• Into the wild

    December 8, 2025 in Mexico ⋅ ☀️ 24 °C

    Into the wild – und zwar so richtig. Die Strasse zum Cañón de la Zorra war eine dieser Pisten, bei denen wir uns gegenseitig versichern: „Das ist garantiert die richtige Route… oder?“ Unser Camper hat jedenfalls hörbar überlegt, ob er dafür eigentlich eine Lohnerhöhung verdient.

    Wir landen auf einem Stellplatz mitten in der Wildnis, so einsam, dass selbst die Kakteen schüchtern wegschauen. Mutterseelenallein, kein Sound ausser Wind, Vögel – und unserem gelegentlichen Aua, wenn wir barfuss in einen Stein treten.

    Am Morgen marschieren wir in den Canyon hinein. Felsen, Palmen, kleine Wasserrinnsale und das Gefühl, dass hinter jeder Kurve ein Filmteam warten könnte. Tut es aber natürlich nicht – also machen wir die Action halt selber.

    Der Wasserfall ist wunderschön. Ein perfekter, natürlicher Spa-Bereich. Nur eben mit Wasser, das eher an frisch geschmolzenen Gletscher erinnert. Walter springt trotzdem rein – er ist schliesslich hart im Nehmen. Oder einfach hoffnungslos optimistisch. Vielleicht beides.

    Nach dem erfrischenden Schock geniessen wir die Ruhe, posieren wie Outdoor-Models und merken dann: Niemand sieht’s. Mutterseelenallein eben.

    Auf dem Rückweg nehmen wir dieselbe bockige Piste, unser Camper schüttelt sich wie ein nasser Hund und wir gleich mit. Aber wir grinsen – genau für solche Tage sind wir doch unterwegs.
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