• Wale
  • Brige
  • Wale
  • Brige

2025 Panamericana

Etappe 2, von Uruguay bis Mexiko, Baja California. Weiterlesen
  • Cabo San Luca

    9. Dezember 2025 in Mexiko ⋅ ⛅ 26 °C

    Wir zwei, frisch durchgerüttelt aus der Wildnis zurück in die Zivilisation – na ja, «Zivilisation». Cabo San Lucas empfängt uns wie der Ballermann Mexikos in der XXL-Version. Musik wummert, Leute taumeln, Cocktails glitzern… und wir stehen da, noch halb staubig von der letzten Piste und fragen uns, ob wir versehentlich in einer anderen Dimension gelandet sind.

    Aber gut, der Arco ist Pflichtprogramm, also buchen wir brav die volle Touri-Dröhnung im kleinen Bötchen. Sonnenhut, Kamera, cheese! – und ab geht’s. Wir rechnen ja fest mit null Tieren, dafür mit doppelt so viel Lärm. Und dann… zack! Wale. Einfach so. Als hätten sie sich abgesprochen, um unser Cabo-Vorurteil zu widerlegen. Wir nicken uns wichtig zu: «Natürlich, wir ziehen Wale magisch an…»

    Sobald wir genug Menschen gesehen haben, düsen wir Richtung Norden – frische Luft, weniger Party, mehr Wir. Der Stellplatz direkt am Strand wirkt wie eine heilige Oase nach dem Cabo-Gedröhne. Kaum stehen wir überhaupt auf den Keilen, schwimmt eine Walmutter mit ihrem Kalb gemütlich vorbei, als wolle sie sagen: «Willkommen zurück in eurer natürlichen Umgebung.»

    Wir schauen einander an, lassen die Schuhe fallen, holen die Stühle raus – jetzt gibt’s zwei Tage Strandurlaub. Sonne, Meer, Sand zwischen den Zehen. Und wir? Endlich wieder in unserem Element. 🌊🐋✨
    Weiterlesen

  • Strandtage

    10. Dezember 2025 in Mexiko ⋅ ☀️ 25 °C

    Wir liegen da wie zwei überdimensionierte Seesterne im Sand, völlig überwältigt von unserem neuen Hobby: Wal-Watching vom Liegestuhl aus. Kaum setzen wir uns hin, macht es platsch – und schon springt der erste Wal direkt vor unserer Nase aus dem Wasser. Wir schauen uns an wie zwei Kinder, die ihren ersten Zirkus sehen… nur dass hier niemand Eintritt verlangt und die Artisten ein bisschen grösser sind.

    Zwischendurch düsen die Pelikane im Tiefflug über unsere Köpfe, als müssten sie beweisen, dass sie aerodynamischer sind als wir nach dem Frühstück. Spoiler: sind sie.

    Als dann der Seelöwe mit dem Fischernetz um den Hals auftaucht, schalten wir sofort in den Modus «Tierretter on duty». Unsere Mission scheitert allerdings daran, dass der Seehund schneller ist als wir zwei zusammen beim Dessertbuffet. Er schaut uns noch an, so nach dem Motto: «Netter Versuch», und taucht wieder ab. Wir schwören, dass wir’s gut gemeint haben.

    Danach legen wir uns wieder in den Sand und tun so, als seien wir völlig entspannt – während wir eigentlich schon die Rückreise planen, von USA/Canada 2026 träumen und nebenbei diskutieren, ob unser Camper sich wohl schon Sorgen macht, was wir mit ihm alles vorhaben. Vermutlich zittert er leise in der Federung.

    Der Sonnenuntergang liefert zum Schluss noch eine Farbpalette, die selbst unsere Handykameras überfordert. Wir sitzen da, schweigen feierlich und denken:
    Wenn das so weitergeht, müssen wir bald Eintritt verlangen für unser persönliches Wal-Kino.
    Weiterlesen

  • Los últimos días en Mexico

    15. Dezember 2025 in Mexiko ⋅ ☀️ 27 °C

    Zurück auf dem Camping in La Paz.
    Camper auf, – alles raus, putzen, alles wieder rein - Camper wieder zu. Warum Dinge im Camper beim Ausräumen immer mehr werden, bleibt ungeklärt.
    Das letzte Mehl wird heldenhaft zu Brot verarbeitet. Sieht zwar nicht so gut aus, und schmeckt auch nicht viel besser als das mexikanische Brot, ist aber immerhin selbstgemacht.
    Der Kühlschrank wird leergefuttert: kreative Kombinationen, die es so nur am Reiseende gibt. Gas zudrehen, Batterien abschalten, Wasser entleeren und den
    Camper im Storage einstellen, Schlüssel abgeben, plötzlich fühlt sich ein Hotelzimmer riesig an.
    Leider fällt die Walhai-Tour aus – die Wale hatten wohl heute frei.
    Zwei Tage Hotel in La Paz: Dusche ohne Münzeinwurf, Bett ohne Leiter, kein Wind, der nachts am Auto rüttelt. Weihnachtsdekor überall und wir in kurzen Hosen. Schon komisch! Kurz gesagt: Luxus pur.

    Zwischen Meer und Sonne tauchen wir in La Paz in die Welt der Zuchtperlen ein. Hier wachsen keine Zufallsfunde, sondern echte Geduldsprojekte heran: Muschel öffnen, kleiner Kern rein, Jahre warten. Schicht für Schicht legt das Meer Perlmutt darüber, bis am Ende ein glänzendes Souvenir entsteht. La Paz war schon früher berühmt für seine Perlen – heute kann man auf Perl­farmen sehen, wie viel Handarbeit, Zeit und Ruhe in so einer kleinen Kugel stecken. Ergebnis: unscheinbarer Anfang, ziemlich edles Ende.
    Weiterlesen

  • Zurück in der Schweiz 🇨🇭🧀🫕

    18. Dezember 2025 in der Schweiz ⋅ ☀️ 8 °C

    Der Rückflug fühlt sich an wie das grosse Finale eines sehr langen Films: La Paz → Mexiko City → Frankfurt → Zürich. Drei Kontinente, gefühlt fünf Zeitzonen und definitiv zu viele Sicherheitskontrollen. Wir steigen ein, steigen aus, trinken Kaffee, der nichts mehr bewirkt, und diskutieren ernsthaft, welcher Wochentag gerade ist. Spoiler: niemand weiss es mehr.

    Zurück in der Schweiz geht es direkt weiter mit dem Zug bis nach Escholzmatt. Nachtfahrt. Tiefschwarz draussen. Keine Berge, keine Kühe, kein Bilderbuch. Nur spiegelnde Fensterscheiben, müde Gesichter und das leise Rattern der Schienen. Wir wissen, dass die Landschaft da ist – wir sehen sie einfach nicht. Passt irgendwie: Auch wir sind gerade mehr Schatten als Mensch.

    Am Bahnhof stehen Ruth und Peter und holen uns ab – besser als jeder Shuttle-Service dieser Welt. Trotz spätem Abend sitzen wir noch gemütlich zusammen, erzählen von Wüsten, Bergen, Fähren, Pisten, Walen, Schlaglöchern und all den kleinen Momenten dazwischen. Müde? Ja. Glücklich? Sehr. Und ein kleines bisschen stolz auch.

    Damit schliesst sich ein riesiger Kreis. Unsere Panamericana 2025 ist offiziell abgeschlossen. Tausende Kilometer, unzählige Eindrücke, Begegnungen, Herausforderungen und Geschichten, die noch lange nachhallen werden. Dieses Kapitel ist zu Ende geschrieben – mit einem leisen, zufriedenen Lächeln und dem Wissen: Wir haben es wirklich gemacht.

    Danke an alle, die mitgelesen, mitgedacht, „gefällt mir“ angeklickt, Nachrichten geschickt und uns unterwegs begleitet haben. Ab April 2026 geht’s weiter. Neue Route, neue Abenteuer, gleiche zwei leicht sarkastische Reisende.
    Wir legen kurz die Füsse hoch. Aber nur kurz.
    Nos vemos, amigos!
    Weiterlesen

    Ende der Reise
    20. Dezember 2025