• Richtung Ungarn – Abstecher zum See

    2 maggio, Ungheria ⋅ ☀️ 23 °C

    Die Nacht an der Gedenkstätte in Mauthausen verläuft ruhig. Bis in den späten Morgen stehen wir allein auf dem großen Parkplatz. Entsprechend entspannt kommen wir los und fahren wieder hinunter ins Donautal.

    Im nächsten Ort hält Juliane kurz an und besorgt einen Reiseführer für Rumänien. Das ergänzt unsere Planung ganz gut – unterwegs schnell etwas nachschlagen zu können, ist einfach praktisch.

    Wir folgen anschließend der „Romantischen Donaustraße“. Der Name ist nicht übertrieben: Immer wieder tauchen Burgen und Schlösser auf, meist etwas erhöht über dem Tal. Nach einiger Zeit lotst uns das Navi von der Strecke weg auf eine kleinere Landstraße. Der Unterschied ist deutlich spürbar. Kaum Verkehr, keine größeren Orte mehr. Stattdessen einzelne Höfe, kleine Siedlungen und viel offene Landschaft. Die Wiesen sind frisch grün, dazwischen blüht Löwenzahn – ein recht typisches Bild für diese Jahreszeit.

    Kurz darauf erreichen wir die Grenze nach Ungarn. Ohne große Planung entscheiden wir uns, die Route leicht zu ändern, und fahren über Sopron weiter in Richtung Neusiedler See. An der Südspitze finden wir eine kleine Marina und legen eine längere Pause ein.
    Nach der Fahrt tut es gut, sich etwas zu bewegen. Ein paar Schritte am Wasser entlang, danach einfach sitzen und nichts tun. Die Sonne ist angenehm, es ist ruhig – ein guter Moment, um kurz durchzuatmen.

    Übernachten können wir dort leider nicht. Ein Hinweis am Platz macht klar, dass am Abend geräumt wird. Also fahren wir weiter nach Fertőrákos. Dort finden wir an einem Badesee einen Stellplatz für die Nacht.

    Der Platz ist zweckmäßig und für eine Zwischenübernachtung völlig ausreichend. Allerdings bleibt es bis nach Mitternacht recht unruhig. Immer wieder kommen Autos, Stimmen sind zu hören, es ist mehr los als erwartet. Nicht ideal, aber es bleibt bei einer Nacht – und am nächsten Morgen geht es ohnehin weiter Richtung Osten.
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