Rainforests - here we come!
December 27, 2025 in New Zealand ⋅ ☁️ 17 °C
Gegen 5 Uhr war ich hellwach. Ich beschloss, die Zeit zu nutzen, um nochmals einen Versuch zu starten, einen halbwegigen Plan für die Ferien auf die Beine zu stellen. Gegen 6 Uhr stiess Simi dazu.
Um 8 Uhr liessen wir uns zur Vermietungsstation fahren, wo wir glücklicherweise direkt empfangen wurden. Es dauerte nicht lange und wir hielten bereits die Schlüssel zu unserem neuen Heim in den Händen. Wir inspizierten kurz die Schränke und zu guter Letzt die ominösen Becher im Fahrerbereich. Naja.. es wäre kein Mietcamper, wenn man nicht etwas echt dreckiges finden würde.. Ich lief mit den vor altem Kaffee triefenden Becher zurück zum Büro und fragte an, ob es evtl. auch eine saubere Version davon gäbe. Kurze Zeit später kam sie mit sauberen zurück. Ich weiss, ich weiss, alles andere wurde vermutlich auch lieblos von den letzten Mieter halbherzig gereinigt und ist wohl auch nicht besonders hygienisch, aber ein Kaffeebecher, in dem noch fast der letzte Schluck Kaffee vom Vorgänger drin ist, war mir echt etwas zu schmutzig.
Unser erster Stop war Woolworth in der Nähe des Flughafens, wo wir uns eindeckten mit Essen, Getränken und, wie immer, mit einer neuen Bratpfanne. Da wir nicht gefrühstückt hatten, setzten wir uns anschliessend in einen kleinen China-Imbiss, wo wir je eine riesige Schale voller Nudeln und Fleisch assen. Ich hätte mich besser für Dumplings entscheiden sollen, aber ich sah leider erst später, wie lecker die aussahen. Unsere Schüssel war auch sehr gut, aber auch sehr viel.
Nach dem Essen fuhren wir zurück zur Vermietungsstation, weil wir dachten, dass das Radio nicht funktioniert. Man wies uns dann darauf hin, dass es, versteckt neben dem Steuerrad, einen kleinen Knopf gibt, den man drücken muss. Stimmt.. da war ja was.
Nun ging die Reise endlich los. Wir kämpften uns durch den Stau und kamen am frühen Nachmittag beim Campground an, wo wir letztes Mal bereits eine der ersten Nächte verbracht hatten. Online ergatterten wir den letzten Platz dafür. Oje, wir müssen wohl die künftigen Nächte frühzeitig planen und je nach Ort definitiv ein paar Tage vorher reservieren.
Es regnete und so nutzten wir die Gelegenheit, unsere Koffer zu leeren und uns im Camper einzurichten, damit nicht alle Koffer im Weg stehen. Als der Regen nachliess, zogen wir unsere Regensachen an und wanderten los. Glücklicherweise hörte der Regen auf, als wir loszogen.
Es gibt hier diverse Biketrails, die durch ein schönes Regenwaldgebiet führen. Wir liefen zuerst diese ab, dann gingen wir noch etwas die Strasse runter, wo wir einen weiteren Weg auf der Karte gesehen hatten, allerdings existierte dieser in Wirklichkeit gar nicht mehr. Inzwischen etwas müde, kehrten wir also um, nahmen noch einen kurzen Wanderweg mit, der sich letztes Jahr bei Starkregen sehr lange angefühlt hatte und kamen gegen 17.00h zurück zum Campingplatz, der inzwischen recht viele Besucher aufwies.
Das Wetter war immer noch gut und so freuten wir uns über einen Apéro draussen, dann wurde es kühler und wir gingen für die Vorspeise in den Camper. Fürs Abendessen nahmen wir dann das erste Mal den Grill hervor und grillten ein paar Spiesse, die wir temperaturbedingt dann wieder drinnen assen.
Während all dem Essen überlegten wir, wo wir als nächstes hinfahren sollten. Ein Blick auf die Wettervorhersage war jedoch ziemlich vernichtend. Am übernächsten Tag sollte es mindestens in Strömen regnen und es wurde vor Überschwemmungen und allem möglichem gewarnt. Oh Mann!
Wir sahen, dass einzig beim südlichen Teil der Nordinsel etwas weniger Regen angekündigt wurde und nun hoffen wir, dass wir, dort unten unser Wanderglück finden werden. Rafting fällt diesmal definitiv weg und mein grosser Wunsch, endlich mal Kajak fahren zu können, steht noch auf der Kippe. Wenigstens wäre der Startpunkt für dieses Vorhaben ohnehin weiter unten. Wir sind gespannt auf die weitere Wetterentwicklung. Wenigstens waren wir die letzten Tage nicht auf der Südinsel, wo es echt starke Gewitter mit sehr grossem Hagel gab.Read more







