• Bigna und Dave
  • David Reinhardt
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PANAMERICANA

Pengembaraan terbuka oleh Bigna und & David Baca lagi
  • Permulaan perjalanan
    1 Mei 2024

    Abschiedsfest

    27 April 2024, Switzerland ⋅ ⛅ 20 °C

    Am Samstag war es soweit unser Abschiedsfest stand vor der Tür.

    Nochmal einen gemeinsamen Abend verbrimgen mit der Familie und unseren Freunden.

    Mit ca. 30 Personen konnten wir auf unsere Reise anstossen.

    Mit einem kleinen Apero war der Abend eröffnet. Danach gab es ein ausgiebiges Salat und Pastabuffet mit verschiedenen Saucen.

    Der krönende Abschluss machte ein feines Dessertbuffet bei dem es für jeden etwas dabei hatte.

    Ein grosses Dankeschön an alle die einen Salat, Dessert oder Getränke mitgebracht haben. ❤️

    Wir danken allen das ihr da wart und es zu einem so tollen Abend mit vielen spannenden Gesprächen gemacht habt. Wir werden euch alle vermissen.🥰
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  • Reisestart

    1 Mei 2024, Switzerland ⋅ 🌧 18 °C

    Bye Bye Switzerland🇨🇭
    Hello new Adventure🌎🧭🛻

    Endlich war es soweit nach 1 Jahr Vorbereitung,viele Stunden Arbeit am Auto, grossen administrativen Aufwand und Verschiffung haben wir die Schweiz am 1. Mai verlassen.

    Nun startren wir in ein neues grosses Abenteuer ,einen neuen Lebensabschnitt,denn wir nie vergessen werden.
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  • Ankunft Halifax

    2 Mei 2024, Kanada ⋅ ☁️ 14 °C

    Nach einer Nacht in London ging es am 2. Mai 2024 nach Halifax.

    Wir hatten einen super Flug. Auch das Essen hat uns geschmeckt.
    In Halifax am Flughafen mussten wir nochmals Fragen beantworten beim Zoll. Alle waren aber freundlich und wir konnten unseren Koffer abholen.

    Der Flughafen war ausserhalb,somit haben wir als erstes das Busnetz von Halifax getestet.

    Die Menschen sind hier sehr offen und hilfsbereit.

    Irgendwann kamen wir bei unserem Airbnb an. Wir waren froh konnten wir die Füsse hochlegen und chillen

    Die Zeitverschiebung -5h zur Schweiz merkten wir schnell. Wir hatten hunger obwohl Nachmittag war.

    Wir haben die Umgebung beim Airbnb angeschaut,sind essen und einkaufen gegangen. An den Wechselkurs müssen wir uns noch gewöhnen.

    Danach ging es sehr müde ins Bett.
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  • Abholung Schlumpf

    3 Mei 2024, Kanada ⋅ ☁️ 9 °C

    Abholung Schlumpf🛻🌎 3.5.2024🇨🇦

    Am nächsten Tag ging es zur Verschiffungsfirma.
    Wir hatten um 9.15 Uhr einen Termin um Schlumpf abzuholen. Neu darf man nicht mehr aufs Hafengelände gehen,deshalb wurde unser Container zum Warehouse der Verschiffungsfirma gebracht.

    Nach einem kurzen Gespräch bekamen wir 2 Formulare,die wir vom Zoll stemplen lassen mussten für den Import.

    Nun ging es wieder mit dem Bus ans andere Ende von Halifax zum Zoll🙈

    Beim Zoll mussten wir nochmals Fragen beantworten zu unserem Camper. Bei uns war alles soweit gut und wir bekamen die Stempfel für unseren Schlumpf. Mehr Herausforderungen gab es beim Import vom Anhänger unseres Freundes,denn wir mitverschifft haben.

    Leider konnten wir ihn nicht importieren,da wir nicht der Besitzer waren davon. Wir haben vorab aber extra alles abgeklärt ob dies möglich sei. Das war ein Dämpfer für uns.

    Danach ging es wieder zurück zum Warehouse. Dort mussten wir nun alles klären was mit dem Anhänger jetzt passiert. Es wurde eine Lösung gefunden🙏🏻

    Unseren Schlumpf durften wir aber mitnehmen😍
    Was für ein Gefühl. Er kam unbeschadet an.

    Wir sind wieder vereint und sehr glücklich.
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  • Autogaragenpech und Aufbruchstimmung

    7–10 Mei 2024, Kanada ⋅ ☁️ 10 °C

    Wie einige schon wussten hatte unser Schlumpf noch einige Baustellen offen, welche noch repariert werden mussten. Da unser Ford F150 in Europa ein exot ist findet man kaum Teile dafür und muss diese gezwungenermassen bei Bedarf in den USA bestellen. Wir haben uns deshalb entschlossen einige Teile in Kanada bei einer Fordgarage ersetzen zu lassen. Da wir erst einen Termin für den 8.Mai bekommen haben mussten wir noch einige Tage in Halifax verbringen und unser Airbnb nochmals wechseln.
    Als wir unseren Schlumpf nun endlich bei der Garage abgeben konnten hiess es warten bis wir in hoffentlich möglichst bald abholen können. Schlussendlich bakamen wir am 9.Mai im Verlaufe des Tages den ersehnten Anruf der Garage, dass wir Schlumpf abholen können.
    Als wir auf den Parkplatz gelaufen sind erkannte ich den neuen silbrig glänzenden Benzintank der neu montiert wurde sofort. Doch warum konnte ich diesen von weitem schon sehen???? Irgendwie hängt dieser so tief und am Unterfahrschutz sind Distanzhülsen aus Alu angebracht.... Ach kack!🥴
    Nach Rücksprache mit der Garage stellte sich heraus, dass Ford anscheinend den Originalen Benzintank nicht mehr bestellen kann. Tja doof, dass wir wussten, dass dieser noch erhältlich ist.
    Nach der Garage haben sie keinerlei Originalteile für unser Fahrzeug finden können und uns irgendwelche Aftermarktteile verbaut nur leider wurde uns dies vorgängig nicht so kommuniziert.
    Wer mich (Dave) kennt weiss, dass mir in solchen Momenten ein wenig die Pumpe geht und mich ruhig zu bleiben schwer fallen kann😬 Nach Gesprächen mit Vorgesetzten haben wir schlussendlich einen grossen Rabatt auf die Reparatur erhalten und hoffen, dass das Gebastel jetzt bis in die USA hält, damit wir es nochmals ersetzen können.

    Am gleichen Tag haben wir entschlossen unsere Sachen zu packen und am nächsten Morgen gleich loszufahren. Haben Halifax langsam gesehen nach all den Tagen.
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  • Cape Chignecto Park🦅🌲🌲

    11–12 Mei 2024, Kanada ⋅ ☀️ 9 °C

    Unser erstes Ziel nach Halifax war dieser schöne Naturpark mit den Three Sisters Felsen.

    Da die Saison noch nicht begonnen hat, waren wir allein und hatten so das Glück diesen schönen Weisskopfseeadler zu sehen, auch einen Fasan haben wir gesichtet.

    Im Park konnten wir verschiedene einfache Trails gehen. Ein guter Einstieg für alle weiteren Wanderungen.🙈

    Danach ging es zu unserem nächsten Campspot direkt am Meer. Da wir gut in der Zeit waren,gab es eine schnelle Dusche mit toller Aussicht.

    Am späteren Abend durften wir einen schönen Sonnenuntergang beobachten.
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  • Fundy Nationalpark🐾🌲

    13 Mei 2024, Kanada ⋅ ☀️ 15 °C

    Als nächstes fuhren wir den Fundy Nationalpark an.
    Hier lösten wir unseren Jahrsskarte für alles Nationalparks in Kanada.

    Da super Wetter war entschieden wir uns für einen längerwn Trail von ca. 22 km. Der Weg ging durch den Wald zu einer Schlucht und mehrern Wasserfällen. Dieser Trail war sehr abenteuerlich, denn wir mussten teilweise zwischen den Felsbrocken herumklettern.

    Auf dem Weg entdeckten wir einen Abdruck von einem Elchfuss. Wir wollten umbedingt diesen Elch sehen. Leider hatten wir hier kein Glück.

    Bei mir (Bigna) drückte leider der Wanderschuh und trotz Blasenpflaster bekam ich eine grosse Blase😢.
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  • Offroad zum Martinshead-Rock

    13–15 Mei 2024, Kanada ⋅ ☁️ 12 °C

    Nach der Wanderung im Fundy Nationalpark, ging es zu einem wunderschönen Campspot.
    Was wir gelernt haben bisher:
    Die schönsten Campspot erreicht man oft nur über holprige Wege die am Schluss zu Offroad Strecken werden. So war es auch diesmal. Ca 16 km lange Schotterpiste und am Schluss steil bergab über Felsen🙈 Mein Herzschlag (Bigna) war stark zu spüren. Zwischendurch war es mir zu viel zu und ich stieg aus dem Auto aus.

    Im Fundypark folgten wir einer Elchspur und wollten ihn umbedingt sehen, jedoch klappte dies nicht.. Doch plötzlich auf dem Weg zum Campspot hüpfte eine Elchdame aus dem Gebüsch.. es war so ein toller Abschluss vom Tag so ein schönes Tier zu sehen

    Die holprige Strecke hat sich gelohnt.
    Wir konnten direkt auf den Strand fahren mit Blick aufs Meer.

    Hier blieben wir auch den Folgetag um zu entspannen und unseren Schlumpf neu zu ordnen.
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  • Action auf dem Weg nach Quebec

    15–16 Mei 2024, Kanada ⋅ ☁️ 18 °C

    Als nächstet standen die 4 grossen Städte Quebec,Montreal, Ottawa und Toronto auf dem Plan. Wir starten mit Quebec.

    Auf dem Weg nach Quebec haben wir einiges erlebt.

    Für unser mobiles Solarsystem brauchen wir einen amerikanischen Stecker,welchen wir nicht in Europa bekommen haben.
    Wir gingen zu einem Wohnmobilverkaufanbieter. Leider hatten die diesen nicht,der Verkäufer gab uns aber einen Tipp eines Solargeschäftes. Wir durften jedoch unseren Wassertank vor Ort auffüllen. Im Solargeschäft haben wir Ersatzteile für unsere Solarpanel auf dem Dach gefunden jedoch den benötigten Stecker nicht.

    Auf der anderen Seite der Strasse ist uns jedoch nochmals ein Anlaufstelle für den Verkauf von Wohmobilen aufgefallen.
    So gingen wir dorthin. Dort trafen wir Darell an ein älterer Herr. Natürlich war er von uns und unserem Camper begeistert und so gab es dort einen kurzen Schwatz mit ihm. Er wollte uns helfen und ging ins Haus um uns die Adresse einen Geschäfts aufzuschreiben. Zurück kam er mit einer Visitenkarte und Pete. Pete war der Inhaber des Geschäfts. Er ist Australier. Auch er wollte uns helfen. Er schaute sich den stecker an und verschwand wieder im Haus.Zurück kam er mit einem mobilen Solarpanel. Er überprüfte ob der der Stecker passte. Ja er passt. Er fragte Dave:"Do you have a Knive?". Dave gab ihm ein Messer und Pete fragte noch wie lang das Kabel sein soll. Danach schnitt er das Kabel durch und gab es uns. Wir wollten es ihm bezahlen aber er schenkte es uns und sagte: "Mir wurde auch schon viel geholfen, und ich helfe gerne weiter".

    Als hätten wir in den letzten Tagen nicht schon genug erlebt, erlebten wir eine weitere nervenaufreibende Situation auf der weiteren Autobahnstrecke nach Quebec. Kurz vor einer Raststättenausfahrt brannte der Motorraum eines Autos. Die sonst so hilfsbereiten Kanadier fuhren grösstenteils einfach vorbei. Zwei jüngere halfen dem älteren Ehepaar aus dem Fahrzeug. Ich (Dave) entschloss mich ebenfalls anzuhalten und mit meinem Feuerlöscher zu Hilfe zu eilen. Ich merkte auf dem Weg zum Fahrzeug, dass der Brand fürs Löschen schon zu fortgeschritten war, jedoch wollte es einer der jungen Kanadier trotzdem mit dem Feuerlöscher versuchen. Die paar Sekunden des Feuerlöschers könnten dem Brand keinerlei entgegenwirken. Immerhin wurde keiner verletzt und die Feuerwehr konnte das Auto einige Minuten später löschen.

    Seit diesem Tag haben wir einen grösseren besseren Feuerlöscher in unserem Schlumpf und checken ihn regelmässig auf Lecks ect.
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  • Quebec

    17–18 Mei 2024, Kanada ⋅ ☁️ 19 °C

    Städte sind mit einem Camper immer eine Herausforderung. Ganz besonders anspruchsvoll ist es einen Parkplatz für einen grösseren Camper, der auch noch sicher erscheint zu finden. Wir haben diesen in Levis visavis von Quebec gefunden und haben das Schiff über den Meeresarm genommen. So habe ich mir eine mühsame Stadtfahrt mit dem Schlumpf erspart und wir hatten noch eine tolle Sicht bei der Fährüberfahrt.

    Die Quebecer sind ein eigenes ganz spezielles Volk. Nicht erstaunlich wenn man bedenkt, dass die ersten Siedler aus Frankreich hier versucht haben New France aufzubauen. Sie fanden eine grosse Artenvielfalt vor und nutzten diese für den Pelzhandel. Immer wieder führten sie Kämpfe gegen die Einheimische Urbevölkerung und mussten schlussendlich gegen die Engländer kapitulieren (Die Engländer besetzten die Hudson Bay). Die Franzosen mussten zwar kapitulieren und ihre Ländereien den Engländern überschreiben, jedoch weigerte sich die Einheimische Bevölkerung sich anzupassen.
    So kommt es, dass im Gebiet von Quebec auch als einziger Landesteil noch Französisch gesprochen wird. Ich verstehe zwar fliessend Französisch doch die Quebecer sprechen eine Mischung aus Französisch und Englisch, welches echt sehr schwer zu verstehen ist ;) .

    Auch in der Architektur und dem Aufbau der Stadt spiegelt sich der Französische Stil. Die kleinen Gassen voller Kunst, kleinen Kaffees und grossen Anwesen lässt das Ganze wie little Paris wirken. Einfach fantastisch sowas hier in Kanada wieder vorzufinden. Es fühlte sich an wie eine kleine Reise in der Reise.
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  • Montreal

    18 Mei 2024, Kanada ⋅ ☀️ 23 °C

    Am nächsten Morgen ging es direkt los nach Montreal.

    Auch hier wollten wir die Fähre nehmen direkt ins Zentrum. Leider hat die Schiffsaison noch nicht begonnen und so haben wir einen Parkplatz in der Nähe einer Metrostation als Alternative genommen.

    Gleich war zu merken, das Montreal einiges grösser war als Quebec. Denn hier gab es einige Hochhäuser. Das Zentrum befand sich an einem Meeresarm. Wir sind eine Metrostation zu früh ausgestiegen und mit einem kurzen Fussmarsch erreichten wir das Zentrum. Bevor wir zur Wasserfront kamen besichtigten wir noch die Notre Dame Kapelle von Montreal. Es war Wochenende deshalb war einiges los. An der Wasserfront gab es ein Riesenrad, Ziplane, Kletterpark, einige Foodtrucks und der Cirque de Soleil war auch vor Ort.
    Das wäre ein Highlight gewesen eine Show zu sehen. Leider waren wir eine Woche zu früh vor Ort.

    Nach einer Runde an der Wasserfront ging es in den Stadtkern wo sich die Restaurants befanden. Auf dem grossen Platz gab es eine kurze Show von einem Freiartist.

    Es war ein sehr heisser Tag und wir waren durstig, so gönnten wir uns ein Bier und Aperol Spritz.

    Da wir keine Mittagpause gemacht hatten knurrten auch unsere Mägen und wir machten uns auf die Suche nach einem Restaurant.

    Es war gar nicht so einfach etwas preiswertes zu finden. Ganz am Schluss fanden wir einen Innenhof mit einem Angebot in unserem Budget.

    Im Sonnenuntergang fuhren wir zu unserem Stellplatz, der sich an einer Ausbuchtung einer Strasse befand.
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  • Ottawa und Sumpfdisaster

    19 Mei 2024, Kanada ⋅ ☁️ 26 °C

    Nach dem schönen Montreal ging es weiter nach Ottawa die Hauptstadt von Kanada. Auch hier konnten wir ausserhalb der Stadt parken und mit der Metro ins Stadtzentrum fahren.

    Als erstes besuchten wir den Markt und dessen Umgebung. Wunderschön geschmückt mit Blumen und lauter unterschiedlicher Essensständen hielt er uns einige Zeit in seinem Bann. Wir entschlossen als Erinnerung an unsere Reise in Marokko einen Shawarma (In Marokko Taco genannt) zu essen. Herrlich diese kulturelle Vielfalt in Kanada!

    Frisch gestärkt gingen wir weiter und besuchten die Kirche mit den einzigartigen silbernen Türmen von aussen und dem blauen Sternenhimmel von innen. Die Spinne vor dem Kunstmuseum hat mich wie ihr auf dem Bild sehen könnt nicht beeindruckt und ich hatte sie fest im Griff.

    Nachdem Spinnendisaster besuchten wir die bekannten Schleusentreppen von Ottawa. Diese wurden vor langer Zeit von der Armee erbaut um das Inland besser zu erschliessen. Unglaublich wie viele Höhenmeter so überbrückt werden können.

    Zuguterletzt besuchten wir das kanadische Parlament von aussen. Ein Teil davon ist momentan im Bau aber es sind trotzdem sehr schöne Gebäude. Dem Trubel auf dem Parlamentsplatz zuzuschauen war wirklich simboltragend für Kanada. Die einten treffen sich zum Gebetstag während die anderen daneben protestierend und rund herum die vielen Touris aus aller Nationen.

    Erst spät machten wir uns auf den Weg Richtung ausgesuchtem Stellplatz. Dieser lag mitten im Wald an einem See. Schlussendlich fuhren wir beim Einbruch der Dunkelheit in den Wald. Es wurde immer sumpfiger und der angebliche Stellplatz am See war komplett zugewachsen...
    Auf der nächtlichen Suche nach einem Stellplatz war uns zu ersten Mal unsere grosse LED-Lightbar die vorne am Schlumpf montiert ist behilflich, als wir uns schlussendlich schon ordentlich durch den Sumpf gekämpft hatten, blieben wir vor einem riesigen Sumpflock das tief aussah stehen. Wir entschlossen uns hier um diese Zeit nicht komplett zu versenken und kehrten um. Gar nicht so einfach dies bei Nacht in engen Platzverhältnissen zu tun. Draussen schwirrten millionen von Mücken die uns förmlich auffressen wollten. Schlussendlich musste Bigna den Mücken trotzen, um mich aus dem Desaster zu lotsen. An einer kleinen Ausbuchtung am Wegrand blieben wir schlussendlich stehen für die Nacht. Alleine beim Kabine hochklappen wurden wir von unzähligen Mücken verstochen. Beim Reinhüpfen in die Kabine fanden mindestens 20 Mücken ihren Weg in unser Schlafgemäch.
    Nach einer erfolgreichen Mückenjagt hatten wir alle Mistfiecher erlegt und tranken darauf ein Bier, welches ich von meinen Arbeitskolleg*innen im Domino erhalten hatte. Danke dafür es hätte keinen besseren Moment dafür gegeben.
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  • Toronto

    22 Mei 2024, Kanada ⋅ 🌩️ 26 °C

    Toronto ist mit seinen ca. 3 Millionen Einwohner eine wirklich riesige Stadt. Unsere Anfahrt mit der Metro von ausserhalb der Stadt dauerte schon ca. 30 min.
    Uns erwartete eine Grossstadt mit all ihren ups and downs. Bereits beim Aussteigen aus der Metrostation überraschten uns die unglaublich hohen Wolkenkratzer und die unendliche Anzahl an farbigen Leuchtreklamen. Um diesen überwältigenden Eindruck verarbeiten zu können zogen wir uns erst mal in die Ikea zurück um uns ein oder zwei ;) Hotdogs reinzuziehen.
    Übrigens war das der günstigste Zmittag dieser Reise bis anhin.

    Frisch gestärkt ging es weiter in die Klüfte der Wolkenkratzer und dem Meer aus Beton. Auch die Lakefront hatte in Toronto nur wenig Scharm und machte die Gesamtwertung der Stadt nicht besser.

    Nach einem guten Glacé und weiteren Besichtigungen der Stadt brummte uns langsam der Kopf. Der Geruch und der Lärm der Stadt wurden immer unerträglicher.
    Wie ihr merkt hat uns Toronto nicht wirklich gefallen und wir suchten schnell die Flucht am besten erst mal wieder ein wenig in die Natur.
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  • Hamilton und CH-Käse?

    23 Mei 2024, Kanada ⋅ ☁️ 24 °C

    Dave hat wieder einen super Stellplatz für die Nacht herausgesucht, der nicht weit weg war von der Hauptstrasse , einen Wanderparkplatz.

    Auch hier schwirrten die Mücken um uns, sodass wir schnell in die Kabine verschwanden. Wir waren bereits am frühen Abend dort angekommen. So hatten wir Zeit für eine Dusche, die dringend nötig war.
    Nach jeder Dusche fühlt es sich an wie neu geboren.

    Wir bekamen noch Gesellschaft von einem orangen Jeep .
    Am nächsten Morgen kamen wir mit Michael ins Gespräch.
    Er ist mit dem Jeep und seinem Schäferhündin Hudson auf dem Weg nach Florida. Er hat sich entschieden von Kanada in die USA auszuwandern.
    Nach dem netten Austausch und einigen Tipps mehr verabschiedeten wir uns von ihm.

    Für uns ging es weiter Richtung Niagarafalls. Auf dem Weg gab es einen Zwischenstopp bei einer Molkerei namens Summit Station Dairy.
    Wir hatten sie per Zufall auf Google Maps gefunden. Wir entschlossen uns eine köstliche Schokomilch und Käse, der anscheinend so gut ist wie der CH-Käse zu kaufen. Dazu muss man sagen, dass wir in Kanada bis jetzt nur Cheddar erhielten.
    Der gekaufte Käse schmeckt tatsächlich wie CH-Gruyère!
    Ein kleines Stück Heimat hier in Kanada gefunden.
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  • Niagara Fälle

    23 Mei 2024, Kanada ⋅ ☁️ 23 °C

    Die Niagara Fälle standen schon lange auf unseren "to see" Liste. Als wir bei den Wasserfällen ankamen konnten wir nur unweit entfernt auf einem grossen Parkplatz parken.
    Als wir die gigantischen Ausmasse dieser Wasserfälle zu ersten Mal erblickten waren wir überwältigt. Die unglaubliche Grösse und den grollenden Klang kann man mit Bildern nicht beschreiben. Glücklicherweise waren wir vor den grössten Touristenströmen vor Ort und konnten uns in Ruhe alles anschauen und die Sicht geniessen. Die zahlreichen buchbaren Attraktionen wollten wir zwar gerne besichtigen nur schienen uns die Preise ein wenig überteuert und wir entschieden uns darauf zu verzichten.

    Nach einigen Stunden der Besichtigung entschieden wir uns wieder den gleichen Stellplatz des Vortages anzufahren, damit wir am nächsten Tag erneut unseren Käsevorrat bei der Molkerei aufstocken können ;).
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  • Beefburger und Schnappschildkröte

    24 Mei 2024, Kanada ⋅ ☁️ 17 °C

    Heute sind wir einige Kilometer weg von den Städten und dem Trubel gefahren. In der Nähe eines Native-Reservates fanden wir einen schönen Stellplatz auf einer Waldlichtung. Um den Platz zu erreichen mussten wir einige tiefere Pfützen und dicht verwachsene Pfade durchfahren. Schlupf musste weitere Kratzer in Kauf nehmen, doch für diesen Platz hat es sich gelohnt.
    Am Abend grillierten wir supergute Burger die wir in der Molkerei gekauft hatten. Ich entschied die Burger auf einer Granitsteinplatte die ich am Wegrand fand zu grillen. Wir trotzten den Mücken noch einige Zeit bis wir uns im Camper zurückzogen.
    Über die Nacht hat es geregnet und der Rückweg war neben Sandig jetzt auch noch bedeutend schlammiger. Unser Schlumpf störte dies nicht und er pflügte sich problemlos durch jede Pfütze. Doch plötzlich war da eine seltsame Kreatur mitten auf dem Pfad. Monsterartig wie ein Dino mit einem Panzer hatten wir nicht etwa das Sumpfmonster entdeckt, sondern eine Schnappschildkröte. Das Tier ist wirklich sehr faszinierend und kann bis zu 10kg schwer werden. Im Normalfall lebt das Tier im schlammigen Grund der Gewässer und ernährt sich von Fischen, Reptilien, Amphibien und sogar kleinen Wasservögeln. Da sie auch Ass fressen gelten sie als besonders nützlich für den Erhalt des Ökosystems. Wir hatten demnach Glück sie an Land antreffen zu können. Die Schnappschildkröte hat eine Beisskraft von 700 Newton (Die einer Katze liegt bei 50N), jedoch geht sie Menschen aus dem Weg und ist eher scheu.
    Spannender Fakt:
    Die Schnappschildkröte lebt im Winter unter der Eisfläche des Sees und kann dann solange das Eis da ist nicht über ihre Nasenlöcher atmen. Sie kann stattdessen über den Rachen Sauerstoff aufnehmen!

    Wir hatten also unglaubliches Glück ein solches Prachtexemplar an Land antreffen zu können. Nach einigen Fotos liessen wir die Schildkröte auf ihrem Weg weiterziehen.
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  • Killarney Bieber und Wasserschlangen

    25–28 Mei 2024, Kanada ⋅ ☁️ 13 °C

    Dieses Mal Übernachteten wir vor Sadbury an einem See. Auch hier wimmelte es nur so vor Mücken. Trotz diversen Mückensprays wurden wir wild von allen Seiten angegriffen. Wir kochten also wieder mal im Camper hinter den mit hunderten Mücken übersäten Mückengitter. So sind wir mittlerweile über unseren Entscheid eine Wohnkabine zu kaufen sehr glücklich. In der Abenddämmerung entschied ich mich, mich nochmals den Mücken zu stellen, um einen vorgängig endeckten Bieberdamm beobachten zu gehen. Dick eingepackt gegen die Mücken machte ich mich also auf den Weg bewaffnet mit meiner Kamera und dem grossen Objektiv. Tatsächlich gelang es mir, durch den Sumpf bis zum Damm vorzudringen und dieses Meisterbauwerk zu beobachten. Und tatsächlich liess sich der Bieber auch noch blicken. Dank dieser Abendaktion hatte ich am nächsten Tag min. vier Mückenstiche im Gesicht.

    Am nächsten Tag war eine mystische Morgenstimmung und einige Angler waren bereits auf dem See unterwegs. Wir zogen nach Sadbury weiter um uns erneut mit Lebensmittel, Mückenspray der genug giftig ist, dass er funktioniert und Mückennetze für über das Gesicht einzudecken.
    Weiter ging es dann in den Killarney Provincal Park. Mir machten dort eine Wanderung entlang des Sees und konnten nebst der wunderschönen Aussicht auch zwei Wasserschlangen aus nächster Nähe beobachten. Wirklich faszinierende wunderschöne Tiere!
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  • Lake Superior

    27–30 Mei 2024, Kanada ⋅ ☁️ 16 °C

    Wir zogen weiter durch die unendliche Natur jetzt neu entlang des Lake Superior. Was soll man dazu noch schreiben.... Einfach atemberaubend dieser riesige See. Es fühlt sich an als wäre dieser See ein Meer. Man sieht den Horizont und es gibt (kleine) gezeiten wie am Meer. Tatsächlich gibt es neben Steinstränden auch Sandstrände und die wunderschönen Sonnenuntergänge runden das Meeresbild schlussendlich ab.

    Spannender Fact:
    Die 5 grossen Sees hängen alle zusammen und sind der grösste Süsswasserspeicher dieser Erde. 1/10 der Süsswassermenge dieser Erde liegt in diesem gigantischem See! Die Fläche ist ca. 3x so gross wie die der Schweiz.

    Wir machten mehrere Stops entlang dieses Sees und genossen die wunderschönen Aussichten und Sonnenuntergänge.
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  • Pukaskwa National Park

    28–30 Mei 2024, Kanada ⋅ ☁️ 15 °C

    Kurz vor dem Pukaskawa National Park erkannte mein geschultes Auge auf Google Earth potentiell geeigneten Übernachtungsplatz. Und tatsächlich war dieser Platz superschön und das bereits einigen bekannten Drohnenvideo des Sonnenuntergangs entstand.

    Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg in den Nationalpark um einige Wanderwege abzulaufen. Da es sich eher um kürzere Wege handelte haben wir einfach bis auf den langen Küstenweg alle abgelaufen. Wie ihr auf den Bildern erkennt hat sich das ganze mit traumhaften Aussichten und Sandstränden der Karibik, äh nein des Lake Superior ausgezahlt. Tatsächlich ist das Wasser des Sees teilweise derart klar, dass Kajaker versunkene Schiffe auf 23m Tiefe von der Wasseroberfläche aus betrachten können!
    Die letzten drei Bilder sind dann am Abend an einem Stellplatz ein wenig nördlich des Nationalparks während der Sonnenuntergangsstimmung entstanden.
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  • Sleeping Gigant Provincial Park

    30–31 Mei 2024, Kanada ⋅ ☁️ 11 °C

    Durch die längere Anfahrtsstrecke kamen wir erst nach dem Mittag im Sleeping Gigant Provincial Park an. Die bekannteste Wanderung wäre die Besteigung des Gigant gewesen. Die Parkangestellte hat uns diese Wanderung aber nicht empfohlen, da wir zu Spät für die lange und anspruchsvolle Wanderung gewesen wären. Wir sind stattdessen auf die Bewanderung des Head des Gigant ausgewichen. Die Parkangestellte hatte uns dies als Alternative empfohlen. Die 16km seien recht einfach zu bewandern.
    Wir starteten also nach einem gemütlichen Mittagessen mit der Wanderung und tatsächlich habe ich mich mit der Karte ein wenig vertan und wir sind falsch abgebogen. Tja einige Km Umweg aber dafür haben wir die Felsformation "Lion" besichtigen können.
    Wir sind also einen lockeren Wanderweg gelaufen als wir nach einer Kurve zwei Wanderer antrafen, welche Laut mit den Wanderstöcken an ihre Metallflaschen schlugen begegnet. Nur wenige Sekunden bevor wir ihnen entgegengekommen sind, ist eine Schwarzbärenmutter mit ihrem Jungen über den Wanderweg gelaufen. Tja wie soll man sagen hatten wir wieder mal Pech und den Bären wieder nicht gesehen ;)
    Wir setzten die Wanderung fort und kamen am späten Nachmittag am Head des Gigant an. Was wir da noch nicht so wussten war, dass die letzten 1,4km Weg teilweise fast senkrecht waren und unglaublich anstrengend werden würden. Tatsächlich war der Wanderweg gerade den Berg hoch und hatte nicht einen Bogen verbaut. So kämpften wir uns also langsam und teilweise auf allen vieren den Berg hoch.
    Wir schafften es auf den Head und wurden mit einer bombastischen Aussicht bis nach Thunder Bay belohnt. Trotz den langsam müden Beinen mussten wir nach kurzer Zeit den strengen Abstieg in Angriff nehmen, da wir nur ungern bei Dämmerung den Bären "Hallo" sagen wollten.
    Tatsächlich haben wir für diese 1,4 km hin und zurück ein wenig über zwei Stunden benötigt.
    Mit langsam richtig schweren Beinen machten wir uns auf den Rückweg zum Parkplatz. Es fühlte sich an als würde der kurze und einfache Anlaufweg unglaublich lange sein auf dem Rückweg ;)
    Völlig müde kamen wir auf dem Parkplatz an und entschieden uns aufgrund der späten Zeit unsere erste Nacht während dieser Reise auf dem Campingplatz des Parks zu verbringen.
    Der Campingplatz war im Prinzip mitten im Wald und der einzige Unterschied zu unseren sonstigen Stellplätzen war, dass wir eine warme Dusche nehmen konnten und, dass der Platz fast 50 Dollar gekostet hat...
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  • Kanadische Begegnungen und Morcheln

    31 Mei–1 Jun 2024, Kanada ⋅ ☀️ 22 °C

    Nach der strengen Wanderung am Vortag spürten wir immer noch unsere Beine. Zum zweiten Mal diesen Monat stand ein Wäschetag an. Vor Tunder bay fuhren wir einen Wäschesalon an. Die Maschienen sahen oke aus, weshalb wir unsere Wäsche dort wuschen und tumblerten. Die Kleider wurden nicht richtig sauber gewaschen und passen jetzt teilweise nicht mehr über die Speckrollen...
    In der Stadt füllten wir dann unsere Vorräte auf um weiter in die kanadische Wildnis zu fahren. Wir durchfuhren an diesem Tag eine Zeitzone und wurden uns bewusste, dass wir bis nach Alaska noch weitere durchfahren werden.
    Am Abend fuhren wir einen abgelegenen Stellplatz an einem kleinen See an. Wir wurden von sechs Hunden und John begrüsst. John ist mit seinem Pickup und Wohnanhänger nach Ontario unterwegs, da er sich entschieden hat wieder zurück an seinen Geburtsort wohnen zu gehen zur Pension.
    Er konnte uns viel über Kanada und die Natur erzählen.
    Am nächsten Tag verabschiedeten wir uns von John und seinen sechs Hunden um uns auf den Weg Richtung Norden zu machen. Kurz vor Abfahrt schenkte uns John einen Sack voller selbst gefundenen Morcheln die er entlang seiner Reise kiloweise gesammelt hat! Wir konnten unser Glück kaum fassen eine solch grosse Menge Morcheln einfach geschenkt zu bekommen. Unglaublich diese Gastfreundschaft der Kanadier!
    John falls du dies liest besten Dank nochmals für die unglaublich guten Morcheln und die tolle Begegnung!
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  • Jäger und Elchfleisch

    1–2 Jun 2024, Kanada ⋅ ☁️ 19 °C

    Nach der tollen Begegnung mit John machten wir uns auf den Weg um eine einfache Wanderung zwischen dem Ghoste Lake und dem Malvis Lake zu machen. Die Wanderwege waren hier nicht in einem Park sondern von freiwilligen hergestellt und unterhalten worden. Kleine Gartenzwerge säumten den Weg und der Wald war wirklich wunderschön. Da wir wie immer ein wenig später dran waren entschlossen wir uns einen Stellplatz draussen in der Natur zu suchen. Als wir an diesem Platz ankamen war dort bereits ein grosser Wohnanhänger. Wir wurden freundlich begrüsste und durften uns dazugesellen. Joey und Ally sind ein Jägerpaar welche gerne Zeit in der Natur verbringen. Sie jagen und angeln und konnten uns deshalb unglaublich viel über die verschiedenen Tiere und die Natur beibringen. Sie konnten die verschiedenen Wasservögel in der Nacht an ihren Rufen identifizieren und uns viel über ihre (Über-)Lebensweise beibringen. Wir tauschten uns noch lange in die Nacht am Lagerfeuer über die unterschiede der Schweiz und Kanada aus. Ich fragte sie natürlich auch viel über das Jagen aus. Ich hatte im Internet gelesen, dass Elchfleisch nur für den Eigengebrauch gejagt werden darf und nicht für den Verkauf. Die beiden stimmten dieser Internetbehauptung zu und ich war natürlich ein wenig enttäuscht, da dies für mich bedeutete, dass ich dies nie probieren werden kann. Ally verschwand daraufhin in ihrem Camper und kam mit Elch Hackbraten und Würsten welche sie selber gejagt und hergestellt hatten wieder heraus. Die beiden schenkten uns das ganze Packet einfach so! Unglaublich wie grosszügig die Menschen hier einfach so sind!
    Elchfleisch ist im Geschmack stark im Eigengeschmack wie Wild und mit der leichten Räucherung und Gewürzmischung der beiden einfach einmalig gut. Jetzt weiss ich wie Elchfleisch schmeckt, danke Ally und Joey!!!
    Dies war für uns der bis jetzt tollste Abend während unserer Reise mit unglaublich tollen Menschen.
    Danke!
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  • Die Hälfte der Reise erreicht?

    2–3 Jun 2024, Kanada ⋅ ☁️ 24 °C

    Auf den Weg nach Winnipeg machten wir einen Halt in Kenora um uns bei der " Lake Time" Brauerei ein Bierprobierpacket kaufen zu gehen. Den Tipp hatten wir von den Beiden gestern Abend und wir müssen sagen, dies war wirklich ein guter Tipp!
    Auf dem weiteren Weg passierten wir vom der Provinz Ontario nach Minnesota über. Aber eigentlich passierten wir auch die Hälfte.
    Ja nicht etwa die Hälfte unserer Reise, sondern die Hälfte von Kanada. So standen wir nach einem Monat tatsächlich erst in der Hälfte Kanadas! Da realisiert man wie gigantisch Gross dieses Land ist.
    In Winnipeg mussten wir vor der grossen Steppenetappe durch das einsame Zentrum von Kanada noch einiges erledigen. Wir bunkerten Wasser, Nahrungsmittel und was wir nur konnten an Benzin, da der Spritpreis hier am günstigsten in ganz Kanada ist.
    Wir besuchten zudem zahlreiche Outdoor und Sportgeschäfte, um einen Benzinkocher für mehrtagestouren zu kaufen und Bigna probierte zig unterschiedliche Wanderschuhe an, damit sie hoffentlich ab jetzt ohne Blasen an den Füssen weiterlaufen kann. Tatsächlich wurden wir für beides in einem kleinerem Sportgeschäft fündig und waren somit endlich ready für die Weiterreise.
    Hier in Winnipeg haben wir unsere erste Nacht auf einem Walmart (Lebensmittelhandel) Parkplatz verbracht. Hier in Kanada und den Usa ist es tatsächlich von diesem Lebensmittelgiganten erlaubt auf seinem Parkplatz zu übernachten. Der Laden gewinnt Kunden und der Camper hat einen sicheren Stellplatz. Man stelle sich vor jemand würde in der Schweiz versuchen auf einem z.B. Aldiparkplatz zu übernachten...
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  • Riding Mountain National Park

    4–5 Jun 2024, Kanada ⋅ ☀️ 17 °C

    Wie schon im letzten Beitrag erzählt haben wir nebst unserem Sprittank in Winnipeg noch unsere beiden Reservekanister aufgefüllt, da der Spritpreis einfach zu gut war.
    Als nächstes wollten wir den Riding Mountain National Park besuchen. Er ist bekannt für sein Artenreichtum und das riesige Bisongehege. Schon bei der Anfahrt war der starke Gegenwind ein Problem und unser Ford kämpfte heftig mit den Gängen und wollte nur noch teilweise in den Overdrive schalten. Ich dachte da noch das liegt wohl am zusätzlichen Gewicht durch die Reservekanister.
    Im Nationalpark angekommen erhielten wir die schlechte Nachricht, dass das Bisongehege leider nicht erreichbar ist, da sie die Strassen für den Sommer restaurieren. Wir entschieden uns deshalb für eine abgelegene Wanderung am Rande des Nationalparks, um potentiell mehr Tiere zu sichten. Der Anfahrtsweg führte über schlammige Schotterstrecken bis zum Wanderparkplatz. Schlumpf sah dann wie neu lackiert aus.
    Auf der Wanderung konnten wir wilde Truthahne und einen Marder beobachten. Bären sind wir leider wieder nicht begegnet, jedoch haben wir ihre Hinterlassenschaften entdeckt...
    Nach wenigen Kilometern in den neuen Wanderschuhen spürte Bigna wider Schmerzen am der Ferse und auch das Blasenpflaster konnte gegen die Druckstelle nichts mehr ausrichten. Nach ca.4 Kilometern hatte sie also leider wieder Blasen an der Ferse nur dieses Mal am anderen Fuss. Tja wir entschieden wieder umzudrehen um den Schaden in Grenzen zu halten.
    Ausserhalb des Nationalparks konnten wir dann trotzdem Bisons in einem Gehege betrachten. Und ja wildlebende Bisonherden wie in den Filmen gibt es leider keine mehr. Im 18 Jahrhundert wurde der Bison fast komplett ausgerottet. Tatsächlich gibt es sie heutzutage nur noch, da Menschen sie in Gefangenschaft gehalten haben und so den Bestand sicherten. Durch die riesigen Agrarflächen heutzutage wären grosse Herden hier auch nicht mehr denkbar. Trotz allem sind die Tiere sehr beeindruckend und mit ihrem Fell wunderschön.
    Am Abend suchten wir uns einen ausgesetzten Stellplatz auf einer Landsichel die weit in einen See hereinragte. Wir konnten einen wunderschönen Sonnenuntergang betrachten und nebst den zig wunderschönen Vögel haben wir tatsächlich auch noch Nashornpelikane gesichtet. Was für ein toller Tag!
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  • Über 1000km im dritten Gang?

    5–6 Jun 2024, Kanada ⋅ 🌬 20 °C

    Wir hatten im Internet wie auch von anderen Reisenden und Einheimischen viel über die Strecke die vor uns lag gehört. Vor uns lagen über 1000km steppenartige Graslandschaft. Zu Beginn sind es noch riesige Agrarlandschaften die dann irgendwann im Nichts enden. Es ist bekannt, dass auf dieser gigantischen ebenen Fläche starke Winde und Unwetter entstehen können. Wir hätten jedoch nicht gedacht, dass diese derart stark werden können. Schlumpf kämpfte sich wacker gegen den starken Wind, schaffte dies jedoch nur noch im dritten Gang. Teilweise fuhren wir gerade noch mit 60 kmh. Gefühlt mussten wir an jeder Tankstelle tanken und unser Spritverbrauch stieg um 5 Liter! Können wir und Schlumpf dies so für hunderte Km durchhalten?
    Ich entschied die Einheimischen an der Tankstelle zu fragen. Sie erklärten mir, dass es die nächsten Tage so bleiben würde und es normal ist, dass mein Pickup nur noch langsam und im dritten Gang fahren kann bei diesen Gegenwinden.
    Wenn warten also nichts bringt, dann gab es nur noch die Option gegen den Wind zu kämpfen. Wir entschlossen uns also, dass wir weiterfahren.
    Gegen späteren Abend hatten wir Glück und der Wind flachte immer mehr ab. Ich entschloss so weit wie nur möglich zu fahren, solange der Wind wegblieb. Schlumpf konnte nun endlich wieder in den Overdrive schalten und wir konnten dadurch auch wieder 90 fahren.
    So fuhren wir in die nächste Provinz Alberta und kamen den Rockies immer näher. Bei Sonnenuntergang fuhren wir auf einen Raststätteparkplatz um unseren wohlverdienten Feierabend zu geniessen.
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