Acclimatization and Training at Khare
March 30 in Nepal ⋅ ⛅ -5 °C
Yeah - wir bleiben ja noch eine Nacht in Khare und genießen den Luxus. Einen Kaffee, heisse Tücher für Gesicht und Hände vor dem Abendessen und die Chance auf eine warme Bucket Shower :-) Man freut sich ja wirklich über die kleinen angenehmen Dinge des Lebens.
Der Tag ist aber primär geplant, um noch besser zu akklimatisieren bevor es dann in Richtung auf den Gipfel geht.
...und das machen wir natürlich nicht, indem wir hier auf 4900 m sitzen bleiben, sondern machen einen "kleinen" Hike in die Höhe.
Dabei hat uns unser Guide wohl etwas an der Nase herumgeführt - erst hieß es, dass wir so auf 5100 m gehen, dann wollten wir den Mera La / den Mera Pass machen - der lag erst auf 5200 m Höhe, dann auf 5300 m und am Ende sind wir auf 5418 m gelandet. War so nicht geplant - aber am Ende war es doch beeindruckend.
Wir sind erst in Richtung Mera Base Camp auf 5200 m gelaufen, und dann über eine lang gestreckte Schneeflanke in Richtung Mera La. Hat sich ganz schön hingezogen.
Da wir natürlich komplett über Schnee und Eis gegangen sind, sind dann zum ersten Mal auch Spikes - für uns Grödel - zum Einsatz gekommen.
Deepak und Ash haben sie praktisch schon direkt nach unserer Lodge in Anspruch genommen, ich habe bis zum "Crampon Point" nach dem Base Camp (also dem Platz, an dem man normalerweise dann spätestens auf Steigeisen wechselt) durchgehalten.
Aufwärts ist das ja immer kein Problem - für mich ist eher der Abstieg die Herausforderung.
Unterwegs haben wir alle unsere bisherige höchste Höhe - bei mir der Larkya La Pass auf knapp 5200 m, bei Ash und Deepak das Everest Base Camp auf 5364 m Höhe - überschritten - und das musste natürlich auch gebührend gewürdigt werden. Es gab ein Snickers am Mera La :-)
Witzig war, dass wir unterwegs immer ein paar Deutsche getroffen haben - zwei Jungs aus Köln und München, die nach einem Praktikum in Kathmandu zum ersten Mal beim Trekking sind; eine Gruppe von drei gestandenen Männern, mein Alter oder einen Tick älter, die nach dem Mera Peak direkt den Island Peak und dann auch noch den Lobuche machen - 26 Tage unterwegs, Respekt!
Erkannt hat man sie alle an den Orthovox Klamotten oder Rucksäcken :-))))
Eigentlich sollte der Abstieg ja einfacher sein, aber die Höhe schlägt für mich auch da zu. Man passt bei jedem Schritt extrem auf und nach einigen Schritten hält man eigentlich auch immer wieder an, um Luft zu holen. Die verfügbare Sauerstoff-Menge, die aufgenommen wird liegt bei ca 50 % auf der Höhe und das merkt man.
(Learning der Woche: Natürlich ist der Sauerstoffgehalt immer bei 21 %, aber der Druck, wie er in die Lunge "gepresst" wird, ist eben deutlich niedriger)
Am Gipfel werden es dann 44 % im Vergleich zur Meereshöhe sein.
Aber irgendwann kamen wir auch wieder heile an.
Kleiner Ausflug noch: Unseren Doggy haben wir bei 5200 m wohl an eine andere Trekking Gruppe verloren - den Pakistani von gestern und seine Freundin :-) Er geht wohl zumindest bis ins High Camp hoch. Mal sehen, ob wir ihn morgen dann im High Camp wieder treffen.
Nach Rückkehr sind wir alle erst einmal zusammengebrochen - das hat uns wirklich geschafft. Vor allem hat uns die Sonne heute ab ca 10 Uhr wirklich massiv "eingeheizt" - am Ende bin ich wirklich in einem Longsleeve gelaufen, das es wahnsinnig warm war.
Aber wollen wir uns mal nicht beschweren :-)
Zweiter Teil des Tages war "Gearing Up" und Training. Wir wurden nochmals ausgestattet.
Wir haben einfach nicht die komplette Hochtouren-Ausrüstung dabei. Ich bin zwar mit Klettergurt, notwendigen Karabinern, Helm, Eispickel usw. gut ausgestattet, aber zumindest fehlten mir auch die Hochtouren-Schuhe für Touren über 6000 m und die Steigeisen.
Ash und Deepak brauchten alles.
Aber die haben hier alles in unterschiedlichsten Größen und auch guter Qualität - natürlich gebraucht, aber für die zwei Tage passt das wunderbar.
Wir hätten auch Ski ausleihen können, um vom Gipfel abfahren zu können :-) Aber so wahnsinnig bin ich dann doch nicht.
Nach der Ausstattung ging es dann los an die Wand hinter der Hütte und es wurde Aufstieg und Abstieg am Fixseil geübt.
Ich denke fast, dass wir das meiste am Mera Peak nicht brauchen, da es weite langsam ansteigende Schneefelder sind, aber schaden kann es ja nicht.
Insbesondere für Deepak und Ash war es ein Novum - Abseilen ganz spannend - Motto "Trust the Rope".
Auf jeden Fall sind wir vorbereitet.
Kleiner Hinweis zum weiteren Ablauf:
Morgen geht es ins High Camp - wir starten ab 7 Uhr und sind hoffentlich gegen 14/15 Uhr oben.
Dann - wenn alles gut mit dem Wetter ist - geht es nachts gegen 1 oder 2 Uhr los Richtung Summit, den wir hoffentlich gegen 8 Uhr erreichen am Mittwoch und dann geht es komplett wieder bis hier runter nach Khare - zu einer warmen Dusche und einem Summit Bier/Radler (bisher gab es das bewusst nicht).
Das heißt aber auch - für alle, die das hier verfolgen: Ich bin ca 2 Tage bis Mittwoch Abend nicht am Netz - im High Camp und am Summit gibt es wirklich kein Netz.
Drückt uns alle Daumen für einen sicheren Aufstieg - und einen sicheren Abstieg.
...und noch kleiner Nachtrag:
Abends sieht man ab und an das schreckhafte Wesen - unseren persönlichen Yeti :-)Read more

Sooo cool 💪😎 [Daniele]



























