Wasserunglück
24.–25. jul. 2024, Canada ⋅ ☁️ 18 °C
Wir verzogen uns also wieder an unseren Stellplatz im Cottonwood Park am Fluss auf dem wir seit Tagen hausen. Die Standheizung hat sich plötzlich entschieden wieder zu funktionieren, obwohl wir sie hier nicht wirklich benötigen. Beim Testlauf stellte das doofe Teil jedoch plötzlich wieder ab. Seit Beginn als ich diese teure Benzinstandheizung von Webasto gekauft hatte, hatte ich nur Probleme mit ihr. Sie hat es geschafft uns bis jetzt jede mögliche Fehlermeldung die es gibt anzuzeigen, obwohl wir sie noch nicht oft benutzt haben. Ich kontrolliere also die Sicherung und tatsächlich haben wir zum ersten Mal eine durchgebrannte Sicherung. Bei der Kontrolle bemerke ich Wasser auf der Standheizung wo es ja eigentlich nichts verloren hat. Schlussendlich habe ich herausgefunden, dass die Dichtung unseres Wasserhahns zwischen Wasserhahn und Waschbecken aus zwei Stücken besteht (Verrissen)und das Wasser dadurch wohl Schäden an der Standheizung verursacht hat. Schmerzt bei einer 2000.- Benzinstandheizung schon ziemlich…
Wir entscheiden uns also die Heizungs-/Wasserproblematik so bald als möglich in Angriff zu nehmen.
Am nächsten Tag bemerken wir, dass uns das Wasser ausgegangen ist und wir Wasser auffüllen gehen müssen. Wir suchen also eine Tankstelle auf bei der wir Trinkwasser tanken können. Und ich tanke und tanke und tanke. Plötzlich plätschert es unter dem Pickup. Nur leider sollte es dort nicht plätschern… Ich vermute schlimmes und renne nach hinten und schliesse die Wohnkabinentüre auf. Schei…!!! Habe es gerade geschafft unsere Wohnkabine mit 5cm Wasser zu füllen und irgendwoher kommt immer noch mehr Wasser. Wir werfen also all unsere Sachen die durchtränkt am Boden sind aus dem Camper und Bigna schaufelt das Wasser mit dem «Schüfeli» fürs Bodenwischen aus dem Camper. Ich kappe das komplette Stromsystem des Campers und beginne die Sitzbank auseinanderzuschrauben um die Ursache zu finden. Gleichzeitig lassen wir das Wasser über das Winter Entwässerungsventil des Tanks ab und saugen es zusätzlich mit einem Schlauch noch ab. Ich hatte die Vermutung, dass einer der unteren Schläuche das Problem sind doch ich konnte es einfach nicht genug gut sehen. Ich nahm den halben Camper auseinander doch der Wassertank ist so doof verbaut, dass man weder rankommt noch irgendwie wegbekommt. Irgendwann griff ich durch die Wartungsluke um die Schlauchöffnungen von innen zu überprüfen. Ich hatte plötzlich die ganze Wartungsöffnung in der Hand! Also kam das Wasser oben durch die Wartungsluke raus und nicht unten. Ich habe diese Wartungsluke vor unserer Reise selbst verbaut und aus dem Bootsbedarf gekauft. Benutzt habe ich einen speziellen Silikonkleber der für Kunstoffverbindungen zugelassen ist. Verarbeitet habe ich das Ganze korrekt…. Doch irgendwie hat sich der Kleber gelöst (Durch die tausenden Vibrationen Offroad?). Aber eigentlich dürfte dies nicht passieren und auf einem Boot müsste es ja bestenfalls auch dicht sein.
Wir putzen also das letzte Wasser aus dem Camper und fahren mit abgeschaltetem Stromsystem und niedergeschlagenen Gemütern zurück an unseren Platz im Park.
Langsam kann es ja nicht schlimmer werden….Læs mere



RejsendeEuer Camper fährt nicht auf dem Wasser sondern zum teil auf Schotterpisten