In den Wellen und holländischer Kulisse
December 21, 2025 in Sri Lanka ⋅ ☁️ 29 °C
Deb und ich beschließen einen Surfkurs zu machen. Wir fragen unseren Vermieter, der selbst Surfer ist, nach einer geeigneten Schule, die er empfehlen kann. Am nächsten Tag wird irgendwie nichts draus. Also fahren wir nach Galle und besuchen dort das alte Fort, welches vor allem die Niederländer auf- und ausgebaut haben. Es ist wie eine eigene kleine Stadt, aus der Zeit gefallen, und daher gibt es viel koloniale Gebäude, die, sobald man sie betritt, eine kleine Wunderwelt auftun, da sie immer weiter hineinreichen, sich um Innenhöfe und Springbrunnen öffnen und einfach schön sind. Die Läden, die sich hier aufgetan haben, sind von bester Qualität und höchsten Preisen. So bleibt es beim Schauen und lecker Café trinken. Unterwegs werden wir von einem Mann angesprochen, der auf seinen Edelsteinladen verweist. Edelsteine aller Art sind eine wichtige Einnahmequelle für Sri Lanka. Deb winkt ab, erwähnt aber, dass der Rosenquarz mein Geburtsstein sei. Der Mann meint, wir sollen kurz warten, geht rüber zu dem Laden und nimmt aus einem der Körbe, die davor stehen, zwei Rosenquarze, die er uns in die Hand drückt als Geschenk. Wir sind verdutzt, murmeln danke und gehen weiter. Späte sind wir uns nicht sicher, ob der Laden überhaupt dem Mann gehörte. Hm, was sollˋs, wir freuen uns dennoch.
Am nächsten Tag klappt es mit dem Surfkurs. Wohl ideale Bedingungen zum Surfen. Eine spannende Angelegenheit. Erst gibt es Trockenübungen auf dem Strand. Und die erste Erkenntnis – Deb ist Linkshänderin, ich Rechtshänder, aber beide haben wir nicht das üblicherweise dazugehörende Standbein. Wozu das wichtig ist? Natürlich, um herauszufinden, welches der Backfeet ist, das Bein, was hinten steht und an dem das Brett angeschnallt wird. Es geht raus auf den Ozean. Erstmal in den Anfängerbereich mit den kleinen Wellen. Nachdem ich tatsächlich ein paar mal auf dem Brett zu stehen komme, meint mein Surflehrer, wir sollten es doch mal mit der nächsten Wellengröße probieren. Also wandern wir weiter auf den Ozean hinaus, zu dem Bereich, der vom Strand durch eine Sandbank abgegrenzt ist. Die Wellen hier sind mächtig. Das Wasser zieht sich bis auf Knöchelhöhe zurück, um dann über meinem Kopf wieder zusammenzuschlagen. Da seien gute Anfängerwellen. Ach, wo genau, sind denn diese Anfängerwellen? Ich war noch nie in, geschweige denn auf solchen Wellen! Rauf aufˋs Boad, hinlegen, aufrichten, aufstehen, surfen, inˋs Wasser fallen. Meistens besteht der Ablauf dann doch nur aus raurobben, aufrichten, inˋs Wasser fallen. Die Wucht der Wellen ist so groß, dass ich darin Salti schlage, bevor ich wieder sandigen Boden unter meinen Füßen spüre. Es ist furchtbar anstrengend. Aber nachdem ich es tatsächlich zweimal geschafft habe, auf den Wellen zu reiten, statt nur darin herum zu wirbeln, kann ich sehr gut den Sog verstehen, den dieser Sport ausübt. Es ist faszinierend, die Kraft des Wassert zu spüren, mit den Wellen zu gehen und zu vertrauen, wieder aus ihnen aufzutauchen. Von dem ganzen auf das Board heraufziehen sind meine Knie und Oberschenkel wund. Mein ganzer Körper schreit, es reicht. Ich höre auf ihn, genug für heute. Deb hielt es nicht ganz so auf dem Brett, aber die Freude, es probiert zu haben, ist da. Wir chillen ein wenig auf der Liege, lassen uns ohne Surfboard noch einige Male von den Wellen herumwirbeln und suchen dann einen Shop, der uns Aloe Vera verkauft für unsere geschundene Haut. Der nächste Tag lässt mich spüren, dass der „Erfolg“ auf dem Board zu stehen, seinen Preis hat. Ich zahle ihn gern und reibe mich weiter mit dem Gele der Wüstenlilie ein.Read more
























Traveler
Sehr schön….
Traveler
Wusste gar nicht, dass du das kannst 😉