Die drei Türme
October 20 in San Marino
☁️ 22 °C
San Marino wird in meiner Highlight-Liste von Italien einen Platz ganz oben einnehmen. Wobei es eigentlich gar nicht auf die Italien-Liste gehört, da es ein eigener Staat ist. Mit 61,19 km² und aktuell gut 34.000 Einwohnern gehört San Marino zu den fünf kleinsten Staaten der Welt.
Politisch hat San Marino eine interessante Staatsform. Damit niemand zu viel Macht erlangt, werden zwei Staatsoberhäupter, die sogenannten Capitani Reggenti, vom Parlament jeweils für ein halbes Jahr gewählt. San Marino ist weder EU-Mitglied noch Teil des Schengen-Raums. Durch verschiedene Verträge ist es aber eng an die EU und insbesondere an Italien angebunden. Außerdem gehört San Marino zum Euro-Währungsraum und verwendet den Euro als offizielle Währung.
Die extrem gut erhaltene Altstadt wirkt wie eine Festung und liegt auf dem 755 Meter hohen Monte Titano. Die außergewöhnliche Lage ist aber nicht der einzige Grund, warum San Marino seine Unabhängigkeit und Neutralität über die Jahrhunderte bewahren konnte. Gerade in den beiden Weltkriegen war auch das diplomatische Geschick der Republik dafür verantwortlich, dass sie als souveräner Staat bestehen blieb.
Heute ist die Altstadt ein Touristenmagnet, der in der Nachsaison glücklicherweise keine allzu große Anziehungskraft hatte. Es war angenehm leer und wir mussten nirgendwo anstehen. Von unserem Stellplatz aus konnten wir mit einem Fahrstuhl direkt in die Altstadt gelangen und sind dann zunächst zur Piazza della Libertà mit dem Palazzo Pubblico spaziert. Das ist der zentrale Platz mit dem Regierungspalast.
Von dort aus haben wir die drei Türme der Stadt besucht: Guaita, Cesta und Montale. Zwei davon können bestiegen werden und Mizzy durfte, obwohl sich darin teilweise auch Museen befinden, mit hinein. In den Innenräumen musste ich sie allerdings tragen.
Den ältesten Turm, die Torre Guaita, konnten wir wegen einer Leiter nicht komplett besteigen. Auf der Torre Cesta musste ich Mizzy bis ganz nach oben tragen. Dort befindet sich heute das Museum für antike Waffen.
Den dritten Turm, den Torre Montale, der über einen schönen Pfad durch den Wald erreichbar ist, konnten wir nur umrunden. Er kann heute nur von außen besichtigt werden. Im Inneren befindet sich ein etwa acht Meter tiefes Gefängnis, das über den einzigen Eingang des Turms zugänglich ist.
Die Aussicht, nicht nur von den Türmen, war grandios!
Zum Abschluss gab es dann noch einen Cappuccino mit Tiramisu.
San Marino kann ich jedem, der diesen Teil Italiens bereist, nur empfehlen. Eine wirklich schöne Altstadt in außergewöhnlicher Lage!
Stellplatz
Parkplatz P10
41 Via Napoleone Bonaparte
SM-47890 Città di San Marin
43.9351, 12.4439
Offizieller Parkplatz für Wohnmobil unterhalb der Altstadt. Mit einem Aufzug kommt man bis in die Altstadt. € 13,- / 24 Stunden. Strom möglich, sonst keine VERead more























TravelerBei meinem Vertrag ist es inklusive- auch Monaco. 😉