North Rim oder doch nicht?
Dec 1–2, 2024 in the United States ⋅ ☀️ 7 °C
Der Plan war einfach vor Vegas wollten wir noch den Noth Rim des Grand Canyon besuchen. Wir waren bereits früh unterwegs, da wir den Touris zuvorkommen wollten. Als wir jedoch die lange Strecke an den North Rim fuhren, war da einfach kein anderes Fahrzeug unterwegs. wir liessen uns davon nicht verunsichern und fuhren bis zu einer geschlossener Schranke vor dem North Rim. Ah stimmt da war doch was, hatte vor langer Zeit mal gelesen, dass der North Rim im Winter geschlossen wird und habe es gekonnt wieder vergessen...Tja und was jetzt?
Ich studiere meine Offlinekarte und sehe, dass ich durch Pisten und Wege im Wald einige Aussichtspunkte welche im National Forest liegen erreichen kann. Klingt irgendwie nach einem Plan, doch da lag schon einiges an Schnee und unsere alten Reifen mit wenig Profil machen das Ganze nicht einfacher.
Wir verringern also den Luftdruck in den Reifen und starten in die Schneestrecke. Den Berg hoch ging ziemlich gut doch runter war immer wieder eine Rutschpartie. Nach einiger Zeit und tiefer Fahrt durch den Wald kamen wir am ersten Aussichtspunkt an. Nach nur kurzem Laufen hatten wir endlich eine gute Sicht auf den riesigen Canyon. Wirklich beeindruckend!
Auf der Karte sehe ich, dass es noch mehr Aussichtspunkte gibt und natürlich wollen wir mehr. Es gibt einfachere Kiesstrassen zu den Aussichtspunkten, jedoch müssten wir für jeden der kommenden Punkten viele Kilometer zurück und wieder nach vorne zum Canyon fahren. Doch ich finde auf der Karte eine kleine Verbindungsstrecke welche jeweils durch Canyons führt und tief im Wald verläuft. Natürlich entscheide ich mich für die weniger schlaue Option und starte in die kleinen 4x4 Waldwege.
Ich muss umgestürzte Bäume umfahren und durch Schlamm und Eislöcher fahren. Das ganze erinnert mich an Offroadabenteuer welche ich jährlich mit Kollegen unternehme. Nur dieses Mal bin ich alleine und dies weit weg von jeglicher anderen Menschenseele. Tatsächlich haben wir den ganzen Tag niemand anderes angetroffen.
Bei einer steilen Abfahrt komme ich dann ins rutschen. Schlumpf schaffte es vor einem Umgekippten Baum so knapp ins stehen zu kommen. Wir schauen uns die Situation an und denken, dass zurückfahren die bessere Option wäre, da das kommende Streckenstück ziemlich ausgewaschen und steil ist. Ich versuche also zurückzusetzen. Immer wieder versuche ich es, jedoch haben meine Räder keine Chance den glatten und steilen Weg wieder hochzukommen. Wir reduzieren den Luftdruck also aufs absolute Minimum von 1 Bar. Dies ist bei unserem Gewicht im Prinzip beinahe platt.
Doch auch so habe ich kein Glück und versenke mich beim Versuch beinahe noch im Graben.
Wenn nicht zurück, dann Hald nach vorne durch die schlimmen Passagen?
Aber erst muss da ein ca.25cm Baum der im Weg ist weggeräumt werden. Da Schlumpf ihn in der Situation nicht wegziehen kann gibt es nur halbieren als Lösung. Doch da gibt es ein peinliches Problem...
Schon in Kanada hat Dave von collect-moments-sprinter mich ausgelacht, da ich mein Beil zu Hause vergessen habe und Feuerholz auf die alte Art zubereiten musste. Tatsächlich habe ich bis jetzt noch kein neues Beil gekauft... Ich stehe also vor einem Baum ohne Säge und ohne Beil und das als Outdoorliebhaber.
Ich habe zum Glück noch ein Buschmesser mit dicker Klinge dabei und schlage es mit meinem Hammer Stück für Stück mühsam über zwei stunden durch den Baum. Den Baum können wir jetzt endlich zu zweit aus dem Weg räumen. Jetzt muss ich nur noch den Schlumpf heil den Hang runter bringen. Ich fahre und rutsche gleich bei der ersten kritischen Verwaschung in die Spurrille. Derart tief, dass ich mein eintes Hinterrad fast in der Luft habe. Langsam nach vorne rollen lassen eine andere Option habe ich nicht mehr. ein Stein schneidet sich dabei schon seitlich in die Karkasse unseres Reifen ein. Zum Glück war die Verstärkte Karkasse genug stabil um nicht ganz durchtrennt zu werden. Den letzten Teil den Hang runter kam ich durch eine kritische Schräglage und schaffte es zum Glück unbeschadet. Den Rest der Strecke konnten wir ohne weiteren Probleme und Hindernisse relativ einfach zurücklegen. Der Schnee lag ab hier nur noch auf der Schattenseiten der Hügel und Täler.
Nach dem Besichtigen von weiteren Aussichtspunkten campten wir direkt mit absolut phänomenaler Sicht auf den Grand Canyon. Ich kochte einen feinen Sugo auf dem Feuer und wir genossen bei reichlich Wein den atemberaubenden Sonnenuntergang.
Dieser Tag und dieser Übernachtungsplatz werden uns noch länger in Erinnerung bleiben.Read more
















Traveler
Fantastisch! 🤩
TravelerJ‘adore!😍
TravelerWenn‘s näschti mol Schnee hät musch nur dure lüüte und i chume mit en Man go salze 😉🫣
TravelerDä würi immerhin wieder ufecho im Verglich zum Schlumpf😂👍