• Icy Strait Point - Whale-Watching Pt. 1

    August 13 in the United States ⋅ ☀️ 21 °C

    Unsere Erfahrungen mit Whale-Watching waren bislang unentschieden. In Kanada und Neuseeland hatten wir Wale gesichtet, auf den Azoren und in Costa Rica leider nicht.

    Allerdings sagten alle Beschreibungen, dass die Chance in den Gewässern rund um Icy Strait Point zu dieser Jahreszeit nahezu garantiert werden können! Auch die Bewertungen auf Google und Tripadvisor lagen alle zwischen 4,5 bis 5,0, also entschieden wir uns, eine entsprechende Tour zu buchen.

    Zur Wahl standen Trips für drei Stunden auf Booten mit 16 bis 75 Plätzen, ein Anbieter hatte ein kleines Boot mit nur sechs Plätzen. Der Trip dauerte zwar nur zweieinhalb Stunden und der Anbieter war erst die erste Saison aktiv, dafür lagen die Bewertungen bei glatt 5,0.

    Wir wurden nicht enttäuscht, es war definitiv der Höhepunkt der gesamten Kreuzfahrt! Unser Skipper war nicht nur super nett und stolz auf sein Schiff, er hatte auch schon zuvor 12 Jahre Erfahrung als Kapitän von Whale-Watching-Booten und lebt mit seiner Familie in Hoonah, die Gewässer hier sind also sein Vorgarten.

    Während der Fahrt zu dem Hauptspot erklärte er erst einmal den etwas ungewöhnlichen Namen seines Schiffes „Indian Money II“. Sein Großvater hatte damals ein Schiff kaufen wollen. Da First Nations damals keine Finanzierungen von Banken bekamen, konnte man sich das benötigte Kapital nur in der Community leihen - zu sehr schlechten Bedingungen. Dieses hieß damals „Indian Money“ und so wurde dann auch das Schiff getauft. In Erinnerung daran wurde das neue Schiff jetzt mit dem Zusatz „II“ versehen…

    Da die Saison recht kurz ist (max. 5 Monate), ist unser Skipper außerhalb der Saison für die Räumung des Flugplatzes von Schnee und Eis zuständig. Aber man hat ihm deutlich angemerkt, dass er die Region und die Natur hier liebt und stolz ist, diese seinen Gästen zeigen zu können!

    So hat es dann auch nicht lange gedauert, bis wir die ersten Atemwolken von Buckelwalen sehen konnten. Es ist schon unglaublich, wenn man dann so dicht ist, dass man diese deutlich hören kann. Noch unfassbarer war es allerdings, wenn man auch noch Ohrenzeuge von Walgesängen wird - zum Teil über ein Unterwasser-Mikrofon (die höheren Töne), zum Teil aber auch sehr deutlich ohne elektronische Unterstützung die sehr tiefen Bass-Geräusche.

    An der einen oder anderen Stelle sah man auch Seeotter im Meer treiben, die meisten tauchten jedoch bei der Annäherung unter…
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