• Nikosia

    October 11, 2025 in Cyprus ⋅ ☀️ 28 °C

    Die Sonne scheint ins Zimmer und so ist das Aufstehen wegen der Zeitumstellung um eine Stunde früher kein Problem. Nach dem Frühstück auf der Terrasse am Strand geht es vorbei am Salzsee von Larnaka in Richtung Nikosia.
    Da unser Hotel dort keinen eigenen Parkplatz hat, müssen wir erst mal den finden, wo wir unser Auto für zwei Tage abstellen können. Systematisch kreisen wir ihn ein, bis die Einfahrt einfach nicht mehr zu verfehlen ist. Auch als Fußgänger versperrt uns eine Baustelle den direkten Weg zum Hotel, und so lernen wir schon mal das verwinkelte Laiki Geitonia Viertel mit Gepäck kennen.
    Wir lassen selbiges im Hotel und machen uns auf zum Stadtrundgang. Zuerst geht es vorbei an der modernen Prachtkirche Barnabas und dem erzbischöflichen Palast, der Macht und Reichtum der orthodoxen Kirche repräsentiert. In einem Glaskäfig neben dem Eingang stehen aufgebockt zwei alte Luxuskarossen, die dem Erzbischof geschenkt wurden.
    Sehr sehenswert ist die von außen unscheinbar wirkende Agios Ioannis Kathedrale. Ihr Inneres ist über und über mit byzanthinische Fresken bemalt und auch der Altar glänzt in Gold und Silber. Die wertvollsten Ikonenbilder hängen allerdings nur als Replika da.
    Weiter geht es durch die ruhigen Gassen und lauschigen Plätze Nikosias zum Ledra Street Check Point. Seit 2008 können Fußgänger hier die "Green Line" genannte Grenze zum türkischen Nordzypern überqueren.
    Dahinter geht es durch Bazar-artige Gassen bis zum Büyuk Han. Das ist eine ehemalige Karawanserei, die mittlerweile in einen Kunsthandwerksmarkt umfunktioniert wurde. Wo früher die Händler mit ihren Kamelen übernachteten stehen heute Tische in Reih und Glied für hungrige Touristen bereit.
    Wir schließen noch einen Besichtigungspunkt an, nämlich die Selimiye Moschee. Der Grundbau stammt aus dem 13. Jahrhundert und war eine große gotische Kathedrale der französischen Lusignan Könige. Der Bau war noch nicht ganz fertig als die Türken im 16. Jahrhundert Nikosia eroberten. Diese setzten auf die halbfertigen Glockentürme einfach Minarette drauf. Die Fresken wurden übermalt und ein gtoßer Teppich überspannt die mittelalterlichen Grabplatten am Boden. Der Bau ist leer, wirkt dadurch aber auch besonders mächtig. Allerdings ist alles etwas schräg abweichend vom Hauptschiff nach Osten ausgerichtet.
    Wir genießen in einem lauschigen Hof hinter der Kathedrale einen türkischen Kaffee und spazieren dann mit einem Abstecher zur Markthalle Bedesten wieder zurück zum Check Point. Wieder im griechischen Südteil gehen wir ins To Anama, einem traditionellen zypriotischen Lokal mit hübsch geschmückten Patio. Wir essen uns bei Livemusik einmal durch die Vorspeisenkarte und bekommen als Belohnung ein Panakota.
    Dann geht es die Haupteinkaufsstraße von Nikosia, die Ledras Street, hinunter bis zum Shacolas Tower. Vom elften Stockwerk hat man einen grandiosen Ausblick auf die Stadt. Außerdem gibt es hier die Gelegenheit, einen schnellen Überblick über die Geschichte Zyperns zu erhalten.
    Dann heißt es erst mal eine kleine Pause im Hotel machen. Am Abend spazieren wir in die Altstadt, allerdings haben wir zu wenig Hunger für ein Essen in einer Taverne. Dafür entdecken wir in einer Seitengasse eine Bar mit rein zypriotischem Publikum.
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