Tag 21 und 22: Zwischen Oslo und Borgund
May 6 in Norway ⋅ ☁️ -1 °C
In Oslo hat uns der Frühling endlich eingeholt. Alles grün, alles steht derzeit in Blüte. Der Frühling hat es geschafft. Jetzt aber sind wir wieder schneller.
Gestern haben wir in Oslo noch den Skulpturenpark Vigeland besucht.
Der Vigelandpark ist das Lebenswerk von Gustav Vigeland (1869–1943), der nicht nur die 212 Skulpturen, sondern auch die gesamte Gartenarchitektur entwarf. Das zentrale Thema ist der Zyklus des Lebens – von der Geburt bis zum Tod.
Der Park ist streng symmetrisch entlang einer 850 Meter langen Achse gegliedert. Besonders beeindruckend und weithin sichtbar ist der Monolith: Der höchste Punkt des Parks. Die 14 Meter hohe Säule wurde aus einem einzigen Granitblock gehauen und zeigt 121 ineinander verschlungene Figuren, die nach oben streben (Symbol für die Sehnsucht nach Spiritualität).
Die ganze Gegend um den Park bietet nicht die geringste Parkmöglichkeit. Wir hatten aber Glück und konnten uns auf einen kirchlichen Privatparkplatz stellen, nachdem wir im zur Kirche gehörenden Cafe gefragt haben und dort auch unser spätes Frühstück konsumiert haben.
Der Bescuch im Park dauerte in etwa 1,5 Stunden. Dann fuhren wir weiter, weg von der Küste ca. 120 km Richtung Norden, wo wir es uns auf einem schönen Platz an einem eiskalten Fluss gemütlich machten. Das Wetter ist immer noch strahlend schön, aber auf unserem Platz hatte es in der Nacht und heute morgen 0 Grad,
Es wurde heute dann aber schnell etwas wärmer, sodass wir eine 10 km lange, recht unspektakuläre Wanderung machen konnten, bevor wir zum eigentlichen Ziel dieser Tour weiterfuhren: Wieder 120 km nach Borgund. Diese Fahrt heute war spektakulär, weil sie uns auf eine Höhe ü.d.M. von 1100 m führte. Und hier liegt noch ordentlich Schnee und die zwei großen Seen, an denen wir vorbeifuhren, waren als solche nicht zu erkennen, weil sie erstens zugefroren und zweitens mit einer Schneedecke bedeckt sind. Natürlich ist es da oben saukalt. Es ging dann aber wieder ins Tal nach Borgund, das wegen seiner einzigartigen Stabkirche bekannt ist.
Stabkirchen sind die architektonischen Juwelen Norwegens – eine faszinierende Verschmelzung von christlicher Symbolik und Wikinger-Tradition. Sie
entstanden im 12. und 13. Jahrhundert, als das Christentum in Norwegen Einzug hielt. Von einst über 1.000 Kirchen sind heute nur noch 28 Originale erhalten.
Der Name "Stabkirche" leitet sich von den vertikalen Holzpfosten (Stäben) ab, die das Skelett der Kirche bilden. Das gesamte Gebäude besteht aus Holz – ohne Metallnägel.
Die Stabkirche von Borgund (erbaut um 1180) gilt als die authentischste aller Stabkirchen, da sie baulich seit dem Mittelalter kaum verändert wurde.
Sie hat die klassischen sechs Stufen von Dächern und Galerien. Die Schnitzereien am Westportal zeigen kämpfende Drachen und Rankenmotive – ein Meisterwerk mittelalterlicher Kunst.
Direkt neben der Stabkirche von Borgund befindet sich ein modernes Besucherzentrum mit Ausstellungen zur Geschichte- deswegen weiß ich das alles-😃😜, ein Cafe und der obligate Souvenirladen. Der Besuch der Kirche und des Informationszenrums dauerte nicht länger als eine Stunde. Danach machten wir uns auf zu unserem heutigen Übernachtungsplatz, 5 km weiter.Read more


























Wunderbar [Klaus]