Unsere Gastfamilie - Teil 2
March 17 in South Africa ⋅ 🌙 15 °C
So, ich brauchte jetzt erst mal ein paar Tage, um die Erlebnisse bei unserer Gastfamilie zu verarbeiten. Aber nun: Teil 2 oder auch „der Tag danach“. 😅
Nach dem Abendessen in der Schule sind wir mit unserer Gastlehrerin Thandeka und ihrer Schwester Tè nach Hause gefahren. Herzlich begrüsst, blabla – steht alles in Teil 1, den ihr hoffentlich längst auswendig kennt und alle Protagonisten zuordnen könnt. 😄
(Wir können das bis heute nur bei der Hälfte.)
Frisch machen war schnell erledigt – nicht etwa aus Effizienzgründen, sondern weil aus dem Wasserhahn exakt gar nichts kam 🙂↔️ und in der Badewanne nur ein unmotiviertes Rinnsal. Also wieder Team Feuchttücher.
Danach wollten wir uns im Zimmer einrichten. Wollten.
Denn wir waren an diesem Abend eindeutig die Hauptattraktion. Selbst beim Auspacken waren wir nie allein: Irgendwer – oder einfach gleich alle – sassen auf unseren Betten, quatschten auf uns ein, starrten uns an oder machten Fotos. 🐒📸
Kurz fragte ich mich schon: Wer ist hier eigentlich der Affe im Zoo?
Trotzdem war die Stimmung noch eher vorsichtig. Für uns zwar bereits sehr nah – wir sind solche Familienstrukturen und diese Dauer-Nähe einfach nicht gewohnt – aber eben noch im Rahmen.
Bis wir den Gin rausgeholt haben. 🫠🍸
Ja genau, dieser Fehler.
Bianca und Marlen hatten am Flughafen in Johannesburg noch zwei Fläschchen gekauft. Und plötzlich waren die Damen nicht mehr zu bremsen: erstes Glas – gluck, ex. Zweites Glas – gleich hinterher.
Aus höflichem Kennenlernen wurde innert Minuten eine Ballermann-Party African Style, inklusive kollektivem Jodel-Finale. 😭😅
Der Morgen danach war entsprechend… sportlich. Aufstehen fiel schwer, weshalb wir uns mit Trockenkaffee und einer Banane begnügten. Wobei wir bis heute nicht sicher sind, ob es überhaupt mehr Frühstück gegeben hätte – gesehen haben wir jedenfalls nie etwas. 🍌☕️
Alle wirkten ein bisschen müde, wollten aber demonstrativ fit und munter erscheinen. Sobald wir auftauchten, wurde kurz aufgedreht – danach schlichen die Schwestern mehrheitlich wieder im Energiesparmodus durchs Haus.
Der Vater war bereits draussen bei Hühnern und Kühen, der Sohn war weg (oder vielleicht auch nicht), die Tochter schlief noch. Tè sass im freizügigen Nachthemd wieder am Handy und telefonierte mit irgendwem. 📱😅
Und Yolo?
Ja… wo war die eigentlich?
Dann kam Thandeka an den Tisch.
Ich zu den Mädels:
„Hä? Die hatte doch gestern kurze Haare.“
Marlen:
„Die hatte sie einfach zusammengebunden.“
Ich:
„Nein. Kurz. Lockig. Definitiv.“
Bianca:
„Wer ist das?“ 😄
Ich:
„Thandeka. Mit Perücke.“
Und tatsächlich: Madame sass da plötzlich mit Langhaar-Perücke und dicker Sonnenbrille am Frühstückstisch. 😎
Unsere bescheidene Diagnose: zu tief ins Glas gejodelt. 🍷😂
Nun gut, wir fahren dann mal los und schauen, was der Tag noch bringt. Heute steht die grosse Schulbesuchs-Runde mit anschliessender Labor-Eröffnung und Braai in Ekupulemi an.
Happy Day! ☀️😎Read more











