03 Atlantikregenwolkensturm
10 april, Portugal ⋅ 🌬 13 °C
Normalerweise (aber was ist schon zu heutiger Zeit noch normal?!) ist es zu dieser Zeit hier auf Madeira wunderschönes Frühlingswetter. Es gibt Wolken am Himmel und Sonne und es ist um die 18 - 20 Grad angenehm warm. Die Wiesen blühen und die Insel zeigt sich von ihrer besten Seite.
Leider ist heute morgen das Gegenteil der Fall: Der Regen peitscht den Berg herunter, die riesigen Eukalyptusbäume biegen sich im Sturm, über dem Meer erleben wir eine Art superrasante Atlantikregenwolkengeschwindigkeit. Sieht atemberaubend aus, aber weit sehen können wir dadurch überhaupt nicht. So wie es aussieht werden wir erstmal ein wenig warten und hoffen, dass das wüste Wetter aufklart. Dann würden wir doch noch starten. Unser Tourplan wäre heute die Nordostseite der Insel gewesen. Genau von dort kommt der Orkan daher …!! 🥲🥲🥲🌧️🌧️🌧️💨💨💨
Zum Trost und anstelle eines täglichen Reiseberichts für alle unsere Leser/innen nun auf vielfachen Wunsch ein wenig Wissenswertes über die Tropeninsel:
Madeira ist eine durch einen vulkanischen „Hotspot“ entstandene Insel, deren Vulkansystem als schlafend gilt, da der letzte Ausbruch etwa 6.000 bis 6.500 Jahre zurückliegt. Sie besteht hauptsächlich aus Basalt, ist sehr gebirgig und erhebt sich etwa 6 km vom Meeresboden. Aktive vulkanische Aktivitäten sind derzeit nicht zu verzeichnen, jedoch ist die geologische Struktur vulkanischen Ursprungs.
Madeira entstand in mehreren Phasen über einen Hotspot vor etwa 5 bis 7 Mio. Jahren. Sie ist die Spitze eines massiven Schildvulkans, wobei nur ein Teil über dem Meeresspiegel liegt. Die letzte vulkanische Aktivität geschah vor etwa 6.000 - 6.500 Jahren im Bereich der Hochebene Paul da Serra.
Die Grutas de São Vicente sind beeindruckende Lavaröhren, die vor rund 890.000 Jahren entstanden und besichtigt werden können. Geologische Überbleibsel sind bizarre Felsformationen, steile Klippen (wie Cabo Girão) und schwarze Sandstrände sind Zeugen der vulkanischen Vergangenheit. Obwohl der Vulkan als "ruhend" (dormant) eingestuft wird und nicht als erloschen gilt, gibt es keine Anzeichen für unmittelbar bevorstehende Ausbrüche. Die seismische Aktivität ist in der Regel schwach. Dennoch wird die Insel von seismischen Netzwerken überwacht.
Auf den beiden Satellitenaufnahmen seht Ihr übrigens, wo wir wohnen (der blaue Punkt). Unsere Unterkunft heißt Landhotel Atrio und liegt weit oben über dem Meer am Waldrand. Sehr romantisch und ruhig. Eine einzige Empfehlung. Bestes Essen im hoteleigenen Restaurant.
Landschaftsfotos gibt es heute nicht, weil alles im Regen und in Wolken versinkt. Dafür ein paar schöne Blümchen. Morgen wird es hoffentlich besser. Einen ganzen Tag im Hotel sitzen ist genug.
Um 18.13 Uhr doch noch ein gutes Zeichen von Petrus: Direkt vor unserer Nase ein wunderschöner Regenbogen! 🌈🌈🌈Läs mer

















ResenärIhr wisst ja, ich kann es einfach nicht lassen: hier kommt das angekündigte Gedicht. FindPenguins macht keinen Zeilenumbruch, deshalb geht’s mitten im Satz los: Andrea und Mathias, auf geht’s, ihr zwei, mit „FindPenguins“ sind wir immer dabei. Man fliegt mit der Condor, hier gibt’s nix für lau, selbst Wasser kostet Geld, das ist unter aller Sau! Ihr seid auf Madeira, es sieht aus wie Hawaii, man könnte fast meinen, wir sind live dabei. Das Wetter macht Zicken, doch macht euch nichts draus, morgen sieht der Himmel schon wieder anders aus. Die Sony an der Hüfte, so laufen sie los, Sehenswürdigkeiten gibt’s, und die Freude ist groß. Hoch hinauf auf den Pico, das Staunen beginnt, eine Aufnahme hier, ein Lachen im Wind. Die Menschen sind freundlich, das Essen ein Genuss, Matthias voll Inbrunst: „ Noch ein Foto, das muss!“. Andrea entdeckt Blumen, Matthias das Meer, sie fangen Momente und genießen es sehr. Am Ende der Reise, die Speicherkarte ist voll, wir genießen den Blog: „ Madeira war toll!“.
Andrea on TourHast du schon gedichtet und alles gegeben.Danke.
Resenär🤩