Milford Sound
January 7 in New Zealand ⋅ 🌧 11 °C
Wir liessen den Morgen langsam angehen, weil wir keinen wirklichen Plan hatten, was wir heute tun wollten.
Nachdem wir etwas gegessen hatten, fuhren wir los in Richtung unserer Nebenstrasse, um dort nochmals unsere zwei Lieblingsplätze zu besuchen. Leider habe ich mich auch heute nicht getraut, den grossen, rutschigen Stein hinaufzuklettern, um den einen versteckten Wasserfall, den wir entdeckt hatten, genauer anzuschauen.
Etwas später als Mittag hielten wir an einer Stelle, wo man Empfang hat, damit wir ein paar Nachrichten beantworten und ich meine Berichte uploaden konnte. Wir genehmigten uns auch ein weiteres gesundes (🥹😅😂) Chinanudel-Mittagessen.
Gegen 15.30h kamen wir beim Campingplatz bei Milford Sound an. Wir bekamen einen Platz direkt neben WC, Dusche, Küche, was wir super fanden. Wir genossen eine ausgiebige Dusche und wollten eigentlich danach nur kurz über den Campingplatz schlendern, um alles anzuschauen.
Schlussendlich wanderten wir bis ganz nach vorne nach Milford Sound. Ich war alles andere als dem windigen Wetter entsprechend angezogen, aber wir liefen so zackig, dass mir dennoch halbwegs warm war in meinen kurzen Höschen. Der Wind war echt stark und ich musste mir Papier in die Ohren stecken, weil sie durch den starken, kühlen Wind schmerzten. Meine feuchten Haare zogen freudig all den Staub und Schmutz in der Luft an und sahen vermutlich nach wenigen Minuten aus, als hätte ich sie seit Wochen nicht mehr gewaschen.. Teilweise konnte man kaum atmen. Die Rundflug-Flieger und -Helis flogen dennoch munter weiter und weiter.
Wir versuchten, für den Abend irgendeinen Ort zu finden, wo wir den Sonnenuntergang fotografieren können, wurden jedoch nicht richtig fündig. Irgendwann gaben wir auf und liefen wieder zurück. Diesmal mit Stoppuhr, damit wir abends in etwa abschätzen konnten, wann wir nochmals losziehen müssen.
Zurück beim Camper machten wir es uns draussen in der Sonne gemütlich. Unser Platz war ziemlich gut vor dem Wind geschützt, wodurch es angenehm warm war. Nach einiger Zeit mussten wir leider dennoch nach drinnen flüchten, weil die Sandflies uns erneut als Galadiner auserkoren hatten. Noch mehr Stiche wollten wir eigentlich nicht so einfach in Kauf nehmen.
Im Camper setzten wir uns auf die Vordersitze, von welchen wir weiterhin gemütlich den Leuten zuschauen konnten, die alle ununterbrochen hin und her liefen.
Kurz vor Sonnenuntergang marschierten wir wieder in den Hafen hinunter, wo wir ein paar Fotos schossen. Leider war der Sonnenuntergang alles andere als spektakulär, aber wir gaben uns trotzdem nicht so schnell geschlagen.
Als es langsam eindunkelte, machten wir uns auf den Rückweg. Kaum eine Menschenseele war zu dieser Zeit noch unterwegs. Unser Weg führte der Strasse entlang, durch den Wald. Von allen Seiten her hörte man die verschiedensten Vogelgesänge und das Rascheln der Blätter. Echt schön.
Zurück beim Camper entschieden wir, jetzt noch eine Wäsche zu machen, da wir zufälligerweise genügend Münzen gesammelt hatten. Zu solch später Stunde hatte man freie Bahn, nachmittags musste man sich hintenanstellen..
Währenddem unsere Wäsche sich ein 40-minütiges Bad gönnte, kochten wir unser Essen. Simi kümmerte sich um Fleisch und Sauce, ich verzog mich in die Küche vor Ort und versuchte, das Wasser für die Spaghetti zum Kochen zu bringen. Leider hatte ich mich für die falsche Gasplatte entschieden, wodurch es wirklich eeewig dauerte, bis es soweit war. Irgendwann realisierte ich, dass es nebenan bessere Möglichkeiten gab und endlich sprudelte das Wasser und die Spaghetti konnten vor sich hin kochen.
In der Zwischenzeit mussten wir noch die Wäsche von der Waschmaschine in den Tumbler werfen. Ich hatte Geld für 40min tumblern, am Gerät stand 70min. Toll, die Wäsche würde vermutlich noch feucht sein, wenn unsere bezahlte Zeit durch war.
Im Camper quetschten wir uns für das Essen auf die Sitzbank, rundherum hing die Wäsche, welche wir nicht tumblern wollte. Kein sehr einfaches Unterfangen, aber es ging trotzdem irgendwie.
Nach dem Essen erledigten wir den Abwasch und kaum waren wir fertig, klingelte mein Timer und wir konnten unsere Wäsche holen. Der Tumbler war immer noch fleissig am Trocknen, aber die Wäsche war längst trocken und glühte fast. Ich hoffe, unsere Wäsche hat die superheisse Trocknung gut überstanden!Read more











