• Seattle

    30.–31. aug. 2024, Forenede Stater ⋅ ☀️ 25 °C

    Um nach Seattle zu kommen musste ich mir wieder mal eine bis zu fünfspurige Autobahn geben. Nicht sehr lustig und ziemlich anspruchsvoll für mich. Wir erreichten unseren angepeilten Park and ride Parkplatz und leider mussten wir feststellen, dass dieser bereits vollständig besetzt war. Kacke und wie soll ich jetzt auf die schnelle einen sicheren Parkplatz für unseren Schlumpf finden?
    Ich fand über Google Maps einen sehr grossen Parkplatz bei der Universität. Ob man da einfach bezahlt parken darf wussten wir nicht aber ein Versuch war es wert. Wir suchten den Parkplatz auf und siehe da tatsächlich konnte man dort bezahlt parken und das Beste war, dass er auch noch zahlbar war. Da Wochenende war, war der Parkplatz leer und wir entschlossen, dass wir später versuchen werden auf diesem Parkplatz zu übernachten. Wir mussten jeglich um Mitternacht nochmals ein Tagesticket lösen gehen.
    Wir fuhren mit der Metro nach Downtown und fanden eine schöne und charmante Stadt an der Seafront mit Bergsicht vor. Doch der schein trügt…
    Die Metrostation wird von schwerbewaffneten Polizisten bewacht und vor jedem Geschäft stehen Securityleute. Die Strassen sind voller Obdachlosen und vor allem unglaublich vielen Suchterkrankten. Die Drogenszene hier ist offen und wenn man hier runter zum bekannten Markt oder der Seefront läuft, muss man unweigerlich an Menschen vorbeilaufen welche sich gerade versuchen verzweifelt einen Schuss in eine noch intakte Vene zu spritzen. Wir wussten, dass die Problematik hier gross ist aber das Ausmass und die Bilder die wir hier in den Kopf bekommen haben werden wir nicht so schnell vergessen. Die Menschen werden durch die Droge Fentanyl zu zombiartigen Kreaturen und viele liegen am Boden und man weiss nicht so genau ob diese gerade eine Überdosis haben oder schon verstorben sind.
    Im bekannten Markt, der Kaugummiwand und der Seafront bekommt man vom ganzen nur wenig mit über und man sieht eher den Glimmer der Stadt. Die Stadt Seattle wird uns als wunderschöne Stadt in Erinnerung bleiben welche eine erhebliche Armmuts-/Drogenproblematik hat auf welche wohl niemand eine gute Antwort/Lösung hat.
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