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Giro d’Italia

Fünf Wochen arbeiten und reisen durch Italien Read more
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    Pisa

    Hundefreundliche Stadtrundfahrt

    Yesterday in Italy ⋅ ☀️ 27 °C

    Es ist zwar noch einiges los, aber im Vergleich zum Gardasee ist die Toskana bisher wesentlich entspannter. Meine erste Sorge, in der Stadt Lucca keinen Parkplatz zu finden, war völlig unbegründet. Der in der Nähe der Altstadt gelegene Wohnmobilstellplatz war nur zu einem Drittel belegt.

    Das Besondere an Lucca ist die 4,2 Kilometer lange Renaissance-Stadtmauer. Sie ist ungewöhnlich gut erhalten und vollständig begeh- bzw. mit dem Fahrrad befahrbar. Bei angenehmen Temperaturen haben wir daher die Altstadt einmal komplett mit dem Rad umrundet. Die Strecke war auch für Mizzy schön zu laufen und bot immer wieder gute Ausblicke.

    Anschließend haben wir die nur 15 Kilometer entfernte Stadt Pisa besucht, die natürlich jeder aufgrund ihres schiefen Turms kennt. Der berühmteste Turm Italiens war eigentlich gar nicht als schiefer Turm geplant. Als 1173 mit dem Bau des Glockenturms begonnen wurde, begann er schon nach wenigen Stockwerken wegen des weichen Untergrunds abzusacken. Nach mehreren langen Baupausen wurde der Turm schließlich 1372 fertiggestellt – leicht schief und sogar etwas gekrümmt.
    Pisa war damals allerdings weit mehr als nur eine Stadt mit einem ungewöhnlichen Turm. Die Stadt war eine mächtige Seerepublik. Der Arno, der noch heute mitten durch Pisa fließt, war damals eine wichtige Verbindung zum Mittelmeer. Heute liegt die Küste rund zehn Kilometer entfernt – durch die Ablagerungen des Arno und anderer Flüsse hat sich die Küstenlinie über die Jahrhunderte immer weiter nach Westen verschoben.
    So steht der berühmte Turm heute dort, wo einst eine wohlhabende Seemacht ihren Reichtum zur Schau stellte.

    Stellplatz
    Wohnmobilstellplatz Pisa
    76 Via di Pratale
    IT-56127 Pisa
    43.7211, 10.4207

    ca. 30 Minuten bis zum Schiefen Turm. Gepflegter Platz, netter Betreiber. € 18,- / 24 Stunden. VE möglich
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  • Heißer Sand der Toskana

    September 23 in Italy ⋅ ☀️ 27 °C

    Eigentlich wollte ich der Cinque Terre einen Besuch abstatten. Die Region ist besonders geschützt, die Orte haben enge Straßen und teilweise Verkehrsbeschränkungen. Auch Radfahren ist auf vielen Wegen nicht gestattet. Klassischerweise erkundet man die Region daher zu Fuß und mit der Bahn, Ausgangspunkt hierfür wäre Levanto gewesen.

    Dort gibt es mehrere Campingplätze und einen Wohnmobilstellplatz. Ich habe alle vier Campingplätze angeschrieben – alle ausgebucht. Darum haben wir eine größere Etappe bis in die Toskana, in die Nähe von Pisa, zurückgelegt. Mizzy hat die Fahrt überhaupt nicht gefallen. Die Autobahnen sind hier eine ziemlich rappelige Angelegenheit.

    Dafür haben wir einen Platz direkt am Meer gefunden. Bei 32 Grad sind wir eine Weile über den Strand gelaufen. Der Sand war so heiß, dass Barfußlaufen kaum möglich war.

    Mittlerweile sind es angenehme 23 Grad und wir haben den größten Teil des Nachmittags im Office verbracht.

    Stellplatz
    Parkplatz am Strand für Wohnmobile
    Viale Europa, 59
    IT-55049 Viareggio
    43.8184, 10.2600

    Einfacher Parkplatz mit Blick aufs Meer. ca. € 15,-/Tag. Keine VE
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  • Fahren aufregender als wandern

    September 22 in Italy ⋅ ☁️ 27 °C

    Die bekannteste Bergkette am Gardasee ist der Monte Baldo. Von Malcesine aus kann man mit einer Gondelbahn auf den Berg hinauffahren und von dort den höchsten Gipfel, die Cima Valdritta mit 2.218 Metern, erwandern.

    Durch die Gondelbahn, so zumindest die Berichte in den Foren, ist es dort allerdings immer ziemlich überlaufen.

    Daher haben wir uns auf den Weg zum Monte Altissimo di Nago mit 2.079 Metern gemacht. Hier wird schon durch die Zufahrtsstraße ausgesiebt. Die schmale, einspurige Bergstraße mit zahlreichen Serpentinen ist nichts für schwache Nerven, und meine Fahrzeuggröße war bei den engsten Passagen schon hart an der Grenze. Auf dem Rückweg kamen zudem jede Menge Radfahrer entgegen, was ein wenig Geduld erforderte. Zum krönenden Abschluss habe ich schon fast zurück im Tal einen Abzweig verpasst und musste durch eine Häuserstraße lenken, wo rechts und links bis zu den Außenspiegeln keine 5 cm Platz mehr waren.

    Nicht ganz so herausfordernd war unsere Wanderung. Es war durchgehend ein schöner Bergpfad ohne besonders hohen Anspruch. Dafür gab es immer wieder tolle Ausblicke auf den Gardasee. Vom Gipfel aus hat man einen Wahnsinnsblick über den gesamten See. Die Anzahl der anderen Wanderer war sehr überschaubar – also genau mein Geschmack.

    Anschließend sind wir zur südlichen Seite des Gardasees gefahren, haben uns aber einen Platz weit ab vom Seeufer gesucht. Hier stehen nur wenige andere Camper und es ist sehr ruhig. Zwei Stunden Camper Office waren daher entspannt möglich – mit je einem Glas Primitivo pro Stunde.

    Stellplatz
    Camper Parking Area - Garda Thermal Park
    64 Via Possoi
    IT-37017 Colà
    45.4679, 10.7503

    Abseits vom Massentourismus, € 1,50/Std. VE möglich
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  • Glück gehabt

    September 21 in Italy ⋅ ☁️ 25 °C

    Am Reschensee ist es in der Nacht ganz schön abgekühlt und bei 8 Grad Außentemperatur habe ich heute Morgen tatsächlich kurz über eine Mütze nachgedacht. Da der Kurs aber weiter Richtung Süden ging, wurde es rasch wärmer und bei 28 Grad haben wir Riva del Garda erreicht.

    Hier ist die Stellplatzsituation nicht ganz so komfortabel und mit sehr viel Glück habe ich den letzten freien Stellplatz auf einem Parkplatz für Wohnmobile mit Übernachtungsmöglichkeit ergattert. Alles sehr wuselig und laut – eine Verlängerung ist also ausgeschlossen. Dafür aber zentral und nur wenige Schritte vom Seeufer entfernt gelegen.

    Wir sind komplett am Ufer entlanggelaufen, es war unfassbar voll.

    Anschließend haben wir ein gutes Stück entlang des Ponalewegs erkundet. Der Weg wurde ursprünglich Mitte des 19. Jahrhunderts als spektakuläre Straßenverbindung zwischen Riva del Garda und dem Ledrotal in den Fels gebaut. Über Jahrzehnte war die schmale Straße eine wichtige Verkehrsverbindung, bis sie 1992 nach dem Bau eines neuen Tunnels für den Autoverkehr geschlossen wurde. Heute ist der historische Weg ein beliebter Wander- und Radweg mit spektakulären Ausblicken auf den Gardasee.
    Es war allerdings viel Aufmerksamkeit gefordert. Der Weg überwindet einige Höhenmeter und die E-Biker sind teilweise ziemlich rücksichtslos den Berg heruntergedonnert.

    Stellplatz
    Wohnmobilstellplatz
    10 Via Brione
    IT-38066 Riva del Garda
    45.8798, 10.8586

    Zentrale Lage, funktionell, VE möglich
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  • Mühsam und zäh

    September 20 in Italy ⋅ ⛅ 16 °C

    Die nächste Etappe nach Italien, die eigentlich schon bis zum Gardasee gehen sollte, war mehr als mühselig. Bis zum Grenztunnel bei Füssen lief es noch flüssig. Ab da gab es über die gesamte Fernpassstrecke nur noch Stop-and-go bis hinter Lermoos.

    Auch der Reschenpass war alles andere als zügig. Ein Teil der Passstraße ist aufgrund einer Baustelle mit Ampelregelung nur einspurig befahrbar. Vor dieser Ampel staute es sich fast eine Stunde. Daher haben wir hinter dem Reschenpass die Etappe im malerischen Vinschgau beendet und tatsächlich einen netten Parkplatz direkt am Seeufer gefunden.

    Der Reschensee ist zwischen 1948 und 1950 durch die Aufstauung der Etsch entstanden, um ein Großkraftwerk zur Energiegewinnung zu bauen. 150 Familien verloren damals ihre Heimat. Heute erinnert noch der Kirchturm der St.-Katharina-Kirche aus dem Jahr 1357 an den Ort. Er ist das Wahrzeichen des Vinschgaus.

    Um den See haben sich Rundwege zum Radfahren und Spazieren entwickelt. Außerdem gibt es diverse Wassersportmöglichkeiten wie Kitesurfen.

    Stellplatz
    Parkplatz an der Kitesurfschule
    Strada Statale 40
    IT-39027 Graun im Vinschgau

    Einfach, aber schöne Lage. 25,-/24 Stunden, Keine VE
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  • Ihre Autobahnmeisterei empfiehlt

    September 19 in Germany ⋅ ☁️ 20 °C

    Unser diesjähriger großer Roadtrip fing mit ein wenig Verkehrschaos an. Gerade auf der Autobahn wollte das Navi schon den Kurs wechseln. Da der Verkehrsfunk aber keinen Hinweis gab, wollte ich es eigentlich ignorieren. Vor dem Autobahnkreuz Kerpen empfahl eine Anzeige wegen Stau hinter Erftstadt aber eine Umfahrung über A4 und A555. Somit habe ich mich überreden lassen und bin der Umleitung und dem Navi gefolgt. Ein Fehler – denn die Verbindung von der A555 auf die A61 war gesperrt. „Bitte folgen Sie den orangefarbenen Pfeilen.“ Die haben mich dann ein Stück zurückgeführt und genau in den Stau geleitet, den ich eigentlich umfahren wollte.

    Der weitere Teil lief dann aber flüssig, und am späten Nachmittag bin ich in Ulm gelandet.

    Hier gibt es einen offiziellen Wohnmobilstellplatz. Die Dimensionen sind für eine doch eher „unbedeutende“ Stadt krass. Ich schätze, hier stehen bestimmt 300 Wohnmobile.

    Die Wahl ist auf Ulm gefallen, da hier in der Nähe unsere Softwarefirma ihren Sitz hat. Ich habe mich mit zwei Mitarbeitern, mit denen ich seit Jahrzehnten intensiv zusammenarbeite, zum Abendessen verabredet.
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    Trip start
    September 19, 2026