• Simone Mätzler
  • Pirmin Roos
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Zentralamerika

Coddiwomple (Englisch, Verb): “Absichtlich zu einem unbekannten Ziel reisen” oder wie Büne Huber sagt: “Wenni weiss, wo d’Reis ändet, de gani ned” Baca lagi
  • Permulaan perjalanan
    21 Mac 2022

    Leaving Home

    15 Mac 2022, Switzerland ☁️ 10 °C

    Unserer Wohnung Adiö zu sagen tut weh. Aber irgend ein gescheiter Mensch hat mal gesagt: was man liebt lässt man frei… so sind wir nun quasi frei hoch zwei. Stimmt oder?

  • Tulum

    22 Mac 2022, Mexico ⛅ 29 °C

    Müde aber glücklich sind wir an unserer ersten Station angekommen: Tulum. Überfordert vom Touristen-Chaos, haben wir auch eine gemütliche Ecken gefunden… die kleine Oase unseres Apartments. Tacos und Bier sind hier ebenfalls leicht zu finden.Baca lagi

  • Tulum, wir mögen dich nicht so sehr.

    26 Mac 2022, Mexico ⛅ 24 °C

    Das Paradies – das es wohl vor 20 Jahren war – wird mit Touristen, Aussteigern, Yogis und Backpackern geflutet (wir inklusive, we know). Der Dschungel wird gerodet für neue Strassen und Luxus-Resorts. Das Stromnetz ist überlastet, Abwasser fliesst in die Wälder. Am Abend laufen hunderte Bauarbeiter vorbei an der fancy vegan bakery zurück in ihre Blechhütten. Paradox.

    Am Strand türmen sich derweil die Braunalgen. Eigentlich etwas Natürliches... das Phänomen hat sich in den letzten Jahren aber massiv verstärkt durch die Erwärmung und Verschmutzung der Ozeane. Mit aller Kraft versuchen die Locals, die Algen-Berge wegzukarren. Chancenlos.

    Wir cruisen unterdessen mit Velos und Scooter in der Gegend rum, versuchen auch das Schöne zu sehen, chillen in unserer Oase – und stopfen täglich Tacos al Pastor in uns rein.
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  • Laguna de los Siete Colores

    1 April 2022, Mexico ⛅ 32 °C

    Bacalar gefällt uns so gut, dass wir entschieden haben, eine ganze Woche hier zu bleiben. Die Farben der Lagune sind muy impresionante.. die Malediven ein Dreck dagegen.

    Da man sich zum Schutz der Stromatholithen (https://de.wikipedia.org/wiki/Stromatolith) nicht eincremen darf, bekommt man den Sonnenbrand gratis dazu.

    Saludos!🍺
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  • Mahahual

    4 April 2022, Mexico ☀️ 29 °C

    Gestern haben wir den letzten Platz im Colectivo (Mini-Van) von Bacalar nach Mahahual ergattert.

    Abgesehen vom Tauchen gibts in Mahahual nicht viel zu tun. Das Mesoamerikanische Riff ist das längste grenzüberschreitende Korallenriff der Welt und nach dem Great Barrier Reef in Australien das zweitgrößte Korallenriff überhaupt. Es erstreckt sich entlang der Riviera Maya bis nach Honduras. Das hat sich Simi nicht entgehen lassen. Leider gibts kein Beweisfoto, da der Fotograf momentan einen auf Beachboy macht.

    Zu bestaunen gibts ausserdem amerikanische Touristen, die mit den Kreuzfahrtschiffen hier anlegen. Sie fluten das kleine Fischerdörfchen vor dem Mittag und gehen pünktlich zum Znacht zurück aufs Schiff. Zuhause können sie dann erzählen, dass sie in Mexiko waren 😂. Ab 18.00 ist Mahahual angenehm ausgestorben.

    Ach ja. Gleiche Seaweed-Situation hier wie überall an dieser Küste. Mit Netzen versucht man die Braunalgen aufzuhalten, was teilweise auch funktioniert.
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  • Vamos en autobús

    7 April 2022, Mexico ⛅ 34 °C

    Busfahren in Mexiko ist ein Highlight. Die Buslinien sind pünktlicher als die SBB. In jedem Kaff gibts ein Collectivo, eine Art Mini-Van, das Locals und verzottelte Backpacker am Strassenrand aufliest. Die Luxusvariante sind die ADO Busse. Irgendwie - irgendwo kommt man immer an ein Ticket. In Mahahual helfen einem zwei tiefenentspannte Mexicanos, die eine Garage zum Reisebüro umfunktioniert haben.

    ¿Hablas Inglés? Noooo Señorita. Jää guet, mittlerweile kommen wir auch mit unserem improvisierten Spanisch schon erstaunlich weit.

    Für je 25.- sind wir heute 6 Std. mit dem Luxusliner unterwegs. Die Zeit schlagen wir uns mit Netflix tot. Gescheitere Menschen würden Spanisch lernen…

    Valladolid begrüsst uns mit einem grossen Gutsch Regen.
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  • Chichén Itzá

    11 April 2022, Mexico ☀️ 31 °C

    Nach 3 Wochen Reisen wissen wir bereits jetzt, dass wir nicht jedes Touri-Programm mitmachen werden. Aber das Weltkulturerbe Chichén Itzá geben wir uns.

    Wir nehmen das erste Colectivo um 7.00 Uhr, das
    uns bis vor den Eingang chauffiert. Um Punkt 8.00 öffnen die Türen und wir haben El Castillo für eine halbe Stunde fast für uns alleine. Wir geniessen das tolle Licht, die kühle Morgenluft und bestaunen die Ruinen.

    Nach und nach kommen die Busse mit einer Ladung Touristen aus Cancun und Playa. Zeit für uns zu flüchten…
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  • Mérida

    14 April 2022, Mexico ⛅ 37 °C

    Wir sind in der Hauptstadt von Yucatan angekommen. Mérida haut uns um - nicht nur wegen der Hitze (38 Grad). Gewusel, chaotischer Markt, schöne Kolonialbauten, viele kulturelle Anlässe, coole Cafés / Bars… deshalb haben wir entschieden, 5 Nächte hier zu bleiben. Zum Glück können wir in unserem AirBnB selber kochen. Langsam haben wir genug von Tortillas und Tacos in allen Variationen.. 😅Baca lagi

  • Parasiten & Viren

    15 April 2022, Mexico ⛅ 33 °C

    Wir haben’s euch verheimlicht, aber Pirmin führt seit längerer Zeit eine On/Off Beziehung mit dem Dünnpfiff. Letzte Nacht waren die Bauchkrämpfe so stark, dass wir am Morgen mit dem Uber in die Clinica de Mérida gefahren sind.

    An Karfreitag ist man in Mexiko in der Kirche - gut für uns, wir mussten keine 5 Minuten auf die Ärztin warten. Nach einer kurzen Untersuchung auf dem „Holzschragen“ wurde Pirmin an den Tropf gehängt.

    Und keine 2 Std. später kam schon das Resultat aus dem Labor: Nicht wie befürchtet Parasiten, sondern ein fieser Norovirus. Mit Elektolyten und Co. zurück im AirBnB ist Pirmin auf dem Weg zur Besserung. Viva Mexico! 🤢🦠
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  • 7 Jahre im Dschungel

    18 April 2022, Mexico ☀️ 33 °C

    Magen und Darm sind wieder dicht, deshalb haben wir uns auf die 9-stündige Fahrt mit dem Nachtbus nach Palenque gewagt.

    Und es hat sich gelohnt. Wir wohnen im Dschungel ausserhalb der Stadt, umgeben von Brüllaffen, Echsen und Glühwürmchen. Grossartig!

    “Don Mucho”, das einzige Restaurant weit und breit, hat uns ein Kerzchen angezündet und Livemusik und eine Feuershow organisiert. Das kommt wie bestellt, denn wir feiern heute 7 Jahre PiSi. Salud!
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  • Palenque

    21 April 2022, Mexico ☀️ 30 °C

    In Palenque haben wir die Maya-Tempel mitten im Dschungel besichtigt. Eindrücklich, irgendwie unwirklich und märchenhaft.

    Die Stadt Palenque hat wenig Charme und ist wegen der extremen Hitze nur schwer aushaltbar. Für ein paar Schnappschüsse hat’s trotzdem gereicht…Baca lagi

  • Rebellen & Wasserfälle

    22 April 2022, Mexico ☀️ 30 °C

    Für die Weiterreise nach San Cristóbal de las Casas gibts zwei Optionen. Entweder man nimmt den ADO Bus - eine 10-stündige Fahrt mit Umweg über Villahermosa. Oder man wählt die kürzere, abenteuerlichere Variante - mit dem Mini-Van über die Hügel, durchs Rebellengebiet der Zapatisten, vorbei an gigantischen Wasserfällen. Logisch sind wir Team Mini-Van.

    Der Van bringt uns zum Wasserfall “Agua Azul”. Holy Moly, der wird seinem Namen mehr als gerecht. Bisschen abseits vom Trubel haben wir die türkisblauen Pools fast für uns alleine.

    Am späteren Nachmittag bringt uns der Van an eine Strassenkreuzung. Dort sollten wir in einen anderen Van umsteigen. Doch der taucht nicht auf (angeblich wegen eines “Zwischenfalls”). Eine Stunde später kommt ein Ersatzbus, der eigentlichen keinen Platz mehr für uns hatte. Irgendwie quetschen wir uns rein und fahren 4 Stunden durch die Hügel von Chiapas. Zeitweise begleitet durch eine Polizei-Eskorte. Wobei wir uns nicht sicher sind, ob wir uns mehr vor den Rebellen oder der mexikanischen Polizei fürchten müssen… :-)

    Die kühle Brise, die uns bei der Ankunft auf 2100 M.ü.M entgegenweht, kommt wie gerufen.
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  • San Salmonella

    25 April 2022, Mexico ⛅ 19 °C

    Wir wurden x-mal vorgewarnt. Das Wasser in San Cristobal de las Casas ist so dreckig, dass hier jeder Traveler krank wird. Auch unsere Gastgeberin gibt uns bei der Ankunft gleich die wichtigsten Überlebenstipps. Nebst der goldenen Regel “Boil it, Cook it, Peel it or Forget it” sollte man sich die Zähne mit Trinkwasser putzen, keinesfalls singen unter der Dusche und kein Streetfood essen 😅.

    San Cristobal hat praktisch keine Abwasserreinigung. Das Wasser ist stark mit Salmonellen verunreinigt. Kommt hinzu: Das wertvolle, saubere Quellwasser des Hausbergs wird von Coca-Cola abgepumpt. Der Konzern hat direkt an der Stadtgrenze eine grosse Fabrik gebaut. Mit einer anderen verheerenden Folge: Cola ist günstiger und leichter verfügbar als Wasser. Kein Wunder leiden hier viele Menschen an Diabetes.

    Trotzdem ist „San Cris“ bis jetzt eines der Highlights unserer Reise. Eine lebendige, farbige, alternative Stadt mit spannender Geschichte, herzlichen Menschen und einem riesigen Markt.

    Und die gute Nachricht zuletzt: Nach knapp einer Woche in San Cristobal sind wir noch immer gesund und gefräßig (Holz ahlänge).
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  • San Juan Chamula 🐔

    27 April 2022, Mexico ⛅ 15 °C

    Diese Bilder haben sich bei uns eingebrannt. In San Juan Chamula haben wir die wohl merkwürdigste und zugleich faszinierendste Kirche besucht. Eine katholische Kirche, in der alte Maya-Rituale praktiziert werden. Foto- und Filmaufnahmen im Innern sind strengstens verboten und werden mit 4000 Pesos gebüsst.

    Wir betreten gespannt die düstere Kirche. Im Innern flackern über 1000 Kerzen. Kein Altar, keine Bänke, der Boden vollständig mit Piniennadeln bedeckt. Ein Wunder, dass diese Kirche nicht längst abgefackelt ist. Wir beobachten eine Familie, die auf den Nadeln kauert. Sie zünden dutzende kleine Kerzen an und platzieren volle Coca-Cola-Flaschen drumherum. Die Gemeinschaft glaubt an die heilende Kraft der Zucker-Bombe. Absurd.

    Dann wird’s makaber. Eine Frau holt aus einem Plastiksack ein lebendes Huhn hervor. Dieses wird über die Flammen geschwenkt und über den Kopf einer Person gerieben. Dann wird das Hühnchen “gestreckt”, übers Knie gelegt - Genickbruch. Während das Huhn noch zuckt, wird Posh (Mais-Schnaps) ausgeschenkt. Wir glauben unseren Augen kaum… auch den Kleinkindern wird Schnaps eingeflösst. Es wird gebetet, geweint, gespuckt, gerülpst, das Huhn wieder in den Plastiksack gesteckt. Und schon bald räumt die Familie ihr Plätzchen.

    Wir beobachten das Spektakel mehrmals in der Kirche. Überall lebendige und tote Hühner. Verwirrt stolpern wir nach 30 Minuten aus der Kirche ans Licht.

    Im Nachhinein lernen wir, dass dieses Ritual gemacht wird, wenn jemand in der Familie erkrankt ist. Viele Chamulas weigern sich, Krankenhäuser aufzusuchen. Ein Schamane entscheidet je nach Schweregrad der Krankheit, ob ein Huhn geopfert werden soll. Anscheinend waren an diesem Tag viele Schwerkranke anwesend.

    Wir laufen noch durch das kleine Örtchen, in dem fast nur Tzotzil (eine indigene Ur-Sprache) gesprochen wird und nehmen dann das Colectivo zurück nach San Cristobal. Auch wenn wir diesmal keine Fotos machen konnten, diese Bilder werden wir so schnell nicht vergessen.
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  • Patschifig!

    1 Mei 2022, Mexico ⛅ 31 °C

    Die Welt ist ein Dorf. In San Cristobal haben wir ein Schweizer Paar getroffen. Wir kennen die beiden sogar entfernt.. sie sind in Böju und Gränichen aufgewachsen. Während der zweiten Flasche Rosé haben wir entschieden, gemeinsam an die Pazifikküste weiterzureisen.

    Und so sind wir nun hier - in Boca del Cielo. Hängen den ganzen Tag in Hängematten, geniessen die allerkitschigsten Sonnenuntergänge und spielen Brändi Dog (Danke Sabe & Ricardo❤️).
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  • Zipolite

    4 Mei 2022, Mexico ⛅ 32 °C

    Eigentlich haben wir uns vorgestellt, von Boca del Cielo der Küste entlang Richtung Norden zu tuckerln. Gar nicht so einfach. Es gibt nur wenige Busverbindungen - zu unmenschlichen Uhrzeiten. Deshalb haben wir uns entschieden, 2.5 Std zurück nach Tuxtla zu fahren und von dort den Nachtbus nach Zipolite zu nehmen. Nachtbus können wir inzwischen, und so verflog die 10-stündige Fahrt im Nu.

    Hier haben wir das komfortabelste AirBnB unserer bisherigen Reise. Wir feiern es grausam, ein bequemes Bett, ein eigenes Bad, eine Rooftop Terrasse mit Pool und Aussicht auf den Strand und den Palmenwald von Zipolite zu haben. Hier bleiben wir eine Weile und tauchen in den Hippie-Flow von Zipolite ein.
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  • Füdliblutt

    6 Mei 2022, Mexico ☀️ 31 °C

    Wir sitzen an unserem Lieblingsplatz am Strand von Zipolite. Im Hintergrund läuft Reggae, im Vordergrund donnern die Wellen auf den Strand zu. Bis am späteren Nachmittag läuft nicht viel - es ist zu heiss. Hin und wieder stoppt eine freundliche Taco-Verkäuferin, ab und zu ein hangengebliebener Traveler, der selbstgemachten Schmuck oder Bananabread verkauft. Wir springen in die Wellen oder schauen einfach den vorbeigehenden Leuten zu.

    Sobald die Sonne tiefer steht, füllt sich der Strand mit Leben. Die Hunde kommen aus ihren kühlen Verstecken. Einige Leute machen sich auf Richtung Playa del Amor, um den Sonnenuntergang zu geniessen - dachten wir jedenfalls. Am Playa del Amor ist der Name Programm. Und im Gegensatz zum Hauptstrand, wo sich Nudisten und Bikininisten die Waage halten, sind wir hier fast die einzigen “nicht-füdliblutten”. Wie soll man sich hier bitteschön auf den Sonnenuntergang konzentrieren 😊
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  • Zipo 3.0

    9 Mei 2022, Mexico ⛅ 30 °C

    Für all die Nicht-Instagramer unter euch. Wir waren ein bisschen kreativ und haben die Abendsonne von Zipolite für euch eingefangen.

  • Der “versteckte Hafen”

    13 Mei 2022, Mexico ☀️ 31 °C

    Mit dem Camioneta (Pick-up Truck mit Sitzbänken) geht’s weiter nach Puerto Escondido - das mexikanische Surfer-Mekka. Hier gibt es u.a. einen weltberühmten Surfspot die “Mexican Pipeline” - eine Monsterwelle, an die sich nur Profis wagen.

    Puerto ist sehr weitläufig. Wir entscheiden uns für das Viertel “la Punta”, die aktuell angesagteste Adresse unter Traveler. Die Stimmung am Strand mit Bier und Sonnenuntergang ist top. Der Ort an sich wirkt ziemlich unauthentisch. Bis vor paar Jahren soll’s hier nur 1-2 Restaurants gegeben haben. Während der Pandemie wurden unzählige Coffee Shops und Bars aus dem Boden gestampft. So weilen wir nun unter den besonders schönen und coolen Europäer, die hier tagsüber an ihren Laptops rumhängen…

    Wir fragen uns, wie la Punta in ein paar Monaten oder Jahren aussieht. Wir wissen nur, dass Puerto (Hafen) keinesfalls mehr Escondido (versteckt) ist 😊.
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  • Oaxaca

    18 Mei 2022, Mexico ⛅ 30 °C

    Exgüsi.. wir leben noch :) Wir sind in einem Hostel gelandet und haben es grausam streng mit all den 20-Jährigen mitzuhalten . Aber alles der Reihe nach:

    Eine erneute 10-stündige Nachtbusfahrt bringt uns nach Oaxaca [Wa-cha-ca]. Ein cooles Hostel im Herzen der Altstadt gewährt uns Unterschlupf. Wir fühlen uns wieder wie 18 - und gleichzeitig sehr, sehr alt.

    Oaxaca ist ein Traumbild dessen, was man sich unter Mexico vorstellt. Ein Best-of mexikanischer Kultur. Eine warme, farbenfrohe Stadt, die in einem Tal zwischen Bergen liegt. Strassenverkäufer, die köstliches Essen anbieten. Antike Pyramiden und Wasserfälle ausserhalb der Stadt. Paraden, Feste und Kunst…

    Am Mittwoch hat uns der Hostel-Eigentümer zum lokalen Markt begleitet. Er bringt uns zum Foodstand von Doña Vale - der Meisterin der Memelas. Wir essen eine Art Taco mit einer speziellen Sauce und Tasajo (ein zartes Stück Rindfleisch), dazu gibts einen übersüssten Kaffee. Seit Netflix eine Doku über ihren Foodstand gemacht hat „Streetfood: Lateinamerika” verirren sich hin und wieder ein paar Auswärtige in den Markt - abgesehen davon sind wir aber die einzigen Touristen weit und breit. Die Menschen lächlen uns an und stellen sich bereitwillig vor die Kamera. Auch wir bringen das Grinsen nicht mehr aus unseren Gesichtern.

    Die Abende verbringen wir im Hostel - inklusive Taco, Karaoke, PingPong-Party. Auch wenn wir die Ältesten sind, fühlen wir uns sehr wohl und haben entschieden über eine Woche hier zu bleiben.
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  • Lucha Libre

    22 Mei 2022, Mexico ⛅ 27 °C

    Wiedermal so ein “What the f*ck”-Erlebnis. Am Sonntag waren wir an einer “Lucha Libre”-Show - das mexikanische Wrestling. Und was sollen wir sagen: es war absurd, lustig und grossartig!

    Wir fahren mit ein paar Hostel-Freunden in ein abgelegenes Viertel von Oaxaca. Die Arena befindet sich mitten in einem Wohnquartier in einem abgefuckten Hinterhof. Es besammeln sich Familien mit jubelnden Kinder, euphorische Rentner und ein paar verwirrte Touristen.

    Dann betreten die Kämpfer (die sogenannten Luchadores) den Ring. Jeder mit einer eigens kreierten, farbenfrohen Maske. Sie verkörpern antike Helden, Tiere oder Fantasiefiguren. Die Menge bejubelt die Boden-Kämpfe und akrobatischen Flugeinlagen - wobei das meiste inszeniert ist und der Gewinner schon im Voraus feststeht. Trotzdem fiebern auch wir mit und unterstützen lautstark unseren Favoriten.

    Lucha Libre ist Kult in Mexiko und geht zurück auf die 1930er Jahre - importiert aus dem nördlichen Nachbarland. Die Luchadores sind Pop-Stars in Mexiko. Viele tragen ihre Masken sogar ausserhalb des Rings. Die Legende “El Santo” liess sich sogar damit begraben.

    Alles in allem die perfekte Sonntagabend-Unterhaltung. Und die ideale Ablenkung für einen enttäuschten Fussballfan…
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