• Bergeron Cliffs

    August 26 in Canada ☁️ 22 °C

    Wir schlafen heute etwas länger als üblich. Ich kracksel um kurz nach 7 aus dem Bett. Generell tickt meine innere Uhr nach und nach etwas langsamer bzw. werde ich von Tag zu Tag später wach. Eine Entwicklung die mir so eigentlich gar nicht so behagt. Naja, gehört wohl dazu. Dafür schaff ichs abends etwas länger wach zu bleiben.
    Als ich einen "kurzen Chat" mit unserer netten Platzwartin halte, meint sie zu unserem Plan, die Bergeron Cliffs sehen zu wollen: "Oh wow! I'm impressed. Good luck!"
    Hochmotiviert starten wir unsere heutige Tour mit Horny in Richtung Parkplatz für Bergeron Cliffs bzw. Bergeron Falls. Die Schotterpiste ist heute nur 8km lang, ein Klacks im Vergleich zu gestern.
    Sven umschifft die gröbsten Schlaglöcher mittlerweile profimässig und wir kommen entspannt am Ausgangspunkt an. Da wir Horny etwas schief im Hang parken, suche ich grosse Steine für hinter die Räder. Nicht, dass er sich noch selbständig macht und uns davonrollt.
    Wir wollen heute zu den Klippen um mit der Drohne tolle Aufnahmen zu machen. Die Klippen sind nämlich kein Teil irgendeines Parks und deshalb dürfen wir dort die Dohne steigen lassen. Zudem sind sie sowas von ab vom Schuss, dass dort eh niemand anderes hingeht.
    Entsprechend sind wir alleine beim Ausgangspunkt. Da mir vorgängig der Trail zu den Klippen und im Anschluss auch noch zum Wasserfall etwas zu lange vorkam, habe ich von der Infotafel nur den Teil mit dem Weg zu den Klippen fotografiert. Auch Proviant und vor allem Wasser habe ich nur für einen 3 Stunden Trail eingepackt.
    Wir marschieren los, das Gelände fliegt unter unseren Füssen und "Hey-Bear-Rufen" nur so dahin (hier besonders wichtig, denn das ist "Bears-Country"). Unschwer sind die alten Kratzspuren an verschiedensten Bäumen zu erkennen. Und die Notwendigkeit des lauten Rufens zwischendurch habe mittlerweile sogar ich erkannt.
    Nach einer Stunde schon sind wir an den Klippen angekommen. Sven beginnt sofort die Drohne startklar zu machen, mein Job in der Zeit: Immer wieder Hey-Bear zu rufen, damit Sven sich aufs Fliegen konzentrieren kann.
    Beim ersten Landeanflug geht ein ganz schöner Wind und die Drohne schafft es nicht, sanft auf dem Boden aufzusetzen. Stattdessen schlittert sie in Richtung Abgrund. Gerade rechtzeitig kommt sie zum stehen. Übrigens kleiner Funfact: wir haben eine Drohnenversicherung, die uns insgesamt zwei Mal pro Jahr die Drohne ersetzen würde (ganze zwei Jahre lang). Kriterium ist jedoch, dass man noch Reste der Drohne vorweisen kann. Falls sie also ins Meer stürzt oder wie hier gefühlte 100 Meter die Klippe runter, dann ist nix mit Ersatz. Zumindest muss man dann eine höhere Gebühr zahlen, die sogar einen extra Namen hat: "Fly-away-Gebühr". Was es nicht alles gibt ;)
    Nach einigen Aufnahmen und dem Essen unserer Lunch-Pakete machen wir uns auf den Rückweg. Da es noch früh ist und wir noch mehr coole Drohnenaufnahmen machen möchten, entscheiden wir uns für eine extra Tour zum Bergeron Falls.
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