• Tag 4: Palaver Point

    February 10, Bransfieldstraße ⋅ 🌬 29 °C

    Damit an solch wichtigen Tagen niemand verschläft, gab es um 06:30 Uhr einen Wake-up-Call, vom Expeditionsleiter Szymon. 📢Zusätzlich folgen alle Durchsagen noch auf Chinesisch 🇨🇳, obwohl die offizielle Sprache an Board Englisch ist. 😉 (By the way: An Bord sind insgesamt 34 Nationen vertreten.)

    Noch vor dem Frühstück zieht es uns hinaus. Auf dem Observation Deck liegt noch Schnee, der Untergrund ist ziemlich glatt! ⚠️ Die Sicht ist leicht milchig, fast mystisch – die Szenerie raubt uns den Atem. Der erste Blick auf den White Continent fühlt sich unwirklich an. 🤍 Überall Eis, Schnee – und eine Weite, die jedes Vorstellungsvermögen sprengt. Unter uns schiessen Pinguine wie kleine schwarze Pfeile durchs Wasser, tauchen auf, springen – und verschwinden wieder in der Tiefe. 😍 Als es uns zu kalt wird, gehen wir wieder hinein und wärmen uns bei einer heissen Tasse Tee auf. Wie immer gibt es für uns ein ausgewogenes Frühstück inkl. frischem Omelett, Früchten, 🍉🍊 Speck 🥓 und sogar Züpfe! Die Auswahl ist riesig! Wir frühstücken hier definitiv wie ein Kaiser. 😉👑

    Jeden Tag werden die Gruppen über die Lautsprecheranlagen aufgerufen. Wir sind Gruppe grün und heute als Zweite an der Reihe. Natürlich sitzen wir längst startklar im Zimmer. Typisch Schwiizer. 😅🇨🇭

    Heisst konkret: Wir sitzen seit über 15min in Vollmontur im Zimmer und warten. Durch den Sturm sind die Zodiacs festgefroren und müssen erst enteist werden, bevor sie zu Wasser gelassen werden können. Sobald wir aufgerufen werden, begeben wir uns in den „Mudroom“, wo die benötigte Ausrüstung gelagert wird. Nachdem wir die wasserfesten Stiefel und Schwimmwesten angelegt haben, werden die Stiefel in einer Virkon-Lösung desinfiziert. Damit verhindern wir, dass Mikroorganismen oder Samen ins sensible Ökosystem gelangen.

    Danach hat die Warterei endlich ein Ende!

    Auf geht’s zu unserem ersten Landing am Palaver Point – und damit zu unserer ersten Chinstrap Penguin Kolonie! Es bläst ein eisiger Wind. Je näher wir dem Ufer kommen, desto deutlicher liegt ein intensiver Geruch in der Luft. Einige befinden sich noch im Molting-Prozess. Sie stehen regungslos auf den Felsen, ihr Gefieder wirkt zottelig und unfertig, fast wie ein gerupftes Hühnchen. Während dieser Zeit können sie nicht ins Wasser und somit auch nicht jagen.

    Wir sind fasziniert vom Lärm der Kolonie und der rauen Landschaft. Endlich hier zu stehen, fühlt sich surreal an – ein Traum, der Realität geworden ist. ❤️

    Nach dem Landing stand noch eine Zodiac-Cruise auf dem Programm – und wir haben Humpback Whales gesehen! 🐋 Das Wetter wurde zunehmend schlechter und trüber, und es fing an zu schneien. Wir fanden es grandios. Ein sehr gelungener Start in die Expedition! 🚀
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