• We don‘t like people

    December 29, 2024 in New Zealand ⋅ ☁️ 13 °C

    Bereits «frühmorgens» um 07.15h klingelte unser Wecker. Für den heutigen Regentag haben wir eine Bootsfahrt durch den Milford Sound gebucht, wo wir Wasserfälle fotografieren wollen.

    Die Fahrt bis nach Milford Sound dauerte ca. 1h. Wir lösten ein sündhaft teures Parkticket und machten uns auf den Weg zum Fährhafen. Bei einigen Anbietern gab es bereits lange Schlangen für den CheckIn, bei uns stand zum Glück niemand.

    Etwas später standen wir bereits draussen im Regen und warteten darauf, auf die Fähre gehen zu können. Die Tour war vermutlich gut ausgebucht, es kamen jedenfalls jede Menge Leute. Um uns herum wimmelte es von asiatischen Touristen und ihren ähm.. eigenen Verhaltensweisen, die etwas nervötend sind.

    Anfangs hatten wir Glück. Es begann in Strömen zu regnen und so verschwanden die meisten für eine Weile. Mit der Zeit trauten sich dann die «Trainerhosen-Touristen» doch wieder aufs Deck und versperrten uns die guten Plätze, um zu fotografieren. Aber es ist natürlich wichtig, dass man Topfotos von sich selbst hat (Hintergrund vermutlich verschwommen, damit es auch ein gutes Porträt ergibt), Landschaftsfotos sind unwichtig.

    Wir waren schlussendlich dankbar, dass wir vergünstigte Tickets gekauft hatten und die Tour lediglich zwei Stunden dauerte. Länger hätten wir die vielen Menschen wohl nicht mehr ertragen.

    Nach der Fahrt kosteten wir die gelöste Parkdauer noch aus, indem wir uns die Spaghettireste von gestern aufwärmten und genüsslich verspeisten. Nach dem Essen kam das obligatorische Spaghettikoma und so parkten wir auf dem nächstbesten Parkplatz und machten ein Mittagsschläfchen, damit wir für den restlichen Nachmittag wieder etwas Energie hatten.

    Am Nachmittag fuhren wir eine etwas weniger touristische Strasse ab und sahen wunderschöne Regenwälder, wo wir versuchten, ein paar Fotos zu schiessen. Wir dachten schon, juhui, hier ist ja kein Mensch, bis wir das Ende der Strasse und den überfüllten Parkplatz erreichten. Wir drehten gleich wieder um und fuhren in Richtung Campground.

    Schlussendlich kamen wir wie immer erst am späteren Abend an und fanden kaum mehr Platz auf dem von uns reservierten Campingplatz. Genau, alle anderen, die früher waren, hatten sich bereits die besten Plätze gekrallt, obwohl sie spontan auf dem Platz übernachteten. Jedenfalls hatte wohl jeder erst vor Ort bezahlt. Ich kann den Leuten keinen Vorwurf machen, aber so ein System ist völlig unüberlegt.. Wenn man schon vorreservieren kann bzw. eigentlich gemäss ihren eigenen Plakaten vor Ort zwingend muss, dann soll doch bitte auch jemand schauen, dass diese Leute ihren Platz bekommen.
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