• Tag 13,14,15: Von Stockholm nach Molkom

    April 29 in Sweden ⋅ ☁️ 14 °C

    Wir fahren jetzt wieder quer durch Schweden, mittlerweile Mittelschweden (das ist wichtig, weil die Mittelschweden mit den Südschweden nichts zu tun haben wollen). Südschweden endet also von Süden kommend auf der Linie Göteborg - Stockholm.
    Unsere Route führt also in nordwestlicher Richtung quer durchs Land Richtung Norwegen. Die Gegend lässt sich folgendermaßen beschreiben; Ein See, Wald, noch ein See, schon wieder ein See, schau ein See, dazwischen und rundherum Wälder. Naturparks links der wirklich gut ausgebauten Schnellstraße, Naturparks rechts davon. Sicher, es gibt auch kleinere und größere Orte und Städtchen. Sonst aber Natur, Natur, Natur: wunderschön, jeder See ein einziger Traum, auch weil derzeit wirklich strahlend schönes Wetter ist. Rund um die Seen gibt es überall wirklich gute Wandermöglichkeiten. Das alles sind Orte, die eigentlich zum Verweilen einladen, wenn man Ruhe und Einsamkeit sucht.
    Am Montag haben wir den kleinen Ort Sigtuna besucht.
    Sigtuna gilt als die erste Stadt Schwedens und verzaubert Besucher sofort mit ihrem charmanten, mittelalterlichen Stadtkern direkt am Mälaren-See. Beim Schlendern durch die historische Storgatan entdeckt man farbenfrohe Holzhäuser, gemütliche Cafés und das kleinste Rathaus des Landes. Geschichtsliebhaber finden hier zudem eine beeindruckende Dichte an jahrtausendealten Runensteinen, die zwischen den Ruinen alter Steinkirchen von Wikinger-Zeiten erzählen.
    Übernachtet haben wir nach einer Gesamtstrecke von 112 km auf der kleinen Insel Björnö, natürlich an einem See. Hier gibt es ganz viele Grillplätze, auf denen die Gemeinde wirklich tolle Grillstellen gebaut hat. Täglich fahren Gemeindebedienstete vorbei, um das Grillholz, das natürlich im Trockenen gestapelt ist, aufzufüllen. Toller Service, finden wir.
    Am Dienstag sind wir dann 128 km weitergefahren bis Örebro, wo wir wieder an einem wunderschönen See übernachteten. Hier stehen sogar noch ein paar andere Camper, lauter Schweden, 1 deutsches Wohnmobil und ein Dauercamper in einem nicht mehr fahrtüchtigen uralten Wohnmobil. Auch hier sind wir auf eine ähnliche Grillinfrastruktur getroffen. Noch ist ja nicht viel los, aber ein Schwede, der hier lebt, hat uns erzählt, dass die Schweden fanatische Griller seien und dass es ab Mitte Mai so richtig losgeht.
    Heute haben wir noch die Stadt Örebro besucht, die uns wirklich positiv überrascht hat.
    Die Stadt ist sowas wie Liebe auf den zweiten Blick, aber dann überzeugt sie mit einer perfekten Mischung aus urbaner Coolness und Natur. Das absolute Wahrzeichen ist der Wasserturm Swampen, das heißt "Pilz", der oben ein tolles Café hat und einen fantastischen Panoramablick auf 58m Höhe. In krassem Gegensatz dazu thront das imposante Schloss aus dem 14. Jhdt. wie eine uneinnehmbare Festung mitten im Fluss Svartån und bildet das historische Herzstück der Stadt. Direkt daneben bietet das lebendige Freilichtmuseum Wadköping mit seinen karmesinroten Holzhäusern eine idyllische Zeitreise in das alte Schweden. Für Naturfreunde sind die nahegelegenen Naturreservate Oset und Rynningeviken am Hjälmaren-See ein echter Geheimtipp, da man hier wunderbar wandern und Vögel beobachten kann, ohne die Stadt weit verlassen zu müssen.
    Nach diesem Kurzbesuch fuhren wir weiter nach Molkom zu unseren ehemaligen Nachbarn und Freunden Nadja und Karim mit Ben und Mia, die sich tatsächlich hier in Schweden angesiedelt haben.
    Nachdem wir hier ihr Anwesen gesehen haben, verstehen wir jetzt, warum. Hier haben wir heute nicht mehr viel gemacht, aber wunderbar zu Abend gegessen und reichlich Alkohol getrunken.
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