• Was machen wir jetzt nur???

    Feb 6–7, 2025 in Mexico ⋅ ☀️ 25 °C

    Eigentlich sollte neben dem ganzen Abarbeiten am Schlumpf auch mal wieder ein wenig Zeit zum Entspannen und verarbeiten der vielen Eindrücke bleiben.
    Doch wie es bei uns so ist kommt immer alles anders...
    Am Morgen beim Frühstück zubereiten jaulte es auf einmal kräftig auf dem Balkon. Als wir mal nach draussen gingen sehen wir, dass ein junger Welpe sich zu uns auf den Balkon gequetscht hatte. Er wollte uns nicht mehr von der Seite weichen und nach einer Erstversorgung schauten wir mal in der Nachbarschaft, ob jemand womöglich weiss, wem das Tier gehören könnte.
    Leider wurden wir nicht fündig und die Putzfrau im Wohnkomplex hatte auch schon entdeckt, dass jetzt ein Hund bei uns ist, obwohl in den Airbnb Richtlinien von unserem Mietobjekt klar steht, dass Tiere verboten sind...
    Lea zieht los und holt bei einer Amerikanerin die hier ein Hundegeschäft hat Hundefutter, Entwurmungs Tablette und ein Gestältli. währenddessen entferne ich dem nun getauften Hund "Taco" ca. 40 Zecken, damit wir ihn über Nacht drinnen haben können.
    Wir suchen in diversen lokalen Facebookgruppen nach den Besitzern oder jemandem der den Hund adoptieren möchte. Leider müssen wir erfahren (Auch von anderen Reisenden), dass dieses Szenario öfters bei ausländischen Touristen vorkommt und lokale Bevölkerung Welpen deponieren, da sie nicht wissen wohin damit. Hier hat jeder auch schon einige Hunde zu Hause und die Tierheime welche ich anfragen sind alle überfüllt und lehnen uns ab. Ja und was machen wir jetzt?
    Einfach wieder aussetzen zu den vielen anderen Strassenhunden?
    Adoptieren und ab jetzt mit Hund Reisen?
    Viele Fragen und zum Glück können uns Ufbruchstimmig (Schweizer Tierärzte welche selbst die Panamericana mit Hund befahren haben) so ziemlich alle Fragen beantworten. Danke euch an diesem Punkt von ganzem Herzen.
    Lea hat online in Todos Santos ein Tierschutzprojekt von einer amerikanerin gefunden und sie würde den Welpen aufnehmen. Sie versorgt Hunde Tierärztlich und vermittelt diese mithilfe anderer Organisationen nach Kanada oder in die Usa. Neben dem ganzen Tierschützerischen Aspekt, hilft sie der lokalen Bevölkerung mit Aufklärung über Tierhaltung und finanzierte Tierarztbesuche. Zu guter Letzt besucht sie auch Schulen um dort Aufklärungsarbeit zu betreiben um nachhaltig was bei der kommenden lokalen Bevölkerung zu bewirken.
    Das klingt für uns nach einem vernünftigen Platz für Taco und wir nehmen die über 180km Wegstrecke auf uns um diesem jungen Welpen eine neue Chance im Leben zu ermöglichen.
    Der Abschied fällt uns nicht leicht und ist eine Achterbahn der Emotionen für uns. Wie fest und schnell ein solch kleines Geschöpf einem ans Herz wachsen kann hatten wir unterschätzt. Mehrmalig haben wir uns überlegt trotzdem nochmals zurückzufahren und Taco abzuholen, jedoch hat die Vernunft dieses Mal vor dem Herzen entschieden.

    Hier möchten wir nochmals herzlich Chanelle danken der Gründerin von Rescate Todos Santos welche Taco jetzt in ihrer Obhut hat. Dank Menschen wie ihr kann den tausenden Strassenhunden in Mexiko Stück für Stück geholfen werden, damit das Problem sich hoffentlich eines Tages auflösen kann. Das Ganze wird hier in Mexiko nur durch Spendengelder finanziert.
    Falls jemand auch nur einen kleinen Geldbetrag spenden möchte kann er dies über die Homepage www.rescatetodossantos.com machen und so noch weiteren Hunden wie Taco helfen.

    Danke!
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