Rauf auf die heiße Kiste
22 febbraio, Vietnam ⋅ ⛅ 25 °C
Krugi steht etwas auf Kriegsfuß mit Fremdsprachen. Meist ist das kein Problem, nur manchmal entspannen sich dann solche lustigen Dialoge wie „Also wir werden dann 8 Uhr hier am Hotel abgeholt?“ „Äh, nein, also an dem Satz stimmt eigentlich nichts so richtig. Wir sollen 7h30 zum Büro der Agentur gehen.“, „Ach so.“ Gut, das taten wir dann auch. Dort verstauten wir unser Hauptgepäck, wir hatten nur das für 4 Tage dabei, dann wurden wir mit Helm, Jacke und Protektoren ausgestattet. Es sollte als Mitfahrer auf dem Motorrad auf den Ha Giang Loop gehen, also eine Rundtour durch die Berge in Richtung chinesische Grenze. Wir mussten noch warten, unsere Fahrer, auch Easy Driver genannt, waren noch damit beschäftigt, das TET mit einem morgendlichen Ritual zu Hause mit der Familie zu beenden. Nun, wir haben Zeit. So saß ich in Gedanken versunken da, als mich ein junger Typ ansprach und fragte, ob ich nervös sei. Oh je, sah man mir das so an. Ich war tatsächlich ein wenig unsicher darüber, ob meine Idee hier so gut war. Der junge Mann, ein Schwede wie aus dem Bilderbuch – groß, schlank, blond – erzählte, dass er selbst mal gefahren sei, sein Vater das immer noch machte. Er kannte, von seinem Vater, Düsseldorf und wollte dort bei seiner Europatour auch Halt machen. Man sagte ihm, dass man mindestens zwei Nächte bleiben solle, da ein Abend mit Biertrinken geplant werden muss. Well informed! Er musste sich aber schon verabschieden, seine 3 Tages Tour begann. Corina und ich warten weiter auf unsere Driver. Und da waren sie: der eine flippig, redete wie ein Wasserfall, aber schwieriger Akzent, Winty, der andere ruhig, besonnen, nicht viel Vokabular, dafür sehr verständlich, Mai Tork. Krugi saß bei Winty auf, Mai Tork wählte mich. Gepäck verstaut, und schon ging es los.
Was soll ich sagen? Es war einfach nur geil. Wir brausten über die Straßen, in die Berge hinein. Meine Bedenken flogen dahin und ein Grinsen in mein Gesicht. Das war eine sehr direkte Art des Reisens. Man bekam jede Temperaturänderung, jeden Geruch, jede Kurve direkt mit. Wir hielten oft, um die Aussicht zu genießen, einen Café zu trinken oder die Füße zu vertreten. Es war schon anstrengen, sowohl für die Fahrer als auch für uns, die es nicht gewohnt waren, so zu sitzen. Und sich hier und da doch ein wenig zu verkrampfen.
So waren wir am Abend auch einigermaßen erschöpft, genossen das gemeinsame Essen zu viert und das Rumsitzen auf der Veranda. Ich glaube, das wird ein super Loop.Leggi altro



























