• 11 Majestätisch grüssen die Schneeberge

    30. Juni in Mongolei ⋅ ☁️ 14 °C

    Auch heute ist der Fluss unser Begleiter. Wir wandern gute 5 Stunden weiter durchs Tal hinauf, vorbei an schneebedeckten Gipfeln ... und geniessen die Stille der Weite. Unterwegs stossen wir immer wieder auf Tierkadaver, Hörner und verbleichte Knochen. Gleich zweimal überqueren wir wasserreiche Bäche, einmal wieder mit Hilfe unserer Taxireiter, yeah! Barbara hat leider die Grippe erwischt und wir marschieren in gemächlichem Tempo. Nach der Mittagspause wird sie mit dem Pferd zum Zeltlager auf 2680 m geführt. Hier bleiben wir nun für drei Nächte. Heidi und ich sind gesund und munter, schlafen gut in den Zelten ... und geniessen die Tour. " Holz alänge..."

    Am Abend erzählt Tuka eine weitere Geschichte:
    Ein junger, verliebter Mann musste in den Krieg ziehen. Seine Geliebte schenkte ihm beim Abschied ein Pferd. Wenn es dunkel wurde bekam das Tier Flügel, so dass der Soldat jede Nacht seine Geliebte besuchen konnte. Eine andere Frau hatte auch ein Auge auf ihn geworfen! Aus Eifersucht schnitt sie eines Nachts dem Pferd die Flügel ab und der junge Mann konnte seine Geliebte nicht mehr besuchen. Zutiefst traurig formte der junge Mann mit dem Schädel und den Schwanzhaaren des Pferdes ein Instrument, das er mit einem Bogen aus weiteren Schwanzhaaren bespielte. Die zweisaitige mongolische Pferdekopfgeige war geboren!

    Und wieder spielen wir Karten. Langsam wird es unheimlich: 3x gespielt - 3x gewonnen! Ich hätte um ein mongolisches Pferd spielen sollen!🤣
    Weiterlesen