• In der Teufelsschlucht

    18 ottobre 2025, Germania ⋅ ☁️ 13 °C

    Ein Tag im Dinopark Teufelsschlucht

    Wir wollen die grauen Tage des Oktobers mit einem kleinen Highlight unterbrechen. Der Vorschlag unserer Tochter, den Dinopark Teufelsschlucht zu besuchen, findet sofort Zustimmung. Also brechen wir am Samstagmorgen gegen zehn Uhr auf.

    Unser Wohnmobil ist derzeit etwas angeschlagen – ein Ventil am Turbolader ist defekt, und von Zeit zu Zeit schaltet das Fahrzeug in den Notlauf. Mit kaum mehr als dreißig Kilometern pro Stunde kriechen wir die Anhöhen der Eifel hinauf. Dass ein kurzes „Zündung aus – Zündung an“ den Spuk jeweils für kurze Zeit beendet, ist zwar hilfreich, aber keine Dauerlösung.

    Nach knapp 150 Kilometern erreichen wir schließlich unser Ziel – zur gleichen Zeit wie der Rest der Familie, obwohl sie eine Stunde später gestartet sind. Das geplante Lichtspektakel im Park beginnt jedoch erst am späten Nachmittag. Wir vertreiben uns die Wartezeit gemütlich bei Kaffee, selbstgebackenem Zwetschgenkuchen und fröhlichem Klamauk mit unseren Enkeln.

    Dann ist es soweit: Drei Generationen machen sich auf den Weg – begleitet von einem Bollerwagen für den Enkeltransport. Schon am Eingang begrüßt uns eine bunte Auswahl an Dinosaurier-Artikeln: kleine Figuren, Bücher und allerlei touristischer Andenkenkram. Doch sobald wir den eigentlichen Rundweg betreten und die Dämmerung hereinbricht, verwandelt sich der Park in eine faszinierende Urwelt.

    Die lebensgroßen Dinosaurier entlang des Weges wirken im sanften Schein der stimmungsvollen Beleuchtung erstaunlich real. Licht und Schatten verschmelzen zu einer besonderen Atmosphäre, die uns für einen Moment in die Zeit der Giganten entführt. Allein der große Andrang der Besucher trübt die Illusion ein wenig – wie schön wäre es, jetzt in stiller Einsamkeit durch die Urzeit zu wandeln.

    Am Ende des Rundwegs erwartet uns nach einigem Warten der Höhepunkt der Veranstaltung: eine Drohnenshow. Mit einem Summen, das an einen riesigen Bienenschwarm erinnert, steigen schätzungsweise hundert Fluggeräte auf. Hoch über uns malen ihre farbigen Lichter eindrucksvolle Figuren an den Nachthimmel – mal Dinosaurier, mal abstrakte Muster. Nach etwa einer halben Stunde ist das Spektakel beendet, die Batterien sind leer, der Applaus groß.

    Den Rückweg haben wir bald hinter uns gebracht. Die zweite Drohnenshow können wir anschließend bequem vor unseren Wohnmobilen genießen. Wäre da nicht die grelle Parkplatzbeleuchtung mit ihren Flutstrahlern, wäre die Stimmung perfekt. Doch auch so klingt der Abend wunderbar aus – bei einem guten Glas Grauburgunder und anregenden Gesprächen über einen Tag voller kleiner Abenteuer.
    Leggi altro