• Raus aus den Touri-Hochburgen

    September 3 in Canada ☁️ 9 °C

    Heute fahren wir nach Golden, einem kleinen Dorf mit knapp 5000 Einwohnern. Sven hat sich diesen Campingplatz schon vor Tagen ausgesucht, denn er möchte Wäsche waschen. Und mir ist es ganz recht, wenn wir die Region um Lake Louise möglichst bald verlassen und wieder in weniger touristische Gefilde kommen.
    Da wir bei unserem nächsten Campground erst um 14.00 Uhr einchecken können, haben wir uns einige Zwischenstopps rausgesucht.
    Erster Halt: Takakkaw-Falls, der zweitgrösste Wasserfalls Kanadas mit ca. 250 Metern Höhe.
    Nachdem wir mit Horny abgebogen sind auf die Zufahrtsstrasse zum Wasserfall sehen wir ein Schild, das Hornys und Konsorten verbietet dort weiterzufahren. Grund seien die scharfen Kurven, welche ein längeres Fahrzeug nicht nehmen könne.
    Wir drehen also um und nehmen unser zweites Ziel in Angriff: Emerald Lake. Ein wunderbarer Gletschersee, ähnlich des Lake Louise oder Moraine Lake. Sicherheitshalber kläre ich von unterwegs aus nochmal, ob man wirklich mit dem Motorhome hochfahren kann oder ob es wie bei den anderen Seen ein Parkverbot gibt: Wir dürfen hoch.
    Als wir dort ankommen, stehen die Autos schon kreuz und quer am Wegesrand. Der Parkplatz völlig überfüllt.
    Kurzerhand entschliessen wir uns, auch diesen Zwischenstopp auslassen.
    Wir halten unterwegs an der "Natural Bridge", einer Steinbrücke, die völlig natürlich über einen Fluss ragt. Man könnte drüber laufen, doch die Steine seien rutschig. Und es wirkt nicht wirklich einladend, einmal da durch den Strom durchgespült zu werden.
    Da wir noch massig Zeit haben bis zum Check-in suche ich weiter nach möglichen Zwischenstops. Mir fallen zwei Hängebrücken auf in Golden, unserem Zielort. Das wär doch was, denk ich mir und lotse Sven dahin.
    Nur um über die Hängebrücken gehen zu dürfen, müsste man umgerechnet etwa 35 Franken bezahlen. Pro Person. Dafür komm ich ja fast schon ins Conny Land...
    Wir ziehen wieder ab, widmen uns unserem Wocheneinkauf und schlendern danach noch durch das Dorf. Wir kommen dabei an allerhand Läden vorbei, einem geschlossenen Motel, einer geschlossenen Tankstelle. So ists uns aber viel lieber, als wenn da hundert Menschen Schlange stehn. /T
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