Abgeschleppt - rien ne va plus
January 5, 2025 in New Zealand ⋅ ⛅ 14 °C
Heute Morgen standen wir pünktlich um 08.30h am Treffpunkt für unseren Flug. Zwei Personen hatten den Termin verpasst. Womöglich waren sie zwei von vielen, die es wegen der stornierten Fähren gar nicht erst auf die Südinsel geschafft hatten.
Bereit vor dem Flug wurde uns mitgeteilt, dass die Walsichtung bei den aktuellen Bedingungen schwierig sein würde. Wir flogen dennoch los und leider, leider haben wir wirklich keinen Wal gefunden.
Wir sahen jede Menge Delfine, die einen riesigen Spass zu haben schienen. Sie sprangen durchs Wasser, machten Saltos und schienen den Tag so richtig zu geniessen. Vermutlich, weil alle Delfin-Schwimmtouren bis und mit morgen abgesagt wurden.
Nach dem Flug waren wir etwas enttäuscht, konnten dem Touranbieter aber natürlich keine Schuld anlasten. Es ist halt Natur..
Wir fuhren gleich nach dem Flug los, da wir vorhatten, in Richtung Milford Sound zu fahren, was über 10h entfernt von Kaikoura liegt. Nach wenigen Minuten, musste Simi umkehren, weil ich im Meer springende Delfine erspäht hatte.
Wir parkten an der Strasse und liessen die Drohnen steigen. Ich war glückselig. Noch nie im Leben hatte ich Delfine vom Strand aus gesehen! 😊
Wir blieben nicht lange, da die heutige Fahrt noch lange war. Irgendwo stoppten wir, tankten unseren Campy auf und fuhren wieder weiter.
Irgendwann bogen wir in Richtung Lake Pukaki ab. Wir fuhren fröhlich drauflos und dachten, unter 5h und wir sind am Ziel. Plötzlich «Das Auto läuft nicht mehr!» «WAS?!?» «Check transmission». Simi war wieder mal in seinem «Häschen-Stadium», wo er nicht mehr klar denken kann. Ich dirigierten ihn, am Strassenrand anzuhalten. Knapp vor einer Kurve kamen wir am Strassenrand zu stehen schon machte der Campy machte keinen Wank mehr. FUCK!!! Er versuchte, das Fahrzeug zu starten, aber ausser jenster Fehlermeldungen und merkwürdiger Geräusche ging gar nichts mehr.
Also, aussteigen und Road Side Assistance anrufen. Ist ja nur eine Strasse, wo man 100 km/h fahren darf und unser Auto steht am Strassrand vor einer unübersichtlichen Kurve. Wenigstens konnten wir uns auf der Seite in Sicherheit bringen, um den Anruf zu machen und zu warten. Endlos zu warten..
Der Typ am Telefon meinte, wir sollten nochmals ins Auto gehen, alles ausschalten, abschliessen, wieder aufschliessen.. nope.. keine Reaktion ausser das «ich kann nicht zünden»-Getöne vom Auto. Die Leute fuhren hupend an uns vorbei, da wir echt an einem doofen Ort standen und es in Neuseeland keine Pannendreiecke gibt. Ich rief laut (währenddem ich am Telefon war) «FUCK YOU!!» hinterher. Sofort entschuldigte ich mich bei meinem Telefongegenüber und Simi ergänzte, dass ich nicht ihn gemeint habe. Vom anderen Ende hörten wir nur ein gröhlendes Lachen.
Uns wurde mitgeteilt, dass jemand vorbeigeschickt würde, um uns abzuschleppen. Nach 1.5h hatten wir nichts gehört und ich rief erneut an. Bald darauf kam endlich unsere Rettung.
Paul tauchte mit seinem Abschleppfahrzeug auf und, nach dem zweiten Versuch (das Auto passte milimetergenau noch knapp in die Lücke..) schafften wir es sogar, den Campy aufzuladen. Wir wurden auf einen Freedom-Camping gebracht. Das muss ein lustiges Bild abgegeben haben. Ein Abschleppwagen lädt einen Camper auf dem Campingplatz ab. Wenigstens ist es schön hier..
Unsere Platz-Nachbarn meinten, sie hätten uns vorher schon auf der Strasse gesehen und gedacht, die haben auch super parkiert.. Jep.. das meinten so einige. Hupend fuhren sie an uns vorbei, bis ich auf die glorreiche Idee kam, wenigstens die Kühlerhaube zu öffnen, damit man sieht, dass wir vermutlich nicht nur aus Freude an diesem wirklich blöden Ort mitten auf der schnellen Landstrasse parkiert hatten.
Morgen werden wir wieder abgeholt. Unsere Milford Pläne können wir definitiv begraben, alles weitere sehen wir. Wir sind uns jedoch beide sicher: Das wird vermutlich keine 5-Minutenreparatur. Gemäss Google haben viele Fiat-Automaten ähnliche Probleme. Wir sind gespannt…Read more








