Planänderung
September 8, 2025 in Canada ⋅ ☁️ 5 °C
Heute Morgen konnte ich gegen 06.30h nicht mehr schlafen. Ich schaute nach draussen und irgendwie sah der Himmel vielversprechend aus. Ich fragte Simi, ob er mitmachen will beim Sonnenaufgangs-Fotografieren, er wand sich noch etwas und ich drohte ihm, halt alleine zu gehen.
Irgendwann konnte er sich doch noch durchringen und stand ebenfalls auf. Ich ging schon mal nach draussen, wo ich ganz hibbelig wurde, weil der Himmel immer heller wurde und sich ein schönes Morgenrot bildete. Simi trödelte weiter, sodass ich irgendwann einfach losmarschierte, was er mir noch den ganzen Tag lang vorwerfen würde.
Am einen Platz, wo ich gestern schon ein schönes Handyfoto geschossen habe, stellte ich mein Stativ auf und machte ein paar Fotos. Ich glaube, es könnte vielleicht ein gutes dabei sein. Simi motzte nur rum und kritisierte, dass der Ort scheisse sei, blablabla, weshalb wir noch etwas weiter nach hinten gingen.
Leider fand ich an diesem Ort null Komposition und nun fing ich an zu meckern.. Dann fing es auch noch an zu regnen, was die Laune nicht gerade besserte.. irgendwann spazierten wir wieder zurück und versuchten, näher beim Camper noch einen guten Ort zu finden. Wir kämpften uns durchs Dickicht, aber wurden irgendwie nicht mehr fündig.
Nach einer Weile gaben wir auf und ich zauberte zum Frühstück leckere Crêpes mit Maple Sirup-Zucker (das war die kleinste Packung in der Zuckerabteilung). Ich muss sagen, dieser Zucker schmeckt gut, zumindest etwas spannender als normaler.
Nach dem Frühstück fuhren wir zum Visitorcenter, in der Hoffnung, dass der dortige Wetterbericht etwas anderes aussagte, als die dicken Regentropfen draussen. Leider gab es kaum Hoffnung auf eine Besserung.
Wir beschlossen, nach Dawson zu fahren und bereits heute den Top of the world Highway zu machen. Unterwegs sahen wir endlich ein paar Elche, aber der Verkehr hinderte uns leider am Anhalten und Simi war sowieso mehr oder weniger durchgefahren und bremste viel zu spät ab.
Kurz vor Dawson tankten wir und besorgten uns sicherheitshalber einen Kanister AdBlue, damit wir nicht irgendwo im Nirgendwo stecken bleiben, weil es nunmal in Alaska sowas nicht gibt. Ob dem so ist, wissen wir nicht, aber ich habe echt keine Lust, es rauszufinden.
In Dawson ging das Gewohnheitstier mit uns durch und so besorgten wir uns, wie beim letzten Mal, eine Pizza bzw. gleich zwei (hungrige Äuglein..) und assen diese wenig später im Camper.
Wir meldeten uns zudem bei Heli-Mark, welchen wir in den Ferien noch in seiner Lodge besuchen wollen. Leider ist die Wettervorhersage für seinen Ort echt schlecht und so beschlossen wir, den Besuch um eine Woche zu vertagen.
Von Dawson her mussten wir die wohl kürzeste Fähre der Welt nehmen, welche uns mit unserem Camper sicher über den Yukon River führte, wo der Top of the World Highway begann.
Die Aussicht ist schier endlos auf diesem Weg und es war wesentlich weniger abenteuerlich, als wir es vom ersten Mal in Erinnerung hatten. Die Herbstfarben unterwegs waren echt Wahnsinn! Leider ist die Strasse so elend lange, dass man die Aussicht irgendwann doch mal satt hat und einfach nur froh ist, wenn es durch ist.
Ungefähr in der Mitte befindet sich die Grenze zwischen Kanada und Amerika. Wir mussten zwar noch zum Zöllner rein und unsere Fingerabdrücke geben, aber es verlief alles problemlos, sodass wir wenig später unsere Fahrt fortsetzen konnten.
Eigentlich war der Plan, dass wir die Tage bis Heli-Mark in Mc Carthy verbringen, doch wir warfen die Pläne irgendwo im Nirgendwo über den Haufen und beschlossen, stattdessen in den Norden zu fahren, wo wir im Februar 2024 schon mal waren, aber wegen der zugefrorenen Scheiben rein gar nichts von der Landschafts gesehen hatten (wir waren natürlich nur Passagiere im Auto ;-P).
In Tok holten wir uns einen guten Vorrat an Alaskan Beer, welches es, bis auf eine Sorte, die wir nicht mögen, ausschliesslich in den USA zu kaufen gibt und welches wir regelmässig in die Schweiz mitbringen, wenn wir es irgendwo finden.
Nach dem Einkauf ging es nochmals etwa 2h weiter, bis wir zu einer Art Campground an einem Fluss kamen und beschlossen, die Nacht da zu verbringen. Offenbar ist der Platz sogar kostenlos, die WCs sind echt super sauber (wie gesagt, der Platz ist gratis, da habe ich alles andere als sauber erwartet) und die Aussicht auf die Berge ist auch toll.
Wir parkten unseren Camper und gingen runter zum Fluss, wo wir unsere Drohnen steigen liessen und ich mit dem Telezoom noch ein paar Fotos machte. Was für eine schöne Aussicht!Read more









