• Durch die Dünen nach Mida und zurück

    April 1 in Tunisia ⋅ 🌬 16 °C

    Die letzten zwei Tage sind wir und unser Auto definitiv an ihre Grenzen gestoßen, wenn nicht gar darüber hinaus. Unsere beiden Guides Mohammed und Mustafa geben sich alle Mühe, uns durch die Dünen nach Mida zu lotsen. Wir verlassen uns komplett auf die beiden. Sie haben die Fähigkeiten des Sprinters - und des Fahrers - wohl etwas überschätzt. Radstand, Motorisierung und Gewicht passen in diesem Terrain nicht so recht zusammen. Dass während der zwei Tage ein kräftiger Sandsturm bläst, hat auch nicht geholfen.Und so brauchen wir für die Querung des Dünenfeldes statt 2 - 3 Stunden mindestens die doppelte Zeit. Unzählige Male müssen wir uns freischaufeln, werden mit dem dynamischen Seil freigeschleppt, nur um 3 Minuten später wieder festzustecken.
    Aber in den Augenblicken, in denen es mal klappt oder wir uns einfach die Zeit nehmen, unsere Umgebung wahrzunehmen, sind wir komplett geflashed von der Weite und Schönheit der Sahara. Und wenn wir beobachten, wie elegant die richtigen Offroad-Fahrzeuge durch die Dünen gleiten, werden wir ganz neidisch.
    Mida ist eine kleine Oase mit Brunnen und einem sogenannten Café, wie es sie hier in der Sahara häufig gibt. Vom Betreiber des Cafés, der hier monatelang völlig alleine lebt, werden wir zum Tee eingeladen. Später schmeißen wir unsere Abendessen zusammen. Sibylle steuert ein Linsendaal bei und unsere Guides ein Couscous mit Kamelfleisch.
    Der Rückweg ist fast noch beschwerlicher, da gegen den Wind und damit gegen die steile Seite der Dünen. Aber mit ein paar leichten Blessuren am Sprinter haben wir es zurückgeschafft. Dass einer der Guides am Ende meint, wir seien der erste Sprinter auf dieser Route gewesen, können wir nicht so ganz glauben.
    Die nächsten beiden Tagen werden wir es ruhig angehen. Auch abseits der hohen Dünenfelder gibt es genug Möglichkeiten, die Faszination der Wüste zu erleben.
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