• Lazy, rainy day

    January 8 in New Zealand ⋅ ☁️ 15 °C

    Auch heute war wieder ein gemütlicher Tag. Morgens hatten wir noch grosse Pläne, wollten auf den Roys Peak wandern, sobald wir irgendwo etwas Essbares gefunden haben.

    Wir fuhren zum nächsten New World und holten uns Material für Sandwiches, Getränke und ein paar Riegel für die Wanderung. Nachdem wir bezahlt und zurück zum Auto gelaufen waren, checkten wir nochmals kurz das Wetter ab, weil die Wolken rund um uns herum immer dunkler wurden. —> Voraussage: Regen!

    Im Regen will man nicht unbedingt auf den Roys Peak und wieder runter… Wir beschlossen, direkt nach Queenstown zu fahren und dort mittags eine Pizza zu essen. Wir fanden einen der letzten freien Plätze für Wohnmobile und spazierten in die Stadt.

    Unser Auto hatte uns 20 Grad versprochen, aber uns war ziemlich kalt draussen. Wir schlenderten in der Stadt herum und suchten einen Ort, wo man Pizza essen konnte. Es war inzwischen schon weit nach Mittag und so überlegten wir nicht lange und gingen einfach ins nächstbeste Restaurant, wo wir etwas von Pizza gelesen hatten.

    Hmm.. die Pizzen auf dem Menü waren nicht so unseres. Wir konnten uns jedoch auch nicht auf gemeinsame Zutaten für eine grosse Pizza entscheiden. Schlussendlich nahmen wir beide eine normale Pizza. Simi mit allem möglichen drauf, ich ohne Käse, dafür mit Spinat und Tomaten. Die Dame am Tresen schaute mich wundernd an und meinte, die Pizza würde ohne Käse aber trocken werden, ob ich dies in Kauf nehmen würde? Ich konnte ihre Bedenken. nicht wirklich nachvollziehen und sagte zu.

    Meine Pizza kam als erste an und sah zwar ziemlich „öko“, aber trotzdem lecker aus. Von Trockenheit keine Spur. Bei Simis Pizza war offenbar etwas schiefgegangen und er musste nochmals 10min warten. Als sie kam, roch es zwar sehr lecker, aber es war eeecht viel Käse drauf. Genau, was ich befürchtet hatte. Ich war froh, dass ich mich gegen den Käse entschieden hatte.

    Nach dem Essen liefen wir noch eine Weile rum, aber gingen kurz darauf, nach einem Zwischenstop bei einem Espressostand, zurück zum Camper, um mit diesem schon mal auf den Campground zu fahren.

    Okay… nun kann ich nachvollziehen, weshalb die Bewertungen nicht sonderlich gut sind. Es fängt damit an, dass bei der Zufahrt zum Campground eine Gulliabdeckung ca. 10cm vom Boden absteht, weil runderhum alle Erde weggefahren ist. Wir hatten Bedenken, ob unser Camper dies schadlos überstehen oder ob der Gullideckel uns die Unterseite zerstören würde. Entgegen unseren Befürchtungen kamen wir ohne Kratzer darüber hinweg.

    Weiter oben lag dann eine recht scharfkantig aussehende Metallabdeckung.. Dieser konnte man zum Glück einigermassen ausweichen. Der uns zugewiesene Platz war dann nochmals eine Herausforderung, weil er recht schmal war und man ziemlich viel Gas geben musste, um rückwärts die steile Schwelle hinauffahren zu können. Simi erledigte das Parkieren zum Glück mit Bravour.

    Simi legte sich eine Weile aufs Ohr, währenddem ich meinen Bericht zum gestrigen Tag verfasste.

    Als der Regen irgendwann nachliess, machten wir uns auf den Weg in Richtung Städtchen, wo wir nochmals umherschlenderten und dann an einem altbekannten Ort etwas trinken gingen. Nach dem Bier liefen wir weiter umher und suchten die Orte, wo wir das letzte Mal gegessen hatten. Den Inder gibt es auch in Queenstown nicht mehr, das Steakhouse von damals ist immer noch am selben Ort.

    Irgendwann war es endlich Zeit fürs Abendessen. Ich hatte schon längst wieder Hunger, Simi noch nicht wirklich. Im Restaurant angekommen, waren wir heilfroh, dass wir reserviert hatten. Es war komplett ausgebucht. Selbst wir mussten noch wenige Minuten warten, bis unser Tisch frei war.

    Die Speisekarte war leider voller guter Menüs und wir konnten uns beide fast nicht entscheiden. Für die Vorspeise wählte Simi Shrimps in „Rattlesnake Sauce“, ich Calamari. Simis Shrimps waren göttlich gut. Die Sauce ein Traum, aber schmeckte sehr böse. Meine Calamari? Sensationell. Wir waren gottseidank klug genug und assen die Calamari nicht fertig. Wir dachten, wir können sie noch zur Hauptspeise essen.

    Diese kam und sie sah aus wie der grösste Traum eines Karnivoren. Simi hatte Steak bestellt mit Kartoffelstock und einem Viertel Ribs. Ich hatte eine Mixed Grill-Platte mit Pommes bestellt mit Wurst, Poulet, Steak und Ribs. Hätte ich gewusst., wie viel Fleisch sie auf die Platte legen, dann hätte ich vielleicht anders gewählt.

    Meine Augen leuchteten und staunten, als diese riesige Platte für EINE Person vor mir hingestellt wurde. Alles, ausser vielleicht das Chimichurri, war einfach nur ausgezeichnet! Ich habe nicht gewusst, dass ein Brathähnchen so butterzart sein kann. Ich hatte mir ein trockenes Stück Poulet vorgestellt, aber was ich da vor mir hatte war einfach nur LECKER!!!

    Simis Ribs „zum Probieren“ waren grundsätzlich eine vollständige Speise für eine Person.. Und das für gerade Mal CHF 7.00!

    Das Essen war echt super, super lecker! Sollten wir jemals wieder in Queenstown landen —> Flame Bar and Grill - wir kommen! DEFINITIV!

    Die grösste Überraschung kam beim Zahlen, was leider etwas länger dauerte, als man sich wünschen würde. Ich winkte dem einen Kellner mehrmals, aber es schien, als hätte er mein Winken missinterpretiert und als hätte ich ihm ein flirtendes Winken geschenkt, welches er beschämt ignorierte. Junge, ich wollte nur die Rechnung haben!

    Zurück zur. Überraschung. Wir hatten je eine sehr grosszügige Vorspeise und ein Bier, zur Hauptspeise vermutlich je fast 1kg Fleisch UUUND wir hatten eine Flasche Malbec. Was das kostete? Ca. CHF 150! Ein absolutes Schnäppchen, insbesondere wenn man bedenkt, wie lecker alles war!!

    Ach ja, die restlichen Calamari und eine echt grosse Portion Ribs haben wir eingepackt, damit wir sie morgen essen können. Wir haben entschieden, uns nicht unnötig vollzufressen und das restliche Essen lieber am nächsten Tag mit gutem Hunger nochmals in Angriff zu nehmen.
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