Erschöpft
January 5 in New Zealand ⋅ ☀️ 13 °C
Ich muss gestern echt erschöpft gewesen sein, denn als ich aufwachte, zeigte die Uhr bereits 08.30h, was ungewöhnlich spät ist für mich. Simi war merkwürdigerweise auch bereits wach und so bereitete ich Kaffee und später Crêpes zu.
Unsere Uhren rieten uns, es heute langsam angehen zu lassen, damit wir uns erholen können. Liebe Uhr, wir sind in den Ferien und haben doch gar keine Zeit für Erholung ;-)
Zwischen dem 2. und 3. Kaffee erspähten wir draussen eine gefiederte Familie, die in Richtung unseres Campers watschelte. Meine gestrigen Träume von der Kiwi-Sichtung platzten wie letztes Jahr erneut. Eine braungefiederte Mama watschelte hier nämlich mit wuscheligen, dunkelgrauen Küken umher, die leider erneut aussahen, wie Baby-Pinguine in klein und rund.. Ich glaube, letztes Jahr hat mich genau dieselbe Vogelart arglistig täuschen wollen. Dreamstealer 2.0!
Nach dem Frühstück fuhren wir zu einer Wanderung, bei der wir wussten, dass sie 4h dauern würde. Wir wussten nicht, wohin sie führt, wir wussten nicht, ob sie steil oder gemütlich war und wir hatten keine Ahnung, was man unterwegs sehen würde.
Wir bewaffneten uns, neben der Fotoausrüstung, mit Getränken und Sandwiches und zogen los. Es war ANSTRENGEND. Unsere Uhren zeigten nach lächerlich kurzer Distanz bereits Kalorienverbräuche von 300 und mehr.. Das ist zwar ganz nett für die Figur, aber wir wurden echt gefordert.
Es ging immer weiter nach oben und der Weg war, wie bis jetzt bei fast jeder Wanderung, eine echte Herausforderung. Wurzeln, extrem rutschige Steine, Schlamm, Baumstämme, hochklettern, runterklettern, sich durch dutzende Spinnennetze durchkämpfen, und und und.. Wenige Meter können sich bei solchen Konditionen anfühlen wie Kilometer.
Irgendwann schienen wir auf den letztern Metern vor dem Umdrehziel (ein See) zu sein. Freudig ging ich die letztern Meter „YEEEEAH, der See!!!“. Von rechts schaute mich ein Mann entgeistert an und dachte wohl, ich hätte sie nicht mehr alle.. Einen Schritt neben ihm entdeckte ich eine Tafel, die einen anderen Wanderweg anzeigte, der zu einem der supervollen Parkplätze führte und von welchem her der Weg weeesentlich kürzer war. Ein Blick nach links verschlug mir jedoch die Sprache. Es gab einen grossen Pavillon, wo man sitzen und piqueniquen/picnicen (wie schreibt man dieses blöde Wort?!?) konnte und der einfach nur voller Menschen war… Was für ein Glück, dass wir einen anderen Weg an diesen Ort gewählt hatten.
Wir setzten uns an den See, liessen unsere völlig durchnässten Oberteile trocknen und assen unsere Sandwiches. Neben uns schwammen mehrere Entenfamilien mit ihren Jungen durch, Highlight der Wanderung.
Eine Weile später machten wir uns wieder auf den Weg. Wir waren sichtlich erschöpft, stolperten alle paar Meter, fielen immer wieder um, weil wir uns irgendwo verfangen hatten oder ausrutschten. Es war kein grosser Spass. Die wenigen Kilometer wollten und wollten nicht aufhören.
Als wir beim Auto ankamen und unsere Wanderung auf den Uhren beendeten, empfahlen uns diese, nun WIRKLICH etwas Erholung in Erwägung zu ziehen. Wir fuhren wieder an unseren Powernap-Platz des Vertrauens und legten uns kurz aufs Ohr.
Diesmal nützte es leider weniger als beim letzten Mal. Dies kam vermutlich auch daher, dass eine Familie auf dem Parkplatz 45min brauchte, um ihr Auto zu packen und ununterbrochen und laut quatschte.
Wir fuhren seeehr langsam die Strasse zurück. Suchten unterwegs nach schönen Bächlein, aber fanden keine neuen mehr. So kam es, dass wir bereits gegen 18.30h auf dem Campingplatz eintrafen, der sich nach und nach immer mehr füllte.
Wir parkten irgendwo, spazierten kurz durch die Lupinen, die meines Erachtens wesentlich weniger vorhanden waren, als letztes Mal und parkten den Camper dann nochmals um, weil es vorne zu viele Leute hatte. Man muss wissen, es liegt hier nicht nur daran, dass wir möglichst für uns sein wollen, sondern auch, weil die kleineren Camper alle laute Schiebetüren haben, die vor allem nachts echt nervtötend laut sind. Hatten wir ja auch schon und wir wissen, wie mühsam das für beide Seiten ist..
Der Abend war zwar windig, aber dennoch warm. Wir konnten uns endlich mal wieder nach draussen in die Sonne setzen und den Tag Revue passieren lassen. Vor uns eine Tüte Chips und ein wohlverdientes, kühles IPA. Neben uns der Grill, auf welchem bereits das Knoblauchbrot vor sich hin grillte. Nach dem Apéro legten wir die Mini-Burger auf den Grill und assen sie mit unseren letzten beiden Brötchen auf. Lecker!
Irgendwann ging die Sonne langsam hinter den Bergen unter und es wurde kühler, sodass wir uns nach drinnen verzogen. Wir machten es uns auf dem „Sofa“ gemütlich und schauten unsere Fotos an: Meine 212 und Simis 2’200 Stück.
Ich glaube, es hat einzelne brauchbare Bilder darunter. Ob sie schlussendlich wirklich gut sind, wird sich erst zeigen, wenn wir sie bearbeiten.
Nach dem Bilder anschauen machten wir noch eine kleine Portion Chicken Nuggets und schauten nach dem Essen noch eine Weile „Two and a half men“.Read more

















Traveler
😍 meega schön die Lupine
TravelerGäll, aber finde leider 3 Milliarde anderi Lüt o. Sie schiffe dLüt mitem Car dert häre😱