Wunder dieser Erde
January 9 in New Zealand ⋅ ☁️ 11 °C
Vergangene Nacht haben wir beide alles andere als gut geschlafen. Unser Platz befand sich erneut direkt neben den Toiletten und Duschen, bei welchen 24/7 die Lüftung läuft, welche einen nervtötenden Dauerton von sich gibt. Anfangs dachten wir, wir hätten bei unserem Camper irgendwas nicht ausgeschaltet, aber nachdem wir die Türe geöffnet und das Geräusch auch draussen vernommen hatten, wussten wir, dass es irgendwo sonst her kam.
Zu diesem elenden Geräusch kamen nachts noch andere aufweckende Töne: laute Schiebetüren, die erst den Schienen entlang schliffen und dann mit einem lauten Krach geschlossen bzw. geöffnet wurden; lauter Regen; Autos, die mitten in der Nacht rumfahren (vermutlich, um aufs Klo zu gehen, damit man nicht nass wird..) und auch andere nicht zuweisbare Klänge. Wir vermissten die Natur…
Am Morgen nahmen wir beide noch eine Dusche, bevor wir vor dem wirklichen Losfahren Wasser, Gas und Ad Blue nachfüllen mussten. Natürlich alles jeweils an einem anderen Ort.. Der Spass dauerte eine ganze Stunde. Gleichzeitig versuchten wir, mit unserer Vermietungsstation Kontakt aufzunehmen, weil unser Kühlschrank bereits zwei Tage lang seinen Dienst verweigerte.. Leider mit wenig Erfolg.
Irgendwann konnten wir endlich losfahren. Die Fahrt führte uns an wunderschön, blau schimmernden Seen entlang. Das Wetter war herrlich und die Temperatur stieg teilweise auf ganze 30 Grad. Schade, dass wir es gar nicht wirklich geniessen konnten.
Im Nebendorf von Wanaka kauften wir kurz ein und führten unsere Fahrt dann fort. Das Tagesziel war der Haast Pass, wo wir im vergangenen Jahr schöne Fotos von kleinen Bächen schiessen konnten, zudem wollten wir bei diesem schönen Wetter auch einen „Geheimtipp“ besuchen, der vermutlich voller Touristen sein würde.
Irgendwann am Nachmittag kamen wir bei letzterem an. Zum Glück hatte ich meine alten Five Finger Schuhe mitgenommen, denn der Weg in den Canyon führte ausnahmslos durchs Wasser, wo sie perfekt genutzt werden konnten.
Wir wateten durchs Wasser und kamen kurz darauf bereits am Ziel an. WOW! Einer der Orte, bei welchen man kaum glauben kann, dass die Bilder im Internet der Wahrheit entsprechen und keine schöngefärbten Photoshop-Produkte sind.
Das Sonnenlicht schien in den engen Canyon, von oben her kam ein schöner Wasserfall. Es sah einfach nur wundervoll aus! Mit der Fotokamera war es durch das viele Wasser kaum möglich, ein Foto zu schiessen, aber mit dem Handy und meiner Filmkamera ging es zum Glück einigermassen. Ich war auf jeden Fall mit den Resultaten zufrieden.
Nach einer Weile hatten wir genug und wir fuhren weiter die Strasse entlang. Leider hatten wir meistens andere Autos hinter uns, wodurch wir uns nicht wirklich Zeit nehmen konnten, um alles genauer anzuschauen. Es war schade, dass wir dadurch die Strasse entlang gehetzt wurden. Dennoch hielten wir ab und zu an und an einer Stelle blieben wir eine Weile und stiegen das Bächlein hinauf. Es war ziemlich rutschig, aber es sah echt schön aus.
Gegen 18.00h fuhren wir zum Campingplatz und waren wieder einmal überrascht, wie voll es war. Wir hatten natürlich auch hier pflichtbewusst vorgängig reserviert, trotzdem fanden wir kaum noch einen Platz; um 18.00h!! Leute, habt ihr nichts anderes zu tun, als den ganzen Tag auf dem Campingplatz zu sitzen?!?
Wir machten es uns draussen so gemütlich, wie es eben ging. Die Sandflies kamen scharenweise und ergänzten die vom Nachmittag noch nicht malträtrierten Hautstellen mit weiteren Stichen. Wir grillten ein Knoblauchbrot und legten darauf die restlichen Calamari. Es wurde unerwartet gut.
Später machten wir einen kurzen Spaziergang und wärmten dann unsere Spare-Ribs-Reste im Camper auf. Auch die waren nach wie vor lecker.
Leider hatten auch zig Sandflies den Weg in unseren Camper gefunden und genossen uns als Abendessen. Ich hoffe, dass wenigstens ich mir etwas Respekt bei diesen Dingern verschafft habe, weil ich (unabsichtlich) eine von ihnen gegessen habe während dem Abendessen. Hoffen wir das beste.
Es war alles in allem ein guter Tag ☺️Read more










Traveler
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