Sun & fun
June 1, 2024 in the United States ⋅ 🌩️ 27 °C
Wir wachten früh auf, denn unser Störeli im Zimmer vermochte die Morgensonne kaum aufzuhalten.
Frühstück gab es wiederum auf unserer tollen Terrasse: Spiegeleier mit feinsten Erdbeeren :-)
Nachdem wir uns mit Sonnencreme nur so übergossen hatten, spazierten wir los in Richtung Strand, wo wir zunächst für Simi einen Hut besorgen mussten. Er hatte zuhause die glorreiche Idee, erst hier einen zu besorgen. Die Sonne brannte heiss auf uns herab und ich war froh für ihn, dass wir im ersten Laden bereits fündig wurden und er sein Köpfchen ab sofort vor der starken Sonneneinstrahlung schützen konnte.
Freudig suchten wir nach dem nächsten Starbucks, denn die Sonne machte uns durstig und wir freuten uns auf einen der superguten Refreshers. Unser Favorit: Ananas!
Wir bestellten uns gleich je einen in der grössten Version, die Starbucks zu bieten hat.
Gut gelaunt spazierten wir weiter in Richtung Strand und genossen unser Getränk, während wir durch den Ort schlenderten. Am Strand angekommen stellten wir fest, dass es ohne Badetuch kaum Sinn macht, mal ins Wasser zu gehen und so musste ich uns noch eines besorgen.
Ausgestattet mit einem neuen, grossen Tuch, ging es zurück ans Meer, wo ich umgehend verkündete „Wenn du mich suchst, ich bin im Wasser!“.
Das Wasser war herrlich warm. Im Gegensatz zum letzten Jahr hatte es einige kleinere Wellen, aber die Temperatur war ideal. Wir wechselten uns ein paar Mal ab, da wir unsere Wertsachen nirgends verstauen konnten und liessen uns von der Sonne trocknen.
Kurz nach Mittag überkam uns der Hunger und wir probierten die Margarita Ville aus. Nicht wegen der Margaritas, sondern weil das Essen auf dem Foto lecker aussah. Ohnehin wurde die Flagge beim Meer inzwischen von gelb auf rot gesetzt und wir wären nicht mehr ins Wasser gegangen.
Vollgegessen (Teryaki Chicken & Shrimps, lecker!), suchten wir uns in der glühenden Hitze den Weg zurück zu unserem Haus. Unterwegs besorgten wir uns noch einen dieser tollen Isolationsbecher, den wir ans Festival mitnehmen konnten. Der Rückweg dauerte eine gefühlte Ewigkeit. Wir schwitzten und kamen wohl leicht dehydriert zuhause an, da wir beide das Gefühl hatten, bald umzukippen. Gleichzeitig dachten wir „Toll, in ein paar Tagen geht es ab in die Kälte“.
Zuhause probierten wir unsere Outdoor-Dusche aus und liessen uns in unserem Garten trocknen, bevor wir uns fürs Festival bereitmachten.
Am Festival dann war wesentlich mehr los als am Tag zuvor. Wir fanden einen Platz für unsere Stühle in einer der hintersten Reihen, aber es war ok. Das heutige Motto war „USA“. Ich weiss nicht, wie oft wir an diesem Tag „USA! USA!“ rufen mussten. Es wurden gar ein paar Jugendliche vereidigt, welche sich für die Armee verpflichten wollten. Zur Feier des Tages liessen sie sogar zwei Kampfjets übers Festival fliegen (Ich weiss nicht, wieso die USA stetig grössere Schulden anhäufen..
Einige Bands überraschten uns und waren besser als gedacht (Chase Matthews wird sicher mal wirklich gross rauskommen), andere waren nicht so unseres. Den krönenden Abschluss bildete der Sänger Jelly Roll, welcher bis ca. 23.30h spielte. Zu diesem Zeitpunkt waren wir ziemlich geschafft. 7h Dauer-Festival sind trotz Stühlen recht anstrengend.
Nach dem Konzert beeilten wir uns, um nach Hause zu kommen, aber die vielen Leute waren etwas hinderlich. Die Polizei war zwar zahlreich vorhanden, aber sie wollten den wirklich vielen Fussgängern partout nicht erlauben, die Strasse ausserhalb des Fussgängerstreifens zu überqueren, was niemand verstand. Ich glaube, sie verteilten sogar Bussen, wenn man es dennoch wagte. Der nächste Streifen befand sich ca. 1km weg und wir hatten vom Vortag im Kopf, dass dort nicht mal die Ampel in Betrieb war und man eine Kreuzung mit 4 Strassen à je ca. 6 Spuren überqueren muss. Irgendwann rannten irgendwo unterwegs viele andere über die Strassen und wir dachten, sie können uns nicht alle fassen, also gehen wir auch ;-)
Zuhause angekommen fingen wir umgehend an zu kochen und genossen unser feines Mitternachtsessen draussen auf der Terrasse. Die Stimmung wurde leider getrübt, als wir einen weiteren Blick auf die Wettervoraussichten machten und es für den nächsten Tag nichts als Regen prophezeite. Das war ziemlich niederschmetternd, da ich mir einen weiteren Schwumm im Meer erhoffte.
Leider hat sich die Wettervorhersage soweit bewahrheitet. Heute Morgen wachte ich auf, dachte zunächst, dass es doch noch einen halbwegs blauen Himmel hat, aber das waren wohl meine kurzsichtigen Augen. Als ich nämlich zurück ins Bett ging, fing es an zu blitzen und zu donnern, was das Zeug hält. Unser Haus bebte nur so vor sich hin und die typisch amerikanisch aufgebauten Wände ächzten unter den Vibrationen, man hätte meinen können, dass demnächst das ganze Haus auseinanderfällt.
Nun sitze ich zwar draussen, jedoch ist der Himmel einfach nur weiss, keine Aufhellung zu sehen. Es regnet in Strömen, blitzt und donnert, aber wir haben zum Glück einen Unterstand, wo man es sich gemütlich machen kann. Dennoch, viel deprimierender könnte das Wetter aktuell wohl nicht sein. Für morgen ändert sich die Voraussage auch im Minutentakt..Read more








