Caleta de Famara
30. januar, Spanien ⋅ 🌬 19 °C
Gestern erlebten wir einen unvergesslichen Nachmittag in Caleta de Famara, einem kleinen, versteckten Dorf an der Nordwestküste von Lanzarote. Diese Region strahlt eine raue Schönheit aus, die uns sofort in ihren Bann zog. Die Wildheit der Küste, das faszinierende Licht und die Sanddünen schufen eine Atmosphäre, die uns das Gefühl gab, in eine andere Welt einzutauchen.
Ein Ort der Ruhe und des alternativen Lebensstils
Caleta de Famara, eine Gemeinde mit etwa 1000 Einwohnern, ist nicht von Massentourismus geprägt. Die Straßen sind teilweise unbefestigt, und die Häuser scheinen sich harmonisch in die natürliche Umgebung einzufügen. Umgeben von majestätischen Bergmassiven und weitläufigen Sandstränden, vermittelt der Ort eine ursprüngliche, fast vergessene Lebensweise. Hier spürt man die Härte der Natur und die Entschlossenheit der Menschen, die sich ihren Lebensunterhalt in dieser kargen, aber schönen Landschaft verdienen.
Die hinter dem Dorf verlaufende Ebene ist vom Wind geformt, der feinen Flugsand mit sich bringt. Dennoch gedeiht hier die „Badata“, eine Süßkartoffel, die im sandigen Boden ausgezeichnet wächst. Es ist beeindruckend zu sehen, wie die Natur in dieses Stück Land formte.
Während unseres Aufenthalts beobachteten wir die Einheimischen und Touristen, die in den kleinen, einladenden Restaurants gemeinsam aßen. Es war schön zu sehen, wie diese Gemeinschaften zusammenkamen, um die köstlichen, regionalen Speisen zu genießen. Die Atmosphäre war lebhaft und freundlich, und die Freude an gutem Essen und Geselligkeit war überall spürbar.
Hier kann man die Wellen beobachten, die sich sanft am naturbelassenen Strand brechen, während die Menschen in den Restaurants am Strand die Sonne genießen.
Caleta de Famara ist bekannt für seine erstklassigen Bedingungen für Kitesurfer und Surfer. An windigen Tagen breiten sich bunte Segel und Lenkdrachen über dem Wasser aus, während die Sportler mit beeindruckenden Geschwindigkeiten über die Wellen gleiten. Es ist ein Spektakel, das auch für uns Zuschauer faszinierend ist, selbst wenn wir nicht selbst auf dem Brett stehen.
Jedoch sollte man beim Baden Vorsicht walten lassen. Die starken Brandungsrückströme können selbst erfahrene Schwimmer in Gefahr bringen. Die Flaggen am Strand sind ein wichtiges Warnsignal: Rot bedeutet „nicht schwimmen“, Gelb „Vorsicht“ und Grün „unbedenklich“. Die Rettungsschwimmer sind stets aufmerksam, um die Schwimmer zu schützen.
Ein Höhepunkt unseres Besuchs war der atemberaubende Blick vom „Risco de Famara“. Um dorthin zu gelangen, fuhren wir eine kurvenreiche Straße durch die beeindruckende Landschaft, vorbei an Windrädern, bis wir die kleine Kirche „Ermita de las Nieves“ erreichten. Dort oben, in etwa 650 Metern Höhe, eröffnet sich ein spektakulärer Blick auf die Bucht von Famara, den Atlantik und die benachbarte Isla La Graciosa. Die hoch aufragenden Lavafelsen, die steil aus dem Meer emporragen, sind ein imposantes Zeugnis der geologischen Geschichte dieser Region.
Caleta de Famara ist ein verstecktes Juwel, das uns mit seiner Ursprünglichkeit und der Schönheit der Natur begeistert hat. Die Verbindung aus rauer Küstenlandschaft, besondere Menschen und dem bunten Treiben in den Restaurants macht diesen Ort zu einem unvergesslichen Erlebnis. Wir können es kaum erwarten, zurückzukehren und noch mehr von dieser einzigartigen Umgebung zu entdecken.Læs mere


















