• Oops we did it again 🦈😎

    January 8, 2025 in New Zealand ⋅ 🌬 15 °C

    Der Wecker klingelte viel zu früh, um ausgeschlafen in den Tag zu starten.. 05.40h, was für eine gottlose Zeit.

    Wir tranken kurz einen Kaffee und fuhren dann los zum Shark Diving-Treffpunkt. Diesmal waren wir etwas knapp dran, aber es reichte dennoch.

    Die heutige Gruppe war wesentlich grösser, als die letzte. Es waren aber zum Glück zwei Personen nur fürs Zuschauen angemeldet. Kurz nach unserem Eintreffen ging es schon los mit dem Schiff. Das Meer war bereits auf dem Hinweg wesentlich unruhiger als beim letzten Mal und es dauerte nicht lange, bis einzelne Gäste seekrank wurden.

    Wir hatten uns am Tag zuvor neue Ingwer-Tabletten besorgt und waren zudem mit Ingwergetränk bewaffnet. Wir schafften es, die Stunde bis zum Ankerpunkt zu überstehen.

    Glücklicherweise gingen wir heute bereits als «experienced» durch und so schaffte es die Gruppe, kurz nach dem Eintreffen des ersten Hais bereit zum Tauchen zu sein. Heute bekam ich sogar ordentlich Luft. Der Trick ist offenbar, sich den Regulator richtig tief in den Mund zu stecken.

    Ich filmte fröhlich drauflos mit meiner Mietkamera, Simi war noch oben und musste warten, bis ein Platz frei wurde. Mir gelang es, den wohl einzigen «Angriff» des Hais auf den Köder zu filmen 🥳

    Irgendwann kam Simi auch nach unten und blieb es auch für eine lange Zeit. Er war selbst noch im Käfig, als ich bereits das zweite Mal ins Wasser tauchte. Um uns herum schwammen hunderte Fische, die den Haien den Köder streitig machten. Die Haie haben an den Fischen leider kein Interesse, weil viel zu wenig Fleisch an ihnen ist. Wenn, dann würden sie sich eine Robbe schnappen, so die Information unseres Kapitäns.

    Die Haie schwammen heute viele Male direkt auf uns zu, was eindrücklicher aussah, als die Umrundungen beim letzten Mal. Dennoch waren die Haie diesmal weniger interessiert und man wartete oftmals sehr lange, bis es wieder zu einer kurzen Begegnung kam.

    Simi und ich waren insgesamt wohl fast zwei Stunden im Wasser. Der Käfig schaukelte die ganze Zeit über mit den Wellen mit, was es schwierig machte, am Boden zu bleiben und nicht an die Wasseroberfläche zu sausen.

    Beim dritten langen Tauchgang gab ich irgendwann auf. Ich war ziemlich erschöpft, weil das Wasser recht kühl war und es anstrengend war, sich am Boden zu halten. Ich hatte völlig dicke, blaue Lippen, wie Simi mir sagte und mir war nur noch eiskalt. Die meisten hatten lange vor uns aufgegeben, wodurch wir sehr viel Tauchzeit hatten.

    Als wir alle wieder halbwegs aufgewärmt waren, gab es wieder den feinen Snack vom letzten Mal und dann ging die Fahrt zurück los.

    Zwei Mädchen waren von der Hinreise noch immer schneeweiss im Gesicht, weil ihnen so übel war. Gut, dass sie nicht wussten, was noch auf sie zukommen würde. Wir warfen uns vor der Rückfahrt sicherheitshalber nochmals zwei Ingwertabletten ein. Das war wohl keine schlechte Idee, wie sich rausstellte.

    Selbst der wirklich seit 07.00h UNUNTERBROCHEN quatschende Typ wurde nach wenigen Minuten mucksmäuschenstill und verzog das Gesicht. Die halbe «Mannschaft» stand draussen mit Kotztüte in der Hand und die meisten haben sie wohl auch fleissig genutzt.

    Ich war todmüde und hatte irgendwann keinen Blick mehr nach draussen auf den Horizont, was hätte heikel werden können. Glücklicherweise fielen mir irgendwann sowieso die Augen zu und als ich wieder aufwachte, waren wir schon fast zurück im Hafen. Puh, wir hatten beide nochmals Glück gehabt und die wirklich sehr schauklige Fahrt unbeschadet überstanden.

    Nach der Ankunft speicherten wir kurz unsere Fotos ab und fuhren dann zu einem Wasserfall, wo wir uns die Füsse vor dem Abendessen vertreten wollten. Die Wanderung war kurz und der Wasserfall leider nicht sehr fotogen. Es war viel zu hell und irgendwas spannendes fehlte, um ein gutes Foto zu schiessen. Schade.

    Wir fuhren zum Campground, wo uns der unebenste Platz aller Zeiten zugeteilt wurde. Glücklicherweise waren unsere Nachbarn nett und wir konnten nahe an ihr Fahrzeug parken, sodass wir schlussendlich doch noch geradestanden.

    Wir machten einen Spaziergang zu einem Aussichtspunkt, wo man Pinguine sehen könnte, aber leider waren sie nirgendwo zu sehen. Bevor es zurück zu unserem Platz ging, wollte ich noch rasch beim anderen Strand schauen, ob wenigstens Delfine zu sehen sind. Yes 😊 Erneut sahen wir vom Strand aus, wie sie in den Wellen surften🥰😍

    Da wir beide hungrig waren, blieben wir nicht lange und gingen dann zurück zum Camper, wo wir unsere Vorspeise in den Ofen legten und es uns draussen gemütlich machten. Ein Apero mit Blick auf das rauschende Meer. Herrlich!

    Es wurde mit der Zeit kühler und so gingen wir in den Camper, wo wir uns die Fischreste abduschten und dann assen. Eigentlich wollten wir anschliessend nochmals eine Serienfolge schauen, aber ich war zu müde und schlief wenige Minuten später selig mit dem Rauschen der tosenden Wellen und dem durch den Wind leicht schaukelnden Camper ein.
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