Kickstart-Kaffee in der Kaffee-Traumwelt
December 24, 2024 in New Zealand ⋅ ☁️ 20 °C
Wow, das sanfte Meeresrauschen hat uns offenbar in einen tiefen Schlaf versetzt. Das erste Mal in diesen Ferien wachten wir beide richtig ausgeruht, aber etwas spät auf.
Wir entschieden, uns kurz einen Kaffee zu machen und dann loszudüsen. Gegen Mittag holten wir uns eine Pizza (tandoori pizza) und verpeisten diese glücklich am Strand.
Nach der Pizza fielen wir natürlich ins Pizzakoma. Glücklicherweise sahen wir einen Coffeeshop, wo wir uns nochmals Kaffee holten.
- «2 double espresso, please»
- «bei uns sind es sowieso immer doppelte, wollt ihr dennoch 2?»
- «ja»
- «oh, ok.. aber das ist auch etwas teuer, seid ihr sicher?»
- «ja»
- «ok, das sind dann 16 NZD» à umgerechnet sind das ca. CHF 8.00 für 8x Espresso.. wie gesagt, Kaffee-Traumwelt 😊
Schlagartig waren wir beide nach dem Kaffee hellwach und bereit für ALLES. Wir kamen irgendwann am Nachmittag in Franz Josef an, wo wir eine Wanderung zum Gletscher bzw. zu einer Aussicht auf den Gletscher wandern wollten. Also.. gewisse südasiatische Touristen waren stark gefordert, aber wir haben die 15min-retour mit einem müden Lächeln gemeistert. Es war eine eher frustrierende Wanderung, man sah nichts, ausser am Ende ein Schild «Bis hier und nicht weiter!».
Wir spazierten zurück und machten gleich noch eine weitere Wanderung, welche uns durch einen weiteren, schönen Regenwald führte. Auf einer kleinen Brücke sah ich ein schönes Fotomotiv. Leider kam genau in dem Moment eine indische Grossfamilie an dieser Stelle durch und durch die Schrittvibrationen war nicht daran zu denken, überhaupt abzudrücken. Danke für gar nichts..
Nach der zweiten «Wanderung» machten wir noch einen Ausflug zu einem Punkt, den wir irgendwann mal auf MapsMe hinterlegt hatten. Es sah aus, als wäre es ein super Ort, um die Drohne steigen zu lassen. Gute 45min später wurden wir bitter enttäuscht. Es war eine Kuhwiese, nebenan gab es ein Riverdelta, aber ich gab auf, als meine Drohne mehrmals von Vögeln attackiert wurde und ich Angst hatte, dass sie entweder vom Himmel geholt oder in ein Vogelnest entführt wird.
Enttäuscht fuhren wir zurück zum Campground, den wir reserviert hatten und holten uns den besten Platz vor Ort. Schön abgeschieden von allen 😊 Wie ich neulich dem Tourguide-Mädchen beim Höhlenrafting erklärt habe «We don’t like people»..
Wir genossen die restliche Sonne und Wärme und wanderten dann nochmals kurz mit unserer Fotoausrüstung bewaffnet los. Rundherum gab es tolle Regenwälder und wir wollten unser Glück versuchen. Es sah echt schön aus, wie aus einer anderen Welt!
Irgendwann liefen wir zurück. Simi war etwas hinter mir, als plötzlich ein Chinese mit seinem Auto anhielt und mich fragte, ob ich nicht langsam irgendwohin möchte, da es bald eindunkelte. Ich gehe davon aus, er hätte mich mitgenommen. Aber ja.. mit seinen merkwürdigen Handschuhen sah er irgendwie aus, wie einem Horrorfilm entsprungen. Ich lehnte dankend ab und sagte, wir seien zu zweit und wir wohnen gleich nebenan auf dem Campingplatz.
Zurück auf dem Platz sahen wir unsere Fotoschätze an. Ich war ganz klar enttäuscht, aber ja.. vielleicht kann man ja noch was retten. Und sonst hatte ich wenigstens in dem Moment Freude, als ich auf dem kleinen Bildschirm auf der Kamera mein Werk sah und ich eine kleine Weile das Gefühl haben durfte, ein echtes Meisterwerk geschaffen zu haben.
Gegen 22.30h gingen wir in den Camper und fingen an zu kochen. Es wurde Mitternacht, bis wir mit allem fertig waren. Egal, für den nächsten Tag war sowieso endloser Regen angesagt.Read more










