• Marcel Friedmann
  • SV Feschbi
Apr – May 2025

Gen Italien

A 14-day adventure by Marcel & SV Feschbi Read more
  • Trip start
    April 27, 2025

    Auf gehts!

    April 26 in Greece ⋅ ☀️ 19 °C

    Der erste Tag. Gestern sind wir den ganzen Tag angereist. S-Bahn um 6:40, Zug um 8:00, Flug um 12:30, Bus um 19:30 und dann waren wir um 1:00 Uhr nachts wieder in der Cleopatra Marina.
    Der Wind weht, die Sonne scheint, die Krähen bauen ihr Nest im Travel-Lift und wir schleifen, Schrauben, nieten und werkeln im, am und unter dem Boot. Befeuert mit Omletta-Feta und dem ein oder anderem Alpha (das lokale Bier) geht die Arbeit gut von der Hand. Heiß ist es trotzdem und wie immer am Boot sind die Arbeiten überkopf, auf engstem Raum oder kopfüber in der Backskiste.
    Wir haben viel geschafft und jetzt geht es in die Taverne, Jamas!
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  • 💦 Splash

    April 28 in Greece ⋅ ☀️ 17 °C

    Die Feschbi ist wieder im Wasser! Nach einem zweiten Arbeitstag, einem weiteren Abend in der Taverne und einer letzten Nacht in unserem Zimmer hat das Team der cleopatra Marina das Boot wieder professionell eingekrant, jetzt kann es los gehen!!Read more

  • Die erste Etappe

    April 29 in Greece ⋅ ⛅ 19 °C

    Wir sind unterwegs.
    Raus aus Preveza und in einen perfekten Westwind. Mit wenig Welle und 6 knoten Fahrt brausen wir nach Norden. Teils geht die Logge sogar auf Anschlag.
    Ein paar Stunden ideale Bedingungen, ein grandioser Start!
    Später schläft der Wind ein, ein geplantes Käsebrot eskaliert zu einem griechischen Salat, so geht es unter Motor in die erste Nacht.
    Unter sternenklarem Himmel ziehen wir östlich an Korfu vorbei. Aus dem Landschatten gibt es etwas Welle und wir beide schlafen nicht sehr gut. Trotzdem kommen wir nach 20,5 Stunden Fahrt und knapp 100 Seemeilen gut in Othonoi an, wo wir für zwei Nächte Schutz vor dem angekündigten Starkwind nehmen wollen.
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  • Othonoi

    April 30 in Greece ⋅ ☀️ 19 °C

    Othonoi ist eine ruhige und mittlerweile wenig bewohnte Insel und der Nord-westlichste Punkt Griechenlands. Im verlassenen Dorf wohnen noch ca. 50 meist ältere Leute. Alle sind sehr nett aber der Ort leidet unter Auswanderung und langsamen Verfall. Trotzdem ist es noch sehr schön und ruhig. Die Taverne hat nur in der Hochsaison geöffnet und so versorgen wir uns selbst im Minimarkt.
    Auch andere Segler haben vor dem Wind Unterschlupf gesucht und so sind wir im kleinen Hafen in guter Gesellschaft.
    Die Läden hier haben nur wenige Stunden offen und auf Nachfrage hat sich die Annahme bestätigt, dass es „no fixed schedule“ gibt.
    Morgen wollen wir nach Oreo wandern, aber jetzt erstmal baden, kochen und etwas Schlaf nachholen.
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  • Oreo

    May 1 in Greece ⋅ ☀️ 18 °C

    Es ist ein knappe Stunde zu Fuß, bis man das Örtchen Oreo erreicht. Ca zwölf Häuser aber aktuell nur noch zwei Einwohner. Die verlassenen Häuser und grandiosen verwilderten Olivenhaine lassen vermuten, wie es hier vor einigen Jahren oder Jahrzehnten war. Mit Blick nach Korfu und Italien, den Boden voller Oliven und dem Duft einer ganzen Gewürzpalette (hier wächst Thymian, Salbei, Rosmarin und vieles mehr wild) vespern wir vor einem verlassenen Landhaus, bevor es wieder bergab geht.
    Der Tag verfliegt mit Baden, Nickerchen, Einkaufen und Bierchen.
    Auch die lokalen Soldaten genießen die Aussicht mit einem Bier, bevor sie im Hafen den Grill aufbauen und an den Aussichtspunkten stehen Flaschenweise Ouzo bereit.
    Morgen soll es dann weitergehen nach Italien.
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  • Brausefahrt

    May 2, Adriatisches Meer ⋅ ☀️ 19 °C

    Wir schlafen aus und starten den Tag mit einem Kaffee und ein paar kleinen Aufräumarbeiten. Noch kurz den Motor checken und dann kann es los gehen, los zu unser längsten Etappe auf dieser Reise.
    Michael dachte es ist eine gute Idee in eine grandios scharfe Fischkräte zu steigen, welche sich tief in die Färse gebohrt hat und den Schuh mit Blut flutete.
    Der erste Einsatt des riesigen Verbandskastens an Bord. Die Wunddesinfektion hat er genommen, tackern durfte ich ich leider nicht…
    Um 9:30 hieß es dann „Leinen los“ und wir segelten eine gute Stunde, bis der Wind wie vorhergesagt einschlief.
    Trotz limitierter Erfahrungen im Wetterrouting versuchten wir und daran. Wenn wir jetzt zwei Stunden motoren, sollten wir das Windfeld einholen und den restlichen Tag gut segeln können…
    Trotz abflauenden Wind standen noch ca. 1m Restwelle von Norden in der Adria, welche aber lang und angenehm war, wir hatten etwas ruppige See gefürchtet.
    Die Welle war ok und wie geplant holten wir bald das Windfeld ein, welches 12-16 knoten Seitenwind brachte. Den restlichen Tag brausten wir mit 5,5-6 Knoten fahrt, Sonnenschein und hohem aber angenehmen Seegang Richtung Italien. Genial! Perfekte Segelbedingungen, wir konnten es kaum fassen und waren viel, viel früher als gedacht am „Absatz des Stiefels“. Abflauender Wind war gemeldet und so drehten wir nach Süden ab Richtung „Fußballen“. Kurz vor Sonnenuntergang haben wir die Segel geborgen, einen weiteren grandiosen Salat gemacht und uns für eine ruhige Nacht auf See vorbereitet.
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  • Seetage

    May 3, Ionisches Meer ⋅ ☀️ 18 °C

    Insgesamt dauerte unsere Überfahrt von Othonoi nach Sizilien 3 Tage und zwei Nächte oder genau 56 Stunden.
    Tag 2 war weniger ereignisreich als der erste und wir sind unter Motor dahingeblubbert. Ein Keks hier, ein griechischer Salat da, manchmal sinnvolle und manchmal nicht so sinnvolle Gespräche. Manchmal ein Schiff und manchmal ein Stück Land. Insgesamt aber gute Stimmung und grandioses Wetter.

    Und wir haben die Italienische Flagge gesetzt, Feschbis zwölftes Land.
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  • Die Strasse von Messina

    May 4 in Italy ⋅ ☀️ 17 °C

    Durch die zweite Nacht ging es mit kürzeren Schlafschichten als gewohnt. Jeweils erst zwei und dann drei Stunden im Wechsel, damit wir beide für die Durchfahrt der sagenumwobenen Straße von Messina Wach sind.

    Am Abend zuvor habe ich noch einen Delfin direkt neben dem Boot gesehen und wir hatten teils ruppige Wellen weshalb wir weiter unter Land gefahren sind. Trotz allem war das Wetterfenster super und so entschlossen wir uns gemeinsam weiter zu fahren. Eine gute Entscheidung wie sich zeigte, denn wenige Stunden später war das Wasser wieder ruhig.

    Aufgewacht bin ich mit Blick auf den Etna und 3 knoten Strom gegenan. Die Lichter in der Einfahrt müssen bei Nacht grandios gewesen sein.
    Die Durchfahrt war ereignislos aber ein ganz besonderes Erlebnis, nach dem Bosporus und dem Kanal von Korinth ein weiterer großer Meilenstein im Logbuch.
    Der gemeldete Strom, der uns im Affanzahn durch die Straße schieben sollte blieb aus. Auch Charybdis, das legendäre Seeungeheuer hat sich uns nicht gezeigt, wir haben aber die Strudel und Wasserwirbel gesehen, die die Legende befeuern.
    Bei Ausfahrt sind wir noch dem englischen Flugzeugträger „Prince of Wales“ inklusive Begleitflotte begegnet. Die gesamte Besatzung war an Deck versammelt, das ist schon beeindruckend. (Zweites Bild von Google)

    Jetzt sind es nur noch ein paar Stunden bis zu unserem neuen Heimathafen Portorosa.
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  • Portorosa Marina

    May 4 in Italy ⋅ ☁️ 23 °C

    Wir sind da! Nach 58 Stunden auf See haben wir um 17:11 unser (letztes Griechisches) Anlegebier geöffnet. Wir wurden freundlich empfangen und haben gleich noch vollgetankt.
    Die Marina ist grandios, in den 80er Jahren von einer Gruppe lokalen Bewohnern aus dem Boden gestampft wohl einer der besondersten Häfen die ich je gesehen habe. Kanäle winden sich durch Ferienhäuser und Palmen und Blumen zieren das Bild.
    Wenn auch schon etwas in die Jahre gekommen und stellenweise etwas vernachlässigt ist es eine Freude hier entlangzuschlendern und Gärten und Boote anzuschauen.
    Erstmal duschen, das war definitiv nötig und dann nach einem kurzen Spaziergang ins Restaurant. Es ist früh in der Saison und wir sind die einzigen Gäste aber das Essen ist lecker!
    Zur Feier der Ankunft in Sizilien gibt es erstmal ein fantastisches Cardon Bleu mit Pommes!
    Nein natürlich gibt es Bruschetta und Pizza Norma.

    Noch ein letztes Messina Bier auf dem Boot und dann fallen wir gegen 20:30 Uhr in die Koje am wohl ruhigsten Ort an dem das Boot je stand.
    Zufrieden, gewaschen, wohlgenährt und natürlich auch ein bisschen Stolz auf die erfolgreiche und vor allem problemlose Etappe!
    Auch erwähnenswert ist, das am Boot nichts kaputt ging, ich glaube das gab es noch nie…
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  • Der Tag dannach

    May 5 in Italy ⋅ ☀️ 21 °C

    Der Tag ist uns wohl entglitten. Ein ausgedehntes Frühstück, ein kleiner Spaziergang, einkaufen und viele Gespräche und schon ist der Tag fast rum.
    Die geplanten Bootsarbeiten hat auch sonst keiner erledigt und so haben wir nichts verpasst. Morgen holen wir unseren Mietwagen ab um Sizilien zu erkunden.
    Die Portorosa Marina ist wirklich besonders, die Blütezeit hat sie eindeutig hinter sich aber trotzdem versprüht sie einen besonderen Charme. Der in den 80er und 90er Jahren errichtete Komplex wahr wohl in einige Machenschaften verwickelt und auch der ermordete Mafiosi Santo Gullo erwirtschafte und erpresste Geld der Organisation.
    Zu dieser Jahreszeit erinnert ein Gang durch die Straßen eher an eine Zombie-Apokalypse. Leere Straßen, teils verfallene Bauten und eine absolute Stille wecken den Glauben man wäre der letzte Mensch auf Erden.
    Trotzdem hatte ich noch nie so einen idyllischen Liegeplatz und uns gefällt der Flair sehr gut. Wirklich gut!
    Um 16:30 haben dann auch die Läden mal geöffnet und wir Bunkern Oliven, sizilianischen Käse und Ciabatta. An Bord gibt es dann ein grandioses sizilianisches Vesper, ein Bierchen und ein Nickerchen.

    Kurzum die Seele baumelt und wir lassen es uns gut gehen.
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  • Mast, Mobil und Milazzo

    May 6 in Italy ⋅ ☁️ 21 °C

    Heute haben wir den Tag mit einem kleinen Projekt gestartet. Das Fall des Vorsegels hatte sich im Masttop verhakt, daher ging es mal ins Top um das wieder zu richten.
    Mission zwei war es den Mietwagen in Milazzo abzuholen. 30min zu Fuß zum Bahnhof und dann sollten es nur noch 16min mit dem Zug sein. Leider streikt auch hier das Personal und alle Bahnen fallen aus. Also über das super hilfreiche Hafenbüro ein Taxi gerufen. Kurz darauf schlenderten wir durch das Städtchen, welches den Zustand des Hafens fast schon gepflegt erscheinen lässt. Trotzdem toll anzusehen und leckere Sandwiches gibt es auch.

    Wir haben einen fahrenden Untersatz! Morgen geht es ins Hinterland, Richtung Etna und Taormina.
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  • Road Trip nach Taormina

    May 7 in Italy ⋅ ☀️ 21 °C

    Taormina soll die Perle Siziliens sein, mit einer schönen Altstadt, den besten Stränden und tollen Lokalen.
    Schön ist es, keine Frage, aber leider sehr touristisch aufgezogen und überlaufen. Nach den Tagen auf See und in unserer verlassenen Portorosa Marina ein kleiner Zivilisationsschock aber definitiv einen Besuch wert.
    Glücklicherweise sind wir durchs Hinterland gefahren und haben tolle Dörfer, einen Blick auf den Etna, Weiden und Wiesen und vieles andere gefunden. Von der Landschaft sind wir beide einfach nur begeistert und Fenchel, Kräuter und vieles andere wächst wild auf dem fruchtbaren Boden.
    Alles in allem ein toller Road-Trip!
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  • Nicht zur Alcantara Schlucht

    May 8 in Italy ⋅ ☁️ 19 °C

    Heute wollten wir zur Alcântara Schlucht fahren und haben uns auf den Weg über den Pass begeben um die Landschaft und Bergdörfer weiter zu erkunden. Beides grandios!
    Zur Schlucht sind wir nicht gekommen, da der Pass plötzlich gesperrt war, die Straße ist abgerutscht und Bauarbeiten waren schon in Gange. Also wieder zwei Stunden zurück. Einen neuen Anlauf über die Küstenstraße haben wir dann nicht unternommen, sondern sind stattdessen nach Cefalù, einem malerischen Küstenstädtchen eine Stunde westlich unseres Hafens.
    Geile Stadt, toller Strand und wir haben Arancini probiert, gefüllte, panierte und frittierte Reisbällchen ähnlich wie die brasilianischen Coxinha nur eben mit Reis. Super lecker!
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  • Die letzten Tage

    May 9 in Italy ⋅ 🌧 17 °C

    Und dann ist es schon wieder Zeit zusammenzupacken. Wir putzen das Boot und alles findet seinen Platz. Als wir fertig sind beginnt es zu schütten und wir verbringen den Nachmittag an Bord. Ein kleiner Spaziergang und lecker Abendessen. In der sonst ausgestorbenen Marina ist plötzlich reges Treiben, überall sind Menschen. Freitag/Samstag werden die Charterboote zurückgegeben und überall sind Crews. Restaurants servieren Essen, Läden haben offen und duschen sind belegt. Verrückt!
    Morgen geht es dann nach Hause, Zeit wird es :)
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    Trip end
    May 10, 2025