Downpour...
January 11 in New Zealand ⋅ 🌧 7 °C
Nach der stürmischen Nacht erwachten wir beide erst spät, aber wir hatten sowieso keine Eile, um wieder nach Aoraki zu fahren. Es regnete in Strömen und man hatte nullkomanull Sicht nach irgendwo.
Wir tranken gemütlich Kaffee, assen zu mittag und fuhren gegen 13.00h los. Man sah kaum was von der Umgebung, alles war in ein nasses Weiss gehüllt. Die herzigen Bächlein vom Vortag hatten sich in unschöne, braune Ungetümer verwandelt und kleine Pfützen in Seen, die teilweise die halbe Strasse überschwemmten.
Als wir beim Campingplatz parkieren wollten, wurde der Weg mit Pilonen versperrt. Der Grund war ein nicht mehr ganz so kleines Flüsschen, durch welches man hätte durchfahren müssen, um zum Platz zu kommen.
Wir stellten unseren Camper auf den danebenliegenden Parkplatz und machten es uns wieder gemütlich. Ich kochte Knöpfli für den Abend, Simi sah sich seine Fotos durch und bearbeitete das eine oder andere.
Nicht ganz der Tag, den man sich wünschen würde, aber gemäss „Windy“ sollte es am Abend plötzlich besser werden. Man darf ja noch hoffen..
Es regenete uuund regnete.. Irgendwann fingen wir einen „Two and a half men“-Marathon an, bis es Zeit wurde, das Abendessen zu kochen. Es schien keinerlei Besserung in Sicht zu sein.
Wir hatten gerade das Essen in die Teller geschöpft, als es aufhörte zu regnen und wir einen winzigen Hoffnungsschimmer auf einen guten Sonnenuntergang hatten. Wir schaufelten das Essen direkt zurück in die Pfanne, zogen unsere Regenkleidung an, packten unsere Rucksäcke und marschierten im Eilzugstempo los.
Der Boden war überall völlig durchtränkt und der Weg an einigen Stellen ziemlich überschwemmt. Der Weg über die Hängebrücke war nicht wirklich angenehm. Unter uns tobte eine riesige Wassermasse, die Brücke schaukelte, der Holzboden war rutschig.. Nein, nicht angenehm.
Wir wären innert kürzester Zeit beinahe bei der zweiten Brücke angekommen, wäre da nicht plötzlich eine Absperrung gewesen, die den Weg abrupt beendete. Ich wusste, dass eine Brücke geschlossen war, war jedoch der festen Überzeugung, dass es erst die dritte ist. Tja, schlecht recherchiert! Der Weg war doch tatsächlich ab der Stelle geschlossen, wo es langsam spannend und schön geworden wäre.
Ich stiess innerlich einen lauten Schrei aus und musste gleichzeitig lachen. Das war ja mal wieder typisch. Wir warten den GANZEN Tag im Vollschiff auf besseres Wetter, ziehen dann um 21.15h und mit grosser Hoffnung und Motivation los und dann sowas!
Geknickt liefen wir zurück zum Auto, währenddem der Himmel sich vielversprechend färbte und formte. Was für ein Reinfall!
Wenigstens konnte ich meinen Schritte-Stand von 349 Schritten, bis um 21.15h noch auf fast 7’000 bringen. Man muss sich auch an den kleinen Dingen erfreuen.Read more













