On the road again 🥳
January 6, 2025 in New Zealand ⋅ ☁️ 18 °C
Wir wachten heute sehr früh auf. Zum Einen, weil wir den Anruf vom Abschleppdienst erwarteten, zum Anderen, weil nebenan die zwei im Zelt gebeten wurden, den Platz umgehend zu verlassen, weil sie mit dem Zelt nicht als «self contained» gelten.
Wir frühstückten, kein Anruf. Wir liefen ein wenig herum, kein Anruf. Ich beschloss, um 10.30h anzurufen, da ab diesem Zeitpunkt mein Verständnis für «wir holen euch am Morgen ab» aufhört.
Da wir keine Ahnung hatten, wer uns eigentlich abholen sollte, rief ich erneut Road Side Assistance an. 20min Telefonat (inkl. Warteschleife) später hiess es, dass der Abschleppdienst aktuell keine Zeit habe. Er melde sich in 15min nochmals, damit wir eine ungefähre Zeit erfahren, wann denn jemand kommen sollte. Nach 15min kam der Anruf, aber er wusste nach wie vor nicht mehr. Man würde sich bei uns melden… Ich war ziemlich sauer und versuchte schon mal herauszufinden, welche Lösung sie denn für uns hätten, wenn der Camper nicht so easypeasy repariert werden kann, wovon wir ausgehen würden. Der Typ am Telefon meinte, wir müssten zuerst die Diagnose von der Garage abwarten.
Kurz vor Mittag kam der Anruf und die Dame am Telefon meinte, so in 45-60min sollte jemand kommen. Ich schnappte mir mein Shantytuch und Gitarre und unterhielt die umliegenden Leuten frustriert mit schlechten Gitarrenklängen. Simi unterstützte mich mit seiner Gitarre und sorgte mit seinen geübten Fingern dafür, dass man in etwa hören konnte, welches Lied wir denn spielten.
Es schien Wunder zu wirken. Nur ca. 20min später tauchten plötzlich ein kleiner Pickup und zwei Typen auf, die das Abschleppseil befestigten und uns dann die 4min nach Twizel fuhren. Jep.. die Warterei empfanden wir wegen 4min Fahrt als echt lächerlich. Wir vermuten, der Typ gestern hat vergessen, seinen Leuten mitzuteilen, dass er irgendwo noch zwei Leute mit totem Camper ausgesetzt hatte..
Beim Abschleppdienst hiess es, wir sollten doch noch etwas ins Dorf gehen. Sie würden uns anrufen. Wir watschelten los und fanden irgendwann die Dorfmitte, wo es einige Restaurants hatte. Irgendwann erhielten wir einen Anruf von Wilderness. Der Motor ist hinüber, wir erhalten ein Ersatzfahrzeug. Danke, habe ich ja bereits am Morgen gesagt, aber dennoch schön zu wissen.
Wir spazierten weiter im Dorf herum und gingen irgendwo etwas essen. Nach dem Essen gönnten wir uns noch eine Glace und erhielten den nächsten Anruf. Sie wollten wissen, wo der Camper aktuell stehe (fand ich irgendwie eine lustige Frage, da sie uns ja abschleppen liessen). Der neue käme gegen 19.00h. Der Fahrer fahre demnächst mit dem neuen ab. Der arme.. die Fahrt dauert ohne Pause mind. 3.5h! Wir waren dennoch glücklich, denn wir wussten, wir würden am Abend wieder einen fahrbaren Untersatz haben.
Wir schlenderten zurück zum Abschleppdienst, wo wir die gute Nachricht verkündeten und uns erkundigten, wie wir denn zum Camper kommen würden, wenn sie ja um 17.00h schliessen. Gut hatten wir nachgefragt, denn sie wussten nicht, dass erst um 19.00h jemand kommen würde. Die Dame organisierte, dass jemand den Camper nach vorne fuhr. In der Zwischenzeit konnten wir unsere Sachen im Hinterhof der Garage packen. Überall standen Unfallfahrzeuge, eines wüster als das andere. Gut hatten wir nur einen Motorschaden!
Die Packerei dauerte ewig, aber wir waren mehr als früh genug fertig. Nach einiger Zeit wurden wir nach vorne zur Strasse gezogen. Erst spazierten wir nochmals ins Dorf, dann warteten wir wie zwei Kätzchen auf den Fahrer mit unserem neuen Camper.
Irgendwann nach 19.00h kam er schlussendlich an und wir konnten alles umladen. Offenbar bleiben ständig irgendwo Automaten-Fahrzeuge liegen. Ich dachte, das sei ein altes Problem und nicht immer noch der Fall. Ich hoffe, unser Campy zuhause bleibt verschont.
Inzwischen war es spät und wir entschieden, nochmals an den gestrigen Übernachtungsort zu fahren. Wir setzten uns an den Hügelrand und schauten uns den Sonnenuntergang an, bevor es kühl wurde und wir drinnen eines der besten Abendessen der Ferien hatten «Beef Brisket». Mann, war das lecker.
Nun hoffen wir auf die verbleibenden Tage. Möge der Campy- und Wettergott uns gnädig sein. Ach ja, gottseidank müssen wir nicht mit der Fähre zurück auf die Nordinsel. Diese ist nach wie vor ausser Betrieb wegen dem starken Wellengang.Read more











