• Tag 44: Trondheim

    May 28 in Norway ⋅ ☁️ 9 °C

    So, mit dem heutigen Tag geht das Fjorde- und Inselhopping und Kreuzundquer -Fahren zu Ende. Auf dem Weg nach Trondheim gab es noch eine Fähre und das ist vermutlich die letzte vor Helsinki-Tallin. Eine Überraschung gab es dann doch auf dem Weg nach Trondheim. Thomas hat recherchiert, dass es irgendwo in Strandnähe eine Anlage mit heißer Dusche gibt. Manchmal ist es nämlich ganz angenehm, in größeren Räumen als in unserer WoMo Dusche zu duschen. Die Anlage entpuppte sich als kleines Häuschen mit einem Raum, recht großzügig und sauber. Die Dusche war allerdings nur lauwarm.
    Eigentlich wollten wir Trondheim gar nicht besuchen. Aber weil wir noch unsere Gasflaschen auffüllen mussten, haben wir uns doch in der Stadt umgesehen und es hat sich gelohnt.
    Parken ist in Trondheim einerseits extrem schwierig und andererseits extrem teuer. Aber über P4N haben wir einen recht angenehmen Platz in einem Wohnviertel gefunden, auf dem man 4 Stunden stehen darf.

    Also Trondheim im Schnelldurchlauf. Das geht perfekt! Manchmal muss man keine Museen von innen sehen, um den Vibe einer Stadt zu spüren. Uns haben heute vier Stunden völlig gereicht, um uns treiben zu lassen und die Highlights einfach zu Fuß zu erlaufen.

    Trondheim wurde bereits 997 n. Chr. vom Wikingerkönig Olav Tryggvason gegründet und war lange Zeit die erste Hauptstadt Norwegens. Heute verbindet die Stadt perfekt ihre reiche Geschichte mit dem lebendigen Flair einer modernen Studentenstadt.

    Bei unserem Spaziergang haben wir die zwei markantesten Brücken der Stadt überquert, die den Fluss Nidelva überspannen:

    Gamle Bybro (Die alte Stadtbrücke): Das absolute Fotomotiv! Mit ihren roten, kunstvoll verzierten Holztoren aus dem Jahr 1861 wird sie auch als „Tor des Glücks“ bezeichnet. Von hier aus hat man den besten Blick auf die bunten, alten Speicherhäuser am Flussufer.
    Elgeseter Bro: Sie verbindet das Stadtzentrum mit dem Viertel Elgeseter und der Technischen Universität (NTNU). Sie ist moderner, bietet aber einen fantastischen, weiten Blick über den Flusslauf und die Stadt.

    Ein besonderes Highlight der Stadt ist der Nidarosdom
    Selbst von außen zieht er einen sofort in den Bann: Der Nidarosdom ist die nördlichste gotische Kathedrale der Welt und das nationale Heiligtum Norwegens.
    Erbaut ab 1070 über dem Grab von St. Olav, dem Schutzpatron des Landes, war er im Mittelalter das wichtigste christliche Pilgerziel in Nordeuropa. Bis heute werden hier die norwegischen Könige gesegnet. Seine Westfassade ist mit Dutzenden detaillierten Skulpturen ein echtes Meisterwerk.

    Zum Schluss kamen wir eher zufällig als gezielt an Solsiden (übersetzt: Die Sonnenseite) vorbei: Wo früher in der traditionsreichen Werft Trondhjems Mekaniske Værksted (TMV) Schiffe gebaut wurden, pulsiert heute das moderne Leben. Die alten Backsteinhallen wurden genial in ein hippes Viertel mit Restaurants und Läden verwandelt – von außen ein toller Kontrast aus rauem Industrie-Chic und moderner Architektur.
    Dann waren die 4 Stunden schon vorbei. Sie reichten völlig aus, um die magische Kombination aus Wikinger-Vergangenheit, gotischer Epoche und maritimem Industrie-Flair aufzusaugen.

    Wir fuhren dann noch weiter zur Gasverkaufsstelle, wo uns unsere leere Gasflasche aufgefüllt wurde. Auf dieser Reise brauchen wir extrem viel Gas. Woran das wohl liegt?🤔😄
    Unseren Übernachtungsplatz fanden wir an einem See in Malvik ganz nahe Trondheim.
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