der Pflanzung exotischer Graslandschaften zum Opfer.
    Nach der Jahrhundertwende (1900) bekam die Otago Peninsula mehr und mehr Besuch von Erholungs- und Freizeitsuchenden. Sie wurde zu einem wichtigen Naherholungsgebiet für Dunedin.
    Um 1914 setzte der Wandel von der Milchwirtschaft zu Schafzucht ein, was mehr Geld einbrachte.
    Und damit kam dann ein Schäfer ins Spiel, der feststellte, dass die Anzahl der Pinguine immer mehr abnahm. Er beobachtete die Tiere in ihrem Verhalten und stellte fest, dass durch die Rodung und die Viehweiden der natürliche Lebensraum für die Gelbaugen Pinguine 🐧 immer mehr eingeschränkt wurde. Er begann, das Verhalten der Tiere noch mehr zu studieren und schuf dann nach und nach neue Pinguin Landschaften. Das ist bis heute so geblieben. So siedelten sich wieder Robben an und sogar der Königs Albatross begann dort zu brüten. Heute ist Otago die einzige Brutstätte von Königs Albatrosse auf einem Festland.

    Die bis zu 60 cm großen Gelbaugen Pinguine wurden als gefährdete Tierart eingestuft und an der Küste der Otago Peninsula besonders geschützt. Besucher können über geführte Touren und in Unterständen versteckt den Tieren sehr nahe kommen ohne sie zu belästigen.

    Mich überraschte, dass diese Tiere nicht auf Felsen leben und nisten, sondern im Wald. Sie brauchen Wald und Busch für ihre Nisthöhlen. Wer hätte das gedacht. Der junge Maori hilft mit, diese Tierart zu erhalten und pflegt kranke oder verletzte Pinguine wieder gesund, bis man sie wieder auswildern kann.

    Randbemerkung: Ein Schotte hat in der Nähe auch ein Schloss gebaut.
    Larnach Castle, erbaut 1871 von dem Bankier und Politiker William Larnach. Es wird gern als das einzige Schloss Neuseelands bezeichnet. 200 Arbeiter waren 3 Jahre damit beschäftigt den Kern des Gebäudes zu errichten. Europäische Handwerker benötigten weitere 12 Jahre für den Innenausbau, bei dem die unterschiedlichsten Materialien aus vielen europäischen Ländern zum Einsatz kamen. Er ruinierte sich und nahm sich auf diesem 🏰 auch das Leben.
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  • Day31

    Dunedin

    December 31, 2018 in New Zealand ⋅ ⛅ 15 °C

    Eingerahmt von einer Hügelkette liegt der Stadtkern direkt am Pazifischen Ozean und am Otago Harbour, einem Naturhafen. Dieser heutige Naturhafen entstand durch das zusammenbrechen des Vulkans. Der Kraterrand brach ein und damit konnte das Meerwasser einfließen. Es entstand eine rauche Küste, an der sich Robben, Pinguine und Wasservögel niederließen. Der Pazifik ist an dieser Stelle sehr tief. Durch günstige Strömungen von kalten und warmen Wasser wird viel Plankton und ähnliches aus der Tiefe aufgewirbelt, die idealen Bedingungen für Wale. Dies rief in frühen Jahren Robben und Walfänger zu diesem Ort.

    Erst später als die ersten zwei schottischen Schiffe mit ca. 300 Menschen dort an Land kamen um es zu besiedeln, wurde die Wal- und Robbenjagd eingeschränkt.
    Nachdem sich in Schottland die Free Church of Scotland wegen ihrer streng calvinistischen Haltung von der Church of Scotland abgespalten hatte, gab es einen starken Drang, in einem neuen Land etwas Neues aufzubauen und freiheitlicher leben zu können. 1843 verließ so ein Drittel der Gläubigen die traditionelle Kirche Schottlands. Hinzu kamen schottische Auswanderer, die aus wirtschaftlichen Gründen in der Landwirtschaft und Viehzucht in dem "gelobten Land" einen Neuanfang machen wollten. Landschaftlich muss es wohl eine große Ähnlichkeit mit Schottland haben, und die Schotten waren froh, dort eine neue Heimat gefunden zu haben. Ich finde es sehr lustig, dass sie versucht haben, ihre Siedlungen so aussehen zu lassen, wie in Schottland. Sogar Burgen und Schlösser haben sie dort nachgebaut.

    Soweit etwas zu der Geschichte der Stadt. Vielleicht
    ist es der alte Traum von Freiheit und Frieden, der diese Stadt und diese Menschen dort immer noch so freundlich und offen sein lässt. Selten habe ich mich sofort am ersten Tag in einer fremden Stadt so gut aufgenommen gefühlt. Alle Menschen waren sehr freundlich und offen. Man sprach uns an, stellte Fragen und wünschten uns ein viel Freude. Auch die Einheimischen untereinander gingen sehr herzlich miteinander um. In den Kneipen, Bars und Restaurants mischten sich wie selbstverständlich Fremde und Einheimische an den Tischen. Es wurden viele Gespräche geführt und viel gelacht.

    Auf den Ogtagon, dem zentralen Platz der Stadt, war zu Silvester eine Bühne aufgebaut. Dort spielten verschiedene Bands und viele tanzten dort. Junge, Alte, Einheimische und Gäste. Ohne Scheu tanzten dort alle miteinander. Manchmal entstanden Gruppentänze von Menschen, die sich vorher noch nicht kannten. Ich war fasziniert.
    Wir feierten dort den Jahreswechsel und er wurde zu etwas ganz Besonderem. Ein unvergessliches Erlebnis.
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  • Day29

    Queenstown

    December 29, 2018 in New Zealand ⋅ ☁️ 24 °C

    Für alle die Adrenalin brauchen um glücklich zu sein, die beste Stadt der Welt. Eigentlich wollte ich dort Skydriven und eine Zipping Tour machen. Mir ist aber die Lust vergangen. Überall lange Schlangen zum Anstehen. Erst um Tickets zu kaufen und dann noch einmal, um zu den Attraktionen zu kommen und dann noch einmal für die eigentliche Attraktion. Ich dachte zuerst, ich bin wieder in China. Es scheint das Phantasialand für Chinesen zu sein. Nach den ganzen Wochen Natur, Ruhe und einsame Wanderungen, war dies einfach zuviel für meine Sinne. Reizüberflutung nennt man dies wohl. Fluchtartig haben wir diese Stadt wieder verlassen. Später haben wir aber gehört, dass Queenstown in den frühen Morgenstunden wohl eine schöne Stadt sein soll. Nun, sie liegt sehr schön in einem Talkessel am Ufer des Lake Wakatipu am Fuße der spektakulären südlichen Alpen. Die Region ist ein berühmtes Abenteuersportzentrum und eignet sich auch als Ausgangspunkt zur Erkundung der Weingüter und historischen Bergbauorte in der Umgebung. Das Freizeitangebot reicht vom Bungeespringen von der Kawarau Gorge Suspension Bridge bis zum Jetbootfahren auf den Flüssen Shotover und Dart. Im Winter ist es dann ein Wintersportgebiet.Read more

  • Day29

    Lieblingsvogel Tui

    December 29, 2018 in New Zealand ⋅ 🌧 18 °C

    Ich versuche schon seit Tagen einen Tui zu fotografieren. Diese Vögel sind der Wahnsinn. Ich könnte mich total über sie kaputt lachen. Wenn du im Wald bist und andauernd ein Handy klingelt, aber außer Dir ist niemand da, dann schau dich nach einem Tui um.
    Das Lied des Tuis ist sehr vielseitig und kann aus ganz verschiedenen Lauten bestehen: Von Flöten, über Schnarren und Knacken kann alles dabei sein. Je nach Region gibt es sogar verschiedene Tui-Dialekte: Ein Northland-Tui klingt anders als ein Wellington-Tui. Ich finde das sehr lustig! Die eindrucksvolle Vielseitigkeit an Lauten und Tönen liegt vielleicht auch daran, dass der Tui ein sehr intelligenter Vogel ist. In der Natur schnappen Tuis andere Vogellieder oder Geräusche aus ihrer Umgebung auf und kopieren sie! Er könnte zum Beispiel das Lied der Amsel nachmachen. Ein Austauschschüler erzählte von einem Tui im Garten seiner Gastfamilie in Auckland. Dieser Vogel konnte zum Beispiel täuschend echt die Auto-Alarmanlage des Nachbarn nachmachen. Auf einem Campingplatz hat mich ein TUI fast verrückt gemacht, weil er das Geräusch vom Auslöser von Kameras nachmachte. Ich suchte lange nach dem Menschen, der ganz in der Nähe Fotos machte. Es war aber nur ein Vogel in der Nähe. Oder nach der ersten Nacht im Urwald, suchte ich nach jemanden, der so nervend pfiff, wie jemand, der jemanden nachpfeift. Erst vorgestern zeigten sich mir drei Tuis. Nah genug, um sie genau zu sehen und zu hören, aber zu weit für meine Handykamera. Sie sangen gemeinsam, nicht ganz, sie sangen gleichzeitig, nur jeder was anderes. 😂. Sie erinnern mich an Chinesen, die ich in einem Park in Peking beobachtete. Es war eine Gruppe Chinesen, die sich dort trafen, um gemeinsam zu singen. Ich wartete gespannt, bis sie sich aufgestellt hatten. Und dann sangen sie gleichzeitig los. Nur jeder etwas anderes. Nicht nur im Text, soweit ich es beurteilen kann, sondern auch in der Melodie. Ich wunderte mich darüber sehr. Später habe ich gehört, dass es darin liegt, dass sich niemand unterordnen will und so jeder eben gerade das singt, was ihm so einfällt. Wenn man in ein chinesisches Kloster oder Gebetshaus geht, ist es genauso. Jeder/Jede singt was anderes. Stellt euch das mal vor, in Deutschland singt ein Chor und jedes Mitglied singt gerade das, was ihm einfällt. Oder im Gottesdienst. 😂😂😂. Zurück zu den Tuis. Ich finde diesen Vogel einfach sehr interessant. Hier erstmal ein Foto aus dem Internet, sobald ich selber ein schönes gemacht habe, wird es ausgetauscht.
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  • Day28

    Der Weg ist das Ziel

    December 28, 2018 in New Zealand ⋅ ⛅ 12 °C

    Der Weg ist das Ziel. Wenn das nicht zu unserem Tag paßt, dann weiß ich es nicht. Wir sind heute nicht ganz 300 km gefahren. Und haben beeindruckende Stopps eingelegt. Unser Ziel war Wanaka und wir nahmen den Haast Pass. Er ist identisch mit einem großem Teil der Highway 6.
    Der Haast Pass wurde erst 1965 für den öffentlichen Verkehr freigegeben. Er folgt einem bereits von den Māori genutzten Weg an die Westküste, den diese zum Transport von Jade (Greenstone, Grüner Nephrit) benutzten.
    Er ist nach Julius von Haast benannt, welcher ihn als erster Europäer bezwang. Aber wer denkt, dass man bei einem Pass hoch hinaus muss, der irrt. Wir warteten die ganze Zeit auf enge Serpentinen und tolle Ausblicke aus einer bemerkenswerter Höhe. Doch wir warteten vergeblich. Das einzige was wirklich eng war, waren mal wieder die Brücken. Aber der Pass hat trotzdem einiges zu bieten. Überall gab es Parkplätze, von wo aus man Wanderwege zu Wasserfällen gehen konnte. Auch während der Fahrt sah man überall Wasser von den Bergen stürzen. Die Flüsse hatten eine Farbe, wie ich es nur von Filmen in der Karibik oder der Südsee kenne. Es war von tiefen grün - blau oder Türkis. Dazu die hellen Felswände. Jeder Stopp hat sich gelohnt. So brauchten wir 4 Stunden länger für den Weg, als uns das Navi ansagte.
    In Wanaka angekommen machten wir einfach mal einen Tag Wanderpause. Wir genossen den nächsten Tag, einfach mal zum bummeln, shoppen und für das Strandleben an einem wunderschönen See. Der Wanaka See ist über 40 km lang und bietet fast alles, was es so an Wassersport gibt. Aber es leben so gut wie keine Menschen am See. Nur an einem Ende gibt es eine kleine Stadt, die sich zu einem beliebten Ferien- und Partyort entwickelt hat. Wanaka hat den Ruf, dass kleine Queenstown zu sein.
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