Stockholm in Bildern
April 26 in Sweden ⋅ ☁️ 9 °C
Tag 11 und 12: Stockholm
April 26 in Sweden
Gestern sind wir relativ früh nach Stockholm gefahren. Das waren gerade mal 30 km. In Stockholm Parkplätze zu finden ist extrem schwierig. Stellplätze oder Campingplätze gibt es derzeit überhaupt keine. (Erst wieder ab Mitte Mai) Dank P4N haben wir schließlich einen Parkplatz gefunden, auf dem man auch über Nacht stehen darf. Von dort sind es zu Fuß allerdings 5,5km bis ins Stadtzentrum (Gamla). Als wir dort ankamen, war gerade noch ein Parkplatz frei, den uns irgendein Wichtigtuer madig machen wollte, was wir aber schließlich ignorierten.
Es war wirklich saukalt und windig, am Nachmittag gab es sogar kurz Schneegestöber, aber wir machten uns extrem vermummt und tapfer auf den Weg ins Zentrum. Der Weg dorthin ist wirklich schön und bei etwas angenehmeren Temperaturen wahrscheinlich ein wirklicher Wandergenuss. Die Stockholmer*innen sind allerdings unverwüstlich, sind glücklich über die hellen Tage und trotzen den eisigen Temperaturen. Gefühlt läuft, joggt, rennt ganz Stockholm.
Wir begannen unsere Stadtbesichtigung beim Stockholmer Rathaus. Es ist mit seiner markanten Silhouette aus acht Millionen Ziegeln das architektonische Wahrzeichen der schwedischen Hauptstadt. Zwischen 1911 und 1923 erbaut, gilt es als bedeutendes Beispiel der Nationalromantik und Schauplatz des Nobelpreis-Banketts. Besonders lebendig wird die Kulisse durch die zahlreichen Paare, die sich hier beinahe am laufenden Band das Jawort geben. Ein Highlight bleibt der Goldene Saal, dessen Mosaike aus 18 Millionen Goldplättchen die schwedische Geschichte illustrieren. Heute verbindet das Haus politische Aktualität mit einem der schönsten Panoramablicke über die Stockholmer Altstadt.
Weitere Highlights unserer Route durch die schwedische Metropole waren: Ein Besuch am Königlichen Dramatischen Theater (Dramaten) mit seiner markanten Jugendstil-Fassade. Von dort ging es vorbei am Rosenbad, dem imposanten Regierungssitz, direkt in das Herz der Stadt: Gamla Stan. Die engen Gassen und das historische Flair im alten Zentrum sind ein Muss für jede*n Kulturliebhaber*in
Danach fuhren wir zum Vasa-Museum: Statt modernem Bus wählten wir die Nostalgiebahn. Die Fahrt in der historischen Straßenbahn Richtung Djurgården ist das perfekte Entschleunigungs-Erlebnis.
Krönender Abschluss war das Vasa-Museum. Das fast vollständig erhaltene Kriegsschiff aus dem 17. Jahrhundert ist schlichtweg atemberaubend – ein monumentales Stück Zeitgeschichte, das man gesehen haben muss.
Die Vasa sank 1628 auf ihrer Jungfernfahrt bereits nach wenigen hundert Metern im Stockholmer Hafen, da sie aufgrund ihrer massiven Bewaffnung und einer Fehlkonstruktion instabil war. Nach über 333 Jahren im sauerstoffarmen Brackwasser der Ostsee wurde das Wrack 1961 geborgen und ist heute zu fast 98 Prozent im Originalzustand erhalten. Besucher können nun die tausenden kunstvoll geschnitzten Holzskulpturen bewundern, die das Schiff einst als schwimmenden Palast und imposantes Machtsymbol des schwedischen Königs schmückten.
Danach aber waren wir ziemlich erschöpft, machten uns aber tapfer zu Fuß auf den Weg Richtung Übernachtungsplatz, nicht ohne einen Abstecher noch in die wunderschönen und bestens sortierten Markthallen (Saluhallen) zu machen. Dann marschierten wir die 5,5 km zurück zum Balu. Das waren gestern 18 km Fußmarsch.
Heute gingen wir am späteren Vormittag nochmals zurück in die Gamla, genossen in einem feinen Cafe ein köstliches spätes Frühstück und besuchten noch die Katherinenkirche und einen besonderen Aussichtspunkt bei einem Restaurant gleich daneben. Am Nachmittag machten wir noch eine sehr interessante Bootsfahrt durch den Stockholmer Schärengarten.
Am späten Nachmittag fuhren wir diesmal mit der U-Bahn zurück zu unserem Stellplatz, fuhren aber heute noch 20 km etwas außerhalb von Stockholm nach Sollentuna auf einen Parkplatz am See. Dort kochten wir uns noch ganz gemütlich Lachsnudeln mit Salat.Read more
Tag 9 und 10: Auf dem Weg nach Stockholm
April 24 in Sweden ⋅ ☀️ 14 °C
Wir fahren von Göteborg nach Stockholm quer durch Südschweden, von der Nordsee zur Ostsee. Das sind 470 km, wir haben es nicht eilig und zwei Übernachtungen an Seen und Fjorden lassen das richtige Schwedenfeeling aufkommen. Gestern haben wir noch eine lange Wanderung am See von Ulicehamn gemacht. Danach war noch Einkaufen im Ica angesagt. Zurück am Parkplatz konnten wir noch Wasser tanken und Schwarz- und Grauwasser entsorgen, bevor wir weiter Richtung Nordosten weiterfuhren. Die Strecke ist typisch schwedisch, links und rechts Wälder, dazwischen kleine und große Seen. Der Winter ist hier gerade vorbei, der Frühling gibt zaghafte Lebenszeichen. Aber das Wetter ist top. Sonne und strahlend schön.
Gestern sind wir dann noch 250 km gefahren bis nach Kolmarden. Das ist ein kleiner Ort an einem Naturpark am Bräviken Fjord. Wir fanden hier einen schönen ruhigen Übernachtungsplatz.
Heute morgen dann eine ausführliche Wanderung durch den Nationalpark.
Danach ganz gemütlich in der Sonne sitzen und am Nachmittag fuhren wir schließlich weiter. Jetzt stehen wir ganz in der Nähe von Stockholm in Södertälje am Hallsfjärden. Heute waren wir zum ersten Mal auf dieser Reise essen, weil gleich neben unserem Übernachtungplatz ein schönes Restaurant steht. Das Essen war köstlich, der Abend gemütlich.Read more
Tag 7 und 8: Weiter nach Göteborg
April 21 in Sweden ⋅ ☀️ 14 °C
Gestern am späten Vormittag machten wir uns von unserem wunderschönen Meerplatz auf nach Göteborg. Das waren 210 km bis zum Übernachtungsplatz in Göteborg neben einer Brücke, die direkt in die Stadt führt und neben der man zwar nicht schön, aber ungestört parken und übernachten kann. Auf der Fahrt nach Göteborg haben wir festgestellt, dass der Frühling sich redlich bemüht, bemerkt zu werden und ein paar Spuren zu hinterlassen. Im Augenblick aber bleibt es noch beim Bemühen. Die Bäume beginnen ganz langsam auszutreiben. Blühen tut noch gar nichts. Und auch die Sonne tut, was sie kann. Es ist nämlich strahlend schön, aber mehr als 12 Grad schafft derzeit hier die strahlendste Sonne nicht.
Aber zurück zu unserem Platz: Gerade mal 1 km entfernt gibt es quasi mitten im Industriegebiet der Stadt eine ganz tolle Freizeitanlage mit Schwimmbad, Sauna und Dusche (Jubiläumspark). Unglaublich: Das alles kostenlos. Ist derzeit an Wochentagen ab 17:00 Uhr geöffnet, an Samstagen, Sonn- und Feiertagen ab 14:00 Uhr. Wir haben das Angebot genutzt und in vollen Zügen genossen. Mehr haben wir dann gestern von Göteborg nicht mehr gesehen. Aber dieser erste Eindruck machte uns die Stadt schon auf den ersten Blick sympathisch.
Heute Früh sind wir dann um halb 10 auf Stadtbesichtigung aufgebrochen. Ok, Göteborg ist eine schwedische Stadt am Meer, ohne viel Schnickschnack, ohne viele pompöse Sehenswürdigkeiten, aber mit vielen kleinen netten Geheimtipps. Und Göteborg ist derzeit eine einzige Baustelle. Überall wird gebaggert, gebohrt, aufgerissen, zubetoniert. Aufgrund der vielen Umleitungen hat Google Maps alle Hände voll zu tun, einigermaßen akzeptable Wege zu finden. Wir haben aber tapfer unseren gestern geplanten Rundgang durchgezogen.
Göteborg zu Fuß: Zwischen Zimtschnecken, Küsten-Kultur und See-Idylle
Manchmal sind es die ungeplanten Begegnungen und der bewusste Verzicht auf Hektik, die einen Städtetrip unvergesslich machen. Unser Tag in Göteborg war genau das: Eine perfekte Balance aus hanseatischem Flair, tiefen Einblicken in die Stadtgeschichte und dem Luxus, sich einfach treiben zu lassen.
Der perfekte Start: Brunch & Industrieromantik
Eingeschlafen sind wir im rauen, kreativen Charme von Ringön. Wer hier parkt, spürt den Puls des modernen Göteborgs. Von dort aus hieß es: Schuhe schnüren! Unsere Stadtwanderung begann mit einem kulinarischen Paukenschlag in der Brunchoteket. Wer Qualität vor Quantität sucht, ist hier goldrichtig – ein Frühstück, das Kraft für die kommenden Kilometer gab.
Märkte, Handwerk und ein Hauch Geschichte
Der Vormittag gehörte den Sinnen. In den Markthallen (Saluhallen) tauchten wir ein in die Welt regionaler Köstlichkeiten, bevor uns das Kronhuset und die Kronhusbodarna in das 17. Jahrhundert entführten. Es ist faszinierend, wie zwischen den historischen Mauern das traditionelle Handwerk überlebt hat.
Natürlich durfte ein Abstecher zur Feskekôrka, der berühmten Fischkirche, nicht fehlen. Auch wenn wir dort nur schauten, war der maritime Vibe der Stadt hier überall greifbar.
Das Herz von Göteborg: Haga & Skansen Kronan
Unser persönliches Highlight war der Stadtteil Haga. In den kopfsteingepflasterten Gassen scheint die Zeit stillzustehen. In einem kleinen, urigen Laden fanden wir nicht nur extravagante Keksformen für unsere Küche zuhause, sondern auch ein wunderbares Gespräch mit der Besitzerin. Genau das sind die Momente, die man in keinem Reiseführer kaufen kann – echte Gastfreundschaft und ein kurzer Austausch über das Leben im Norden.
Nach dem Aufstieg zur Festung Skansen Kronan wurden wir mit einem Panoramablick über die Dächer belohnt. Der Abstieg führte uns – wie sollte es anders sein – zurück nach Haga. Bei einer der legendären, riesigen Zimtschnecken im Café Husaren ließen wir die Seele baumeln.
Vom Asphalt ans Ufer
Bevor wir die Stadt verließen, gab es noch einen strategischen Stopp: Zurück in den Markthallen besorgten wir uns frischen Fisch für den Abend. Mit der Beute im Gepäck kehrten wie müde und zufrieden zum Camper zurück
Doch der Tag war noch nicht zu Ende. Da wir gut in der Zeit lagen, ließen wir den urbanen Trubel hinter uns und steuerten Richtung Stockholm.
Der Ausklang: Stille am Åsunden
Jetzt sitzen wir an einem spiegelglatten See bei Ulricehamn. Die Sonne versinkt langsam hinter den Nadelbäumen und die Hektik der Großstadt fühlt sich Lichtjahre entfernt an. Wir sitzen im Wohnmobil, bei Fisch und Gemüse und einem Gläschen Weßwein und genießen das Leben.Read more
Tag 6: Ein Tag am Meer
April 20 in Sweden ⋅ ☀️ 12 °C
Oh, welch ein Wunder: Der heutige Tag war strahlend schön, kühl zwar, etwas windig, aber Sonne, Sonne, Sonne. Da kommt richtig Freude auf. So haben wir beschlossen, heute hier zu bleiben, die Gegend zu erwandern und die Ruhe und die Natur zu genießen. Durch Torekov, das ist der Ort, in dessen Nähe wir übernachten, führt der bekannte schwedische Fernwanderweg Skäneleden. Auf einem kleinen Teil davon machen wir heute eine Wanderung, in der Hoffnung, unsere Tradition fortsetzen zu können und nach einem starken Kaffee im Balu gemütlich irgendwo frühstücken zu können. Aber nichts da. Alles zu, noch keine Spur von Saison. Da müsst ihr in zwei Monaten wieder kommen, hieß es in einer Bar, die offen schien, aber geschlossen hatte. Eine private Männerpartie hatte sich dort eingefunden. Aber meine Enttäuschung war sichtbar und so bekam ich doch noch eine Tasse Kaffee.
Der Weg führte vorbei ab einem riesengroßen Golfplatz und überall am Strand stehen Bunker herum, Zeugen einer düsteren Zeit.
Am Nachmittag waren wir wieder zurück, planten unsere weitere Reise bzw, die nächsten Tage und genossen die Ruhe und das Nichtstun.
Besonders schön ist es, die Nonnengäse, die hier scharenweise vorkommen, zu erleben. Früher glaubten die Menschen, dass diese Gänse aus Entenmuscheln schlüpfen, da ihre arktischen Brutplätze unentdeckt blieben – daher rührt auch ihr englischer Name „Barnacle Goose“. Spektakulär ist der Lebensstart der Küken, die sich bereits drei Tage nach dem Schlüpfen von bis zu 120 Meter hohen Klippen stürzen, um ihren Eltern zum Futterplatz zu folgen. Trotz dieses riskanten Falls überleben viele Jungtiere den Aufprall auf den Felsen dank ihrer extrem leichten Knochen und der dämpfenden Daunen.
Am Abend erlebten wir bei Pasta all'aglio, olio e peperoncino einen herrlichen Sonnenuntergang.Read more
Tag 5: Wir sind in Schweden
April 19 in Sweden ⋅ ☁️ 10 °C
Der Himmel war grau und regnerisch, als wir uns heute auf den Weg über die Oresund-Brücke nach Schweden machten. Jetzt haben wir uns doch für die Brücke entschieden und nicht für die Fähre von Helsingör in Dänemark nach Helsingborg in Schweden. Wir haben ein Kombiticket Rostock-Gedser + Öresundbrücke gekauft. Kostet 142 €, aber die Preise schwanken je nach Buchung und Saison
Die Öresundbrücke wurde zwischen 1995 und 2000 erbaut und nach einer Bauzeit von rund fünf Jahren am 1. Juli 2000 offiziell eröffnet. Das reine Brückenbauwerk hat eine Länge von 7.845 Metern und ist damit die weltweit längste Schrägseilbrücke für kombinierten Straßen- und Schienenverkehr. Zusammen mit der künstlichen Insel Peberholm und dem Drogdentunnel bildet sie eine insgesamt 16 Kilometer lange feste Verbindung zwischen Kopenhagen und Malmö.
Direkt nach der Brücke ist man schon in Malmö. Da hieß es zunächst, die erste Tankstelle ansteuern, da wir quasi mit dem letzten Tropfen Sprit eingereist sind und der hier in Schweden bedeutend günstiger ist, als in Dänemark. Was uns hier aber auffällt: Diesel ist in etwa 30% teurer als jeder andere Sprit.
Der Stadt Malmö haben wir wetterbedingt (Regen, kalt und grau) nur einen Kurzbesuch abgestattet und fuhren am Nachmittag weiter Richtung Göteborg. Auf der Strecke haben wir etwas nördlich von Helsingborg einen superfeinen Übernachtungsplatz in Meeresnähe an einem Weitwanderweg gefunden. Wir kamen so zeitig an, dass wir noch Zeit hatten, einen Kartoffelstrudel im Omnia zuzubereiten.Read more
Tag 4: Kopenhagen
April 18 in Denmark ⋅ ☁️ 10 °C
Relativ früh sind wir heute von unserem Übernachtungsplatz am Meer, am südlichsten Punkt Dänemarks, die 150 km nach Kopenhagen weitergefahren. Dort, bei der letzten Ausfahrt vor der Öresundbrücke nach Schweden, im Ortsteil Kastrup, haben wir einen Stellplatz gefunden. Nicht schön, nicht erbaulich, aber zweckmäßig mit Strom, Wasser, Ver- und Entsorgung und ganz in der Nähe gibt es sowohl eine Busstation (5C) und die Metrostation M2. Mit beiden Verkehrsmitteln kommt man bequem in die Stadt. Metro geht schneller und der Ticketerwerb ist unkomplizierter.
Ein Rundgang durch Dänemarks Hauptstadt ist empfehlenswert. Da wir Dänemark auf der Durchreise nach Schweden "mitnehmen", haben wir der Stadt Kopenhagen nur den heutigen Tag gewidmet. Wer aber die Stadt näher kennenlernen möchte, sollte sich unbedingt mindestens 3 Tage Zeit nehmen. Unseren Entdeckungsgeist hat heute aber auch die Kälte ziemlich beeinträchtigt. Bei trübem Himmel und 8 Grad am 18.April ist die Motivation, stundenlang durch die Stadt zu streifen, relativ gering. Aber dennoch haben wir einen schönen Rundweg durch die Stadt gemacht, auf dem wir einiges entdeckt und auch einen guten Eindruck von der Stadt bekommen haben, da wir ja zum ersten Mal hier sind.
Mit dem Bus 5 c fuhren wir zum Rathuspladsen. Hier haben wir unsere Rundwanderung begonnen. Der Platz beeindruckt durch seine Größe und das imposante Rathaus. Von dort konnten wir in die Strøget schlendern, die berühmte Fußgängerzone. Da heute Samstag ist, ist hier wirklich gewaltig viel los. Aber etwas wirklich besonderes ist die Fußgängerzone auch nicht. Sie ist zwar sehr groß und geht auch über viele schöne Plätze. Aber es ist halt alles, wie überall. Geschäfte, die man von überall kennt, Burgerbuden und keine einladenden Lokale. Hier bestellt man sogar in Kaffeehäusern Kaffee und Kuchen an diesen Bestellsäulen. Finde ich irgendwie unsympathisch. Schön allerdings sind die diversen Demos für und gegen alles Mögliche in Dänemark und auf der ganzen Welt. Und schön finde ich auch immer die Straßenmusizierenden, ganz unabhängig von der musikalischen Qualität.
Von der Fußgängerzone war es dann nur ein Katzensprung zum "Rundetårn". Das ist ein Turm, den man innen über eine relativ breite spiralförmige Rampe besteigen kann, Von oben hat man einen guten Blick über die Stadt. Da ich ja jeden besteigbaren Turm besteigen muss, haben wir diesen natürlich auch bestiegen. Kann man, muss man nicht.
Interessant allerdings war die Ausstellung Ole Rømer, direkt im Turm. Sie läuft noch bis zum 3. Januar 2027 in der Bibliothekshalle des Rundetårn.
Ole Rømer (1644–1710) war ein dänischer Astronom, der Weltruhm erlangte, weil er 1676 als Erster bewies, dass Licht eine endliche Geschwindigkeit hat. Er war Direktor der Sternwarte im Rundetårn, Bürgermeister von Kopenhagen und ein technisches Genie, das unter anderem den Vorläufer unseres heutigen Thermometers erfand.
Danach machten wir uns auf den Weg zu den Markthallen (TorrevehallerneKBH). Hier steht eine Theke mit Köstlichkeiten neben der anderen. Fisch, Fleisch, Geflügel, Feinkost jeder Art und das berühmte Smørrebrød werden dort angeboten. Es bedarf großer Disziplin, nicht Unmengen einzukaufen.
Und schon ging es weiter zum Schloss Rosenborg.
Rosenborg war das protzige „Sommerhaus“ von König Christian IV., der Kopenhagen mit unendlich viel rotem Backstein und Türmchen bebaut hat.
Im gut bewachten Keller funkeln angeblich die dänischen Kronjuwelen um die Wette (haben wir nicht gesehen, sondern uns erzählen lassen)
Das Schloss liegt mitten im *Kongens Have*, dem ältesten königlichen Garten des Landes, wo man heute ganz entspannt zwischen Rosenbeeten picknicken kann, während man die Märchenfassade bewundert.
Weiter spazierten wir vom Park dann zum berühmten Nyhaven. Hier erlebt man das klassische Kopenhagen-Panorama mit den bunten Häusern am Wasser.
Gleich danach beginnt die "Freistadt Christiania", die 1971 in einer verlassenen Kaserne gegründet wurde und heute ein gemeinsam mit Upezis in Vilnius eine weltweit einzigartiges Experiment für alternatives Leben mitten in der Stadt ist
In dem Viertel liegt auch die berühmte Pusher-Street, die über 50 Jahre lang das berüchtigte Herzstück von Christiania war. Berüchtigt wegen der Marktstände, an denen Cannabis ganz offen verkauft wurde, aber später hat sich auch der Handel von harten Drogen und Straßenprostitution dazugesellt. Doch das hat sich radikal geändert: Im April 2024 haben die Bewohner die Straße buchstäblich umgegraben, um die organisierten Gangs zu vertreiben und ihr Viertel zurückzuerobern.
Abseits der mittlerweile strenger reglementierten Pusher Street konnten wir ein autofreies Dorf entdecken voller bunter, selbst gezimmerter Häuser, die eher nach gemütlichem Hobbingen als nach Großstadt aussehen.
Nach diesem Rundgang waren wir doch ziemlich erschöpft. In einem netten Kaffee in Christiania haben wir uns noch gestärkt, bevor wir uns am Abend auf den Weg zur nächsten Metro-Station machten und zur Station Kastrup fuhren, von wo es noch 10 Minuten zu unserem Stellplatz waren.
Zum Abenessen gab es heute Köstlichkeiten von den Markthallen.Read more
Tag 3: Von Potsdam nach Dänemark
April 17 in Denmark ⋅ ⛅ 7 °C
Wir haben in Potsdam bei Michael übernachtet und gefrühstückt. Danach machten wir gemeinsam mit Michael einen kurzen Morgenspaziergang in den Park von Sanssouci, bevor wir nach Rostock weiterfuhren, von wo aus unsere Fähre nach Gedser in Dänemark ging. Da wir schon um 14.00 Uhr in Rostock waren und wir uns erst um 17.30 am Hafen einfinden mussten, nutzten wir die Zeit um uns in Rostock umzusehen. Waren wir noch nie, kennen wir überhaupt nicht, deshalb war es ganz interessant, einen zumindest flüchtigen Eindruck von der Stadt zu bekommen.
Rostock ist eine Hansestadt mit einem herben, maritimen Charme. Überall in der Altstadt spürt man den einstigen Reichtum der Kaufleute, besonders wenn man vor der monumentalen St.-Marien-Kirche steht oder die sieben Türme des Rathauses am Neuen Markt zählt.
Besonders lebendig wirkte der Neue Markt mit dem sprudelnden Brunnen der Lebensfreude, umrahmt von geschichtsträchtigen Giebelhäusern. Wir passierten das wuchtige Steintor und das fast schon versteckte Kuhtor, zwei steinerne Zeugen der alten Stadtbefestigung, die uns tief in die Vergangenheit führten.
Ein echtes Highlight ist das majestätische Hauptgebäude der Universität und die ehrwürdige alte Universitätsbibliothek, die der Stadt eine ganz besondere akademische Aura verleihen. Doch so faszinierend die Altstadt war: Dass wir die Fähre nach Dänemark erreichen mussten, ohne einen Fuß in das berühmte Warnemünde gesetzt zu haben, bedauern wir sehr.
Schade, dass wir den markanten Leuchtturm und den „Teepott“ nur aus der Ferne oder von Fotos zu kennen, statt selbst am „Alten Strom“ ein Fischbrötchen zu genießen.
Aber jetzt hieß es "Auf nach Dänemark". So standen wir schon um 16.30 am Hafen, zwar eine Stunde zu früh. Aber ich kann gar nicht zu früh am Hafen sein. Immer wieder und immer noch bin ich von jedem Hafen unendlich fasziniert. Obwohl, ganz ehrlich: Der Fährhafen in Rostock ist wirklich langweilig.
Aber dann ging alles reibungslos, Die Fähre startete pünkltlich um 18.00 Uhr, um 20:00 Uhr kamen wir in Gedser an. Dann fuhren wir noch weiter nach Gedesby, das sind nur 5 km südlich von Gedser und das ist der südlichste Punkt Dänemarks. Hier stehen wie jetzt am Meer.Read more
Tag 2: Von Bad Berneck nach Potsdam
April 16 in Germany ⋅ ☁️ 16 °C
In der Früh sind haben wir noch eine 2 stündige Wanderung um Bad Berneck herum gemacht. Zu Bad Berneck hab ich mir ein paar Infos angelesen, weil ich ja vorher noch nie was von diesem Ort gehört habe:
Bad Berneck ist ein verstecktes Juwel des Fichtelgebirges, das sich in das enge Tal der Ölschnitz schmiegt und von gleich drei Burgruinen majestätisch überragt wird. Einst florierte hier der Bergbau, bis der Ort im 19. Jahrhundert als mondänes Moor- und Mineralheilbad neu erfunden wurde und sogar den Adel zur Sommerfrische anzog.
Optisch wirkt das Städtchen so, als ob der historische Marktplatz fast nahtlos in steile, bewaldete Felsen übergänge, auf denen der markante Schlossturm als Wahrzeichen thront. Besonders lebendig wird es im Kurpark, wo Architektur aus der Belle Époque auf moderne Kneipp-Anlagen trifft und Wanderer direkt in die wildromantische Natur starten können. Als nördliches Tor zum Fichtelgebirge verbindet Bad Berneck irgendwie nostalgisch-morbides Kur-Flair mit der Schroffheit der oberfränkischen Berge.
Was wir heute gesehen haben verdient einerseits ein ganz großes Kompliment: Die Wanderwege sind sehr gur markiert. Auf den Wegen sind immer wieder markante, sehenswerte Stellen ausgewiesen und alles ist ganz liebevoll gepflegt.
Andererseits aber wollten wir nach der Wanderung irgendwo im Städtchen einkehren auf ein ausgiebiges Frühstück. Das war dann allerdings nicht machbar. Es gibt zwar theoretisch einige Cafes, Bars, Konditoreien und Restaurants. Aber die sind entweder ganz geschlossen oder öffnen erst am Nachmittag oder Abend. Bei mir also Krisenalarm.😱
Also zurück auf den Stellplatz, auf dem die Entsorgung einwandfrei funktionierte. Wasser tanken kostet zwei Euro und geht super.
Nachdem wir alles erledigt hatten fuhren wir also weiter Richtung Potsdam, wo wir gegen 16.00 Uhr Michael treffen sollten. Allerdings gerieten wir in einen unfallbedingten zweistündigen Stau. So kamen wir erst um 18.00 Uhr hungrig und durstig und genervt in Potsdam an. Aber ganz großer Lichtblick. "Unser" Parkplatz in Potsdam, der spitzenmäßig liegt und den wir schon bei unseren früheren Besuchen bei Michael und Birgit genutzt haben, war auch diesmal frei.
Michael wartete schon mit Abendessen auf uns und wir verbrachten heute noch einen wunderbar gemütlichen Abend.Read more
Tag 1: Anreise über Deutschland
April 15 in Germany ⋅ ☁️ 12 °C
Heute Mittag gestartet. Ab auf die Inntallautobahn und dann immer direkt gegen Norden, Heute übernachten wir in Bad Berneck im Fichtelgebirge, das ist etwas nördlich von Bayreuth. Nach 5 monatiger WoMo-Abstinenz müssen wir uns erst wieder daran gewöhnen, in begrenztem Raum OnTour zu sein.
Auf jeden Fall haben wir hier in diesem Ort einen schönen offiziellen Stellplatz, der wirklich liebevoll hergerichtet ist und dazu noch kostenlos. Das Abendessen haben wir schon von zuhause mitgebracht, musste nur noch zubereitet werden. Spargel mit Schinken und KartoffelnRead more
Vorgeschichte
April 14 in Germany ⋅ ☁️ 9 °C
Seit heute sind wir unterwegs nach Skandinavien. Das war aber keineswegs unsere erste Wahl. Wir hatten nämlich schon einen sehr detailliereten Reiseplan für Zypern und Ostanatolien. Dann kamen Netanjahu und Trump, machten sich im Iran wichtig und sowohl das östereichische als auch das italienische Außenamt sprachen Reisewarnungen aus. Also haben wir nach reiflicher Überlegung umdisponiert und sind jetzt auf dem Weg nach Skandinavien,
Thomas musste heute noch einen ungeplanten Zahnarzttermin wahrnehmen, aber jetzt ist alles gut.Read more

HoppetosseVielleicht klappt es mit eurer Reise ja für den Herbst. Wir sind noch am hoffen für unsere nächste große Reise das die Reisewarnungen bis dahin aufgehoben sind. Viel Spaß in Skandinavien, für Wanderungen im Fjäll seit ihr vielleicht noch etwas früh aber der Frühling im Fjordnorwegen 🇳🇴 soll ein Traum sein und Mitsommer in Schweden 🇸🇪 . Ach es gibt so viel zu sehen, wir sind auf eure Eindrücke gespannt.

TravelerIm Herbst geht sich das zeitmäßig schlecht aus, da haben wir nur 2 Monate. Deshalb ist der Plan Ist Anatolien ab April 2027 😏 Deshalb zum Trost Sept. Flieger und wandern in Georgien. Im Okt. als Jahresabschluss ein bissel Venetien und Istrien mit dem Camper. Man gönnt sich ja sonst eh nix



































































































































































































