Budget Te Anau
January 2 in New Zealand ⋅ ☁️ 12 °C
Ich war wie immer früher wach als Simi und so spazierte ich zunächst ans Meer und ein paar Meter hin und her, schrieb dann meinen Bericht zum gestrigen Tag und weil der Herr immer noch am Schlafen war, genehmigte ich mir sogar noch eine Dusche. Als ich zurückkam, wachte er endlich auf. Er hatte von all meinem Krach, den ich veranstaltet hatte, absolut nichts mitbekommen.. Erstaunlich..
Wir tranken Kaffee und ich muss meinen Eintrag zum neuen Wacaco revidieren, der Kaffee wurde diesmal super. Wir haben inzwischen andere Kapseln besorgt (Starbucks Nespresso), um auszuprobieren, ob es an der Kapsel oder am Wacaco liegt. Es liegt offenbar an den Kapseln..
Kurz vor 10.00h ging ich zur Reception und gab den Badge zurück. Hildy, wie wir die Dame nennen, meinte nach etwas Diskussion bezüglich Campingzahlung (welche halt noch immer auf reserviert stand), dass sie mir die Nacht schlimmstenfalls schenken würde. Merry Christmas.
Wir fuhren los, als Ziel war vorerst Te Anau bestimmt. Wir hofften, unterwegs noch einen Campingplatz in den Fiordlands buchen zu können, aber leider verpassten wir die einzige Chance auf einen Platz für heute Nacht, weil wir genau zu dem Zeitpunkt, als der einzige Platz frei wurde, an einen Ort fuhren, wo man keinen Empfang hatte. Wir aktualisierten die Seite alle paar Minuten, aber kein Platz wurde mehr frei.
Eine Weile durfte ich Passenger Princess sein und schrieb mit meinem Schwesterchen ein paar SMS hin und her. Sie klärte mich auf, dass das schwarze Irgendwas, was ich gestern am Strand gesehen hatte, ein Ei von einem Geisterhai ist. Eine Google-Anfrage später war ich begeistert. Diese Dinger sehen eeecht speziell aus und wohnen irgendwo in den tiefsten Tiefen des Meeres. WOW :-)
Irgendwann hielten wir an, um zu Mittag zu essen und ich musste mich anschliessend ans Steuer setzen. Wir fuhren irgendwo durchs Nirgendwo, bis wir am späteren Nachmittag endlich Te Anau erreichten.
Wir kauften kurz ein paar Mittagessen für die nächsten Tage ein, tankten und fuhren dann in Richtung Fiordlands. Wir hofften, dass es immer noch gleich ist, wie im vergangenen Jahr, wo man bei fehlender Reservation vor Ort buchen konnte. Beim ersten Campground hielten wir an und wurden leider eines besseren belehrt. Tja.. letztes Jahr hatte ich mich noch über diese fragwürdige Reservations-Politik geärgert, nun hätten wir gut und gerne davon Gebrauch gemacht.
Wir drehten wieder um und befürchteten schon, dass wir nun auf einem engen Campingplatz für CHF 70.00/Nacht übernachten müssen. Glücklicherweise fand ich einen privaten Platz, der lediglich eine kleine Spende für die Übernachtungsmöglichkeit verlangte. Auf den Fotos sah es etwas merkwürdig aus und auch als wir ankamen, waren wir unsicher, ob wir wirklich da parken dürfen. Ich rief kurzerhand die Nummer in der App an und eine ältere Dame teilte mir mit, dass es ok sei, sie jedoch dankbar für eine kleine Spende wäre. Sie käme gegen 20.00h vorbei, um das Tor zu schliessen und einen kurzen Schwatz zu halten (HILFE!).
Wir parkten dennoch, legten 15 NZD in die Box (in der App hat jeder 10NZD empfohlen) und gingen dann ins Dorf etwas Trinken. Gegen 20.00h kamen wir zurück und die Dame kam tatsächlich kurz vorbei. Sie merkte zum Glück, dass ich keine sonderlich tolle Gesprächspartnerin bin und ging dann zum Camper neben an, dessen Besitzer sie offenbar schon länger kannte.
Ab morgen haben wir für mehrere Tage Reservationen für die Plätze im Fiordland. Ich bin gespannt, was wir alles sehen werden. Momentan sind wir einfach nur froh, dass wir einen Schnäppchen-Parkplatz in einem überteuerten und überloffenen Touri-Ort gefunden haben. DANKE liebe Neuseeländer für eure Gastfreundschaft!
Schlechter Witz des Tages, weil hier überall Pony-Poo verkauft wird:
Wenn demnach jemand viel Scheisse verkauft, macht er dann das grosse Geschäft?
Es war gestern irgendwie situationsbedingt witziger.. 😂Read more



