• Von der Keltenhöhle zum Vogelsang

    19 ottobre 2025, Germania ⋅ ☁️ 14 °C

    Nach einem beschaulichen Morgen verlassen wir den Parkplatz am Dinopark und fahren nur wenige Kilometer weiter. Unser nächstes Ziel: eine Hängebrücke über die Prüm und ein altes Keltengrab in einer nahegelegenen Höhle.

    Die Brücke wirkt auf den ersten Blick solide und gut gewartet, doch bei jedem Schritt beginnt sie sanft zu schwingen. Das erfordert etwas Mut und Vertrauen in die Konstruktion – besonders, wenn der Blick in die Tiefe fällt. Dort unten zischt das Wasser der Prüm über etliche Stromschnellen und glatte Felsen talwärts.

    Auf der anderen Seite wartet ein steiler, stufenförmiger Pfad, der uns rund achtzig Meter hinauf zur Höhle führt. Doch die letzten Meter sind so rutschig und extrem steil, dass wir den Aufstieg abbrechen. Vernunft geht vor Abenteuer.

    Wir setzen die Fahrt in Richtung Vogelsang fort. Der am Morgen noch graue Himmel hellt sich zunehmend auf und gibt immer mehr blaue Flecken frei. Im Zusammenspiel mit dem herbstlich gefärbten Wald entsteht ein leuchtendes Farbenspiel – eine Explosion aus Gold, Rot und Grün, die uns auf der Fahrt begleitet und den Tag in ein besonderes Licht taucht.

    Auf dem Gelände der ehemaligen Ordensburg Vogelsang angekommen, gönnen wir uns zunächst ein kräftiges Mittagsmahl: Kartoffeln, Möhren und Frikadellen frisch aus der Pfanne. Danach kehrt wohltuende Ruhe ein – ein Moment zum Durchatmen, bevor der Tag langsam in seine stille Nachmittagsstimmung übergeht.
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