Clear blue sky
January 18 in New Zealand ⋅ ☀️ 13 °C
Den heutigen Tag liessen wir langsam angehen. Morgens gab es ein letztes Mal Crêpes, da unser Mehlvorrat nun aufgebraucht ist und wir vor Ferienende kein neues mehr kaufen werden.
Nach dem Frühstück versuchten wir, unser Ad Blue aufzufüllen. Wir hatten vor der Fahrt in den Fiordland NP noch einen Kanister gekauft, weil wir dachten, dass es demnächst wieder aufgefüllt werden muss. Vor ca. 2 Tagen kam wirklich bereits die Meldung.
Das Auffüllen war eine kleine Herausforderung, da wir beim Kauf des teuren 4l Kanisters auf das Dazukaufen eines Trichters verzichtet hatten. Letztes Jahr fanden wir dafür auch eine Lösung.. Wir versuchten es zunächst mit einer 5dl Wasserflasche, deren Kopf und Boden wir wegschnitten. Leider war die Konstruktion zu wenig dicht und lang, sodass wir unseren Versuch stoppten. Wir versuchten in der Folge mit einer 1l Kombucha-Flasche einen Trichter zu basteln. Diesmal klebten wir den „Trichter“ zu. Es funktionierte vermutlich besser, als mit dem Trichter, den man normalerweise zu den Kanistern bekommt.
Nach dem erfolgreichen Auffüllversuch, fuhren wir nach Reception Crossroad, um das Wetter zu checken. Danach fuhren wir mit einem kurzen Zwischenstop beim Falls Crrek in Richtung Monkey Creek, wo wir in der Nähe Instant Noodles assen und Simi eine Weile Gitarre spielte. Nach dem Essen hatten wir etwas Magenbeschwerden und fuhren zurück zum Campingplatz. Wir machten eine weitere Pause. Ich legte mich nach draussen in die Sonne, Simi bevorzugte das Bett, weil es draussen ein wenig windete.
Gegen 16.30h fuhren wir zum Lake Marian Trail, obwohl wir beide eigentlich müde waren und wenig Lust auf eine anstrengende Wanderung hatten. Mit unseren gewohnt schweren Rucksäcken marschierten wir los. Ich warnte Simi nochmals, dass er entweder ein angenehmes Tempo an den Tag legen oder alleine den Hügel raufklettern müsse. In der Folge liess er mich vorne laufen, damit ich mich nicht über das Tempo beschweren konnte.
Wir kamen gut voran und hatten ein gleichmässiges Tempo, sodass wir, ausser einer einmaligen, kurzen Trinkpause, keinen Halt machen mussten. Unterwegs begegneten wir einem interessanten Geschöpf. Irgendeine Tussi kam doch tatsächlich im Tanga bekleidet den Hügel runter. Ich weiss nicht, was ich dazu sagen soll.. Nur.. wenn ich solche Wanderungen über wirklich Stock und Stein mache, dann setze ich mich auch des Öfteren hin, um einfacher irgendwo runter zu kommen. Weiss nicht, wie angenehm das mit nacktem Hintern ist..
Nach etwas über 1h kamen wir am See an, wo wir einen Fotospot suchten. Wir wollten den Fluss fotografieren, der dem See entspringt. Leider war es eine herbe Enttäuschung. Gleich beim See floss eine ziemlich grosse Wassermenge weg, verschwand dann aber unter Gesteinen im Nichts.
Wir versuchten unser Glück noch dem Ufer entlang, aber auch da ergab sich kein tolles Sujet, sodass wir kurze Zeit später umdrehten und zurück zum Camper wanderten. Anders als beim letzten Mal war ich diesmal in meinem normalen Tempo abwärts unterwegs. Hätte Simi nicht immer wieder mal einen Fotohalt gemacht, wären wir im Eiltempo zurückgewesen.
Ach ja, ich vermieste Simi den Abstieg, weil ich ihm erklärte, dass die dunkeln Stellen, die überall an den Ästen und Steinen zu sehen waren, Ablagerungen von Fett und Dreck sind, die durch das viele Anfassen entstanden sind. Er traute sich kaum mehr, sich irgendwo festzuhalten :-P
Ausnahmsweise kamen wir noch vor Einbruch der Dunkelheit beim Campingplatz an.Read more








